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Beitragsbild: mit KI erstellt (Symbolbild)
Die Wirtschaftsinformatik verbindet Betriebswirtschaftslehre und Informatik. Wer sie studiert, lernt, wie Unternehmen IT-Systeme sinnvoll einsetzen, Geschäftsprozesse mit Software abbilden und Daten für Entscheidungen nutzbar machen. Damit sitzt das Fach an der Schnittstelle zwischen Fachabteilung und IT – eine Position, die in nahezu jeder Branche gebraucht wird.
Was ist Wirtschaftsinformatik?
Als eigenständige Disziplin beschäftigt sich die Wirtschaftsinformatik mit Informationssystemen in Wirtschaft und Verwaltung: mit ihrer Gestaltung, Einführung und ihrem Betrieb. Absolventinnen und Absolventen übersetzen betriebswirtschaftliche Anforderungen in technische Lösungen und umgekehrt. Typische Aufgaben sind die Analyse und Verbesserung von Geschäftsprozessen, die Auswahl und Einführung von Unternehmenssoftware sowie die Entwicklung von Anwendungen für den betrieblichen Einsatz.
Studieninhalte und Aufbau des Bachelors
Ein Bachelor in Wirtschaftsinformatik dauert in der Regel sechs Semester und umfasst 180 ECTS-Punkte. Inhaltlich stützt sich das Studium auf drei Säulen: Informatik und Softwareentwicklung, Betriebswirtschaftslehre sowie die Wirtschaftsinformatik selbst, die beide Bereiche verbindet. Je nach Hochschule kommen Mathematik, Statistik oder rechtliche Grundlagen hinzu.
Zu den typischen Themen gehören:
- Programmierung und Softwareentwicklung
- Datenbanken und Datenmanagement
- Geschäftsprozesse und Systemanalyse
- betriebswirtschaftliche Grundlagen wie Marketing, Finanzen und Unternehmensführung
In den ersten Semestern werden die Grundlagen gelegt; später lassen sich über Wahlmodule eigene Schwerpunkte setzen. Viele Studiengänge beginnen zum Wintersemester im Oktober, und die Lehrveranstaltungen finden überwiegend auf Deutsch statt.
Masterstudium und Spezialisierungen

Ein anschließendes Masterstudium vertieft die Inhalte des Bachelors und ermöglicht eine fachliche Spezialisierung. Gefragte Schwerpunkte sind unter anderem die Analyse großer Datenmengen (Data Analytics), IT-Management und IT-Governance sowie die strategische Steuerung von IT im Unternehmen. Den Abschluss bildet die Masterarbeit, in der ein Thema eigenständig wissenschaftlich bearbeitet wird.
Zugangsvoraussetzungen und Bewerbung
Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist in der Regel die allgemeine oder die fachgebundene Hochschulreife. Wichtiger als ein bestimmter Notenschnitt ist häufig das Interesse an den Kerninhalten: Wer sich für Mathematik, logisches Denken und wirtschaftliche Zusammenhänge begeistert, bringt gute Voraussetzungen mit. Analytisches Denken, Problemlösefähigkeit sowie Team- und Kommunikationsfähigkeit helfen sowohl im Studium als auch im späteren Beruf.
Ob ein Studiengang zulassungsbeschränkt ist und welche Fristen gelten, unterscheidet sich von Hochschule zu Hochschule. Für das Wintersemester liegen die Bewerbungsfristen häufig in den Sommermonaten; verbindlich sind immer die Angaben der jeweiligen Hochschule.
Praxis im Studium
Praktika, Werkstudententätigkeiten und Projektarbeiten sind fester Bestandteil vieler Studiengänge. Sie verbinden das Gelernte mit echten Arbeitsabläufen: Studierende bearbeiten konkrete Aufgaben aus Unternehmen, lernen den Umgang mit Projekten und Teams und knüpfen erste berufliche Kontakte. Solche Erfahrungen erleichtern später den Einstieg und schärfen das eigene Profil.
Berufsfelder und Berufsaussichten
Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker arbeiten in nahezu allen Branchen – von der IT- und Beratungswirtschaft über Industrie und Handel bis zu Banken, Versicherungen und der öffentlichen Verwaltung. Häufige Tätigkeitsfelder sind:
- IT-Beratung und Einführung von Unternehmenssoftware
- Softwareentwicklung für betriebliche Anwendungen
- System- und Anforderungsanalyse
- Datenmanagement und Business Intelligence
- IT-Projektmanagement
- IT-Sicherheit
Wegen der Kombination aus technischem und betriebswirtschaftlichem Wissen und des anhaltenden Fachkräftemangels in der IT gelten die Berufsaussichten als gut.
Wie hoch der Verdienst ausfällt, hängt von Branche, Region, Berufserfahrung und Aufgabengebiet ab und lässt sich nicht pauschal beziffern. Einen Anhaltspunkt bietet der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, der Entgeltdaten für Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker (Hochschule) bereitstellt.
Digitalisierung, Trends und Zukunft
Die fortschreitende Digitalisierung prägt das Fach unmittelbar. Themen wie künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Datenanalyse und die Automatisierung von Prozessen gewinnen an Bedeutung und verändern laufend die Anforderungen an IT-Fachkräfte. Für Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker heißt das: Weiterbildung gehört zum Beruf dazu, eröffnet aber auch immer wieder neue Aufgabenfelder.
Internationale Perspektiven
Ein Auslandssemester lässt sich in viele Studiengänge integrieren. Es vertieft nicht nur die fachlichen Kenntnisse, sondern fördert auch Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz – nützlich für eine spätere Tätigkeit in international ausgerichteten oder multinationalen Unternehmen.
Häufig gestellte Fragen
Was lernt man im Wirtschaftsinformatik-Studium?
Das Studium verbindet drei Bereiche: Informatik und Softwareentwicklung, Betriebswirtschaftslehre und die Wirtschaftsinformatik als Bindeglied. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem Programmierung, Datenbanken, Geschäftsprozesse und Systemanalyse sowie betriebswirtschaftliche Grundlagen.
Welche Voraussetzungen braucht man für ein Wirtschaftsinformatik-Studium?
In der Regel die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Wichtig sind zudem Interesse an Mathematik, technisches Verständnis und Freude an wirtschaftlichen Fragestellungen. Ob es einen Numerus Clausus gibt, hängt von der jeweiligen Hochschule ab.
Wie lange dauert das Studium?
Der Bachelor dauert regulär sechs Semester und umfasst 180 ECTS-Punkte. Ein darauf aufbauendes Masterstudium verlängert die Studienzeit entsprechend.
Was verdient man als Wirtschaftsinformatiker/in?
Der Verdienst hängt stark von Branche, Region, Berufserfahrung und Aufgabengebiet ab und lässt sich daher nicht pauschal beziffern. Einen Anhaltspunkt liefert der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, der aktuelle Entgeltdaten für Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker (Hochschule) bereitstellt.
Welche Berufsfelder gibt es nach dem Studium?
Typische Einsatzbereiche sind IT-Beratung, Softwareentwicklung für betriebliche Anwendungen, System- und Anforderungsanalyse, Datenmanagement, IT-Projektmanagement und IT-Sicherheit – und das in nahezu allen Branchen.