Englisch lernen neben dem Studium

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Wer sich neben seinem Studium weiterbilden möchte, hat dazu viele Möglichkeiten. Gerade wenn es um Fremdsprachen geht, bietet sich dem Studierenden ein breites Spektrum an Lernmöglichkeiten. Diese reichen von Abendkursen über Auslandssemester und Sprachreisen bis hin zu einem umfangreicheren Work & Travel. Dabei haben alle Angebote natürlich sowohl Vor- als auch Nachteile.

Abendkurse im Fern- und Onlinestudium

Um seine Englisch-Kenntnisse aufzufrischen, bietet sich dem Studierenden zunächst einmal die Möglichkeit sich für Abendkurse an Fernuniversitäten oder in Online-Studiengänge einzuschreiben.
Der Student ist hierbei jedoch voll belastet und muss neben dem täglichen Pensum seines Studium schließlich abends noch für den Englisch-Kurs büffeln. Viele Fernuniversitäten erheben auch Kosten für eine Belegung von Sprachkursen oder aufbauenden Wirtschaftsstudiengängen.
Der Vorteil des Online-Studiums liegt jedoch darin, dass nicht mit zusätzlichen Kosten gerechnet werden muss. Auch die Prüfungen können ganz einfach online abgelegt werden. Im Internet gibt es viele kostenlose Englisch-Kurse, die mit interaktiven Übungen gespickt sind. Ein nicht zu vernachlässigender Nachteil liegt im fehlenden direkten Austausch mit Mitlernenden. Dies birgt die Gefahr der sozialen Isolation und des fehlerhaften Lernens, da auch eine überwachende Lehrinstanz fehlt. Zeit zum Jobben wird dann ebenfalls wohl kaum noch vorhanden sein.

Das Auslandssemester – Der Klassiker

Nicht nur vorm Computer hängt man hingegen bei einem Auslandssemester. In diesem hat man die Möglichkeit nicht nur Englisch zu lernen, sondern auch gleich ganz nebenbei die jeweilige Kultur des Landes kennenzulernen. Für einen Auslandsaufenthalt muss jedoch gesondertes Bafög beantragt werden. Für ein Studiensemester im europäischen Ausland kann man ein Stipendium innerhalb des sogenannten ERASMUS-Programm beantragen. Für ein außereuropäisches Auslandssemester kann ein Antrag beim DAAD, dem Deutschen Akademischen Auslandsdienst, finanzielle Abhilfe schaffen. Diese Finanzierungshilfen müssen, im Gegensatz zu normalem Bafög, nicht zurückgezahlt werden. Ebenfalls frühzeitig sollte man sich um eine Unterkunft und einen günstigen Flug kümmern. Auslandssemester erfreuen sich innerhalb der Studierendenschaft sehr großer Beliebtheit. Hausarbeiten und Klausuren können ganz normal an der Universität, in dem das Auslandssemester stattfindet, abgelegt und an der heimischen Universität als normale Studienleistungen angerechnet werden.

Sprachreisen in den Semesterferien – Der Sprachurlaub

Wer nicht gleich ein halbes oder ganzes Jahr ins Ausland gehen will, um eine Sprache zu lernen, hat die Möglichkeit Sprachreisen durchzuführen. Diese werden vor allem in den Semesterferien angeboten. Diese Reisen müssen jedoch in vollem Umfang selbst finanziert werden. Dies gilt sowohl für die Unterkunft, den Unterricht als auch für die Anreise. Dafür lernt man in den Intensivkursen acht Stunden am Tag und kann die restliche Zeit frei gestalten. Jedoch fehlt hier der Kontakt mit Muttersprachlern, wie er bei einem ganzen Auslandssemester oder einem Work & Travel gegeben ist. Ein Vorteil des Sprachurlaubs liegt andererseits darin, dass man nicht ganz aus seinem gewohnten Umfeld gerissen wird und immer noch den Kontakt zur Universität und den Professoren hat.

Freiheit und Selbständigkeit: Work & Travel.

Bei einem Work & Travel zieht man ganz auf eigene Faust los und arbeitet mal hier und mal da. In der Kommunikation mit den Arbeitgebern kann dann ganz nebenbei Englisch erlernt werden. Der Vorteil dieser Form des Spracherwerbs liegt in der Verbindung von eigenständigem Arbeiten, um den Lebensunterhalt zu bestreiten und im abwechslungsreichen Umherreisen und Erkunden des Landes oder der Länder. So kann man beispielsweise auf einem Bauernhof bei der Ernte mithelfen oder in Sprachschulen Schulkinder in Deutsch unterrichten. Angebote für Gelegenheitsjobs gibt es in diesem Bereich genug. Wer beabsichtigt ein Work & Travel zu machen, sollte sich aber vorab genauestens eventuelle Einreisebedingungen informieren. Wer ein Work & Travel plant kann ein Visum für 12 Monate bei der zuständigen Behörde beantragen. Oftmals erhalten Reisende Vergünstigungen in Flugzeug und Bahn. Die Unterbringung kann auch direkt bei dem Arbeitgeber erfolgen. Der gesamte Organisationsaufwand im Hinblick auf die Planung des Work & Travel sollte jedoch nicht unterschätzt werden.