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Was macht ein Physiker?
Die Physik ist die Naturwissenschaft, die sich mit den grundlegenden Erscheinungen und Vorgängen der unbelebten Natur beschäftigt und diese mathematisch beschreibt. Physiker erforschen und nutzen diese Gesetzmäßigkeiten – von der Mechanik über Optik und Elektrodynamik bis zur Atom- und Quantenphysik. Zu den bekanntesten Physikern zählt Albert Einstein, der mit seinen Arbeiten zur Struktur von Raum und Zeit sowie zum Wesen der Gravitation das moderne physikalische Weltbild prägte.
In welchen Branchen arbeiten Physiker?
Ein großer Teil der Physiker arbeitet in der Industrie. Gefragt sind sie unter anderem in der Elektronik- und Halbleiterindustrie, in der Optik- und Automobilindustrie, in der Luft- und Raumfahrt, in der Medizintechnik sowie in der naturwissenschaftlich-technischen Softwareentwicklung. Auch die IT- und Finanzbranche stellt Physiker wegen ihrer analytischen und mathematischen Ausbildung ein.
Ein zweites großes Feld ist die Forschung und Lehre. Physiker arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeiter oder Professoren an Universitäten und an außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Im Lehramt vermitteln sie jungen Menschen die Grundlagen der Naturwissenschaften und begeistern sie für technische Berufe.
Auch Behörden bieten Physikern interessante Aufgaben, etwa im Patentwesen. Beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) prüfen Naturwissenschaftler und Ingenieure – darunter eine eigene Abteilungsgruppe Physik – technische Erfindungen auf ihre Patentierbarkeit. Für die Tätigkeit als Patentprüfer werden ein abgeschlossenes Universitätsstudium (Master oder Diplom) und in der Regel eine anschließende, etwa fünfjährige Berufserfahrung in Technik oder Naturwissenschaft vorausgesetzt.
Wie wird man Physiker? Das Studium
Um Physiker zu werden, ist ein Studium notwendig. An Universitäten sind vor allem folgende Abschlüsse möglich:
- Bachelor of Science (B.Sc.) in Physik – Regelstudienzeit in der Regel sechs Semester (180 ECTS-Punkte)
- Master of Science (M.Sc.) in Physik – meist vier weitere Semester (120 ECTS-Punkte)
- Lehramtsstudium als Vorbereitung auf den Beruf des Physiklehrers an Gymnasien und Gesamtschulen
Der Bachelor vermittelt die Grundlagen in Experimentalphysik, theoretischer Physik und Mathematik; im Master folgt die Spezialisierung auf ein Teilgebiet. Wer in der Forschung arbeiten möchte, schließt häufig eine Promotion an.
Voraussetzungen und Zugang
Voraussetzung für ein Physikstudium ist die allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder ein gleichwertiger Abschluss. Viele Physikstudiengänge sind zulassungsfrei, also ohne Numerus clausus – nur an einzelnen Hochschulen gibt es Zulassungsbeschränkungen. Wichtiger als der Abiturschnitt sind solide Kenntnisse in Mathematik, denn das Studium gilt als anspruchsvoll. Für den Zugang zum Beruf des Physikers wird üblicherweise ein abgeschlossenes Universitätsstudium der Physik erwartet.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert ein Physikstudium bis zum Master-Abschluss?
Der Bachelor dauert in der Regel sechs Semester, der darauf aufbauende Master vier Semester. Zusammen sind das rund fünf Jahre (zehn Semester) Regelstudienzeit; in der Praxis studieren viele etwas länger.
Welche Voraussetzungen braucht man für ein Physikstudium?
Erforderlich ist die allgemeine Hochschulreife. Viele Studiengänge sind zulassungsfrei, sodass kein bestimmter Notenschnitt nötig ist. Gute Mathematikkenntnisse und Durchhaltevermögen sind jedoch wichtig.
In welchen Bereichen arbeiten Physiker?
Physiker arbeiten in der Industrie (etwa Halbleiter, Optik, Automobil, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik), in Forschung und Lehre, im Lehramt sowie bei Behörden wie dem Patentamt. Auch die IT- und Finanzbranche stellt Physiker ein.
Wie wird man Physiklehrer an einem Gymnasium?
Dafür absolviert man ein Lehramtsstudium für das Gymnasium – in der Regel mit Physik und einem zweiten Fach. Nach dem Studium folgen der Vorbereitungsdienst (Referendariat) und das Zweite Staatsexamen; die genauen Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland.












