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Ob Konzert, Messe oder Firmenevent: Damit eine Veranstaltung technisch reibungslos abläuft, sorgt die Fachkraft für Veranstaltungstechnik. Sie plant den Technikeinsatz, baut Ton- und Lichtanlagen auf, steuert sie während der Veranstaltung und baut sie anschließend wieder ab. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über Aufgaben, Ausbildung und Anforderungen des Berufs.
Tätigkeiten im Überblick
Jeden Tag finden zahlreiche Konzerte, Messen und andere Veranstaltungen statt. Für einen reibungslosen technischen Ablauf sorgt die Fachkraft für Veranstaltungstechnik. Nach der Auftragserteilung beginnt die Arbeit mit der Inaugenscheinnahme des Veranstaltungsortes. Die Fachkräfte planen den Einsatz der technischen Geräte, zum Beispiel Musikanlagen inklusive Lautsprecher, und halten Rücksprache mit dem Auftraggeber über Machbarkeit und Umsetzung seiner Vorstellungen.
Anschließend erstellen sie ein Konzept für den Ablauf und sorgen dafür, dass die benötigten Geräte rechtzeitig bereitstehen. Sie holen erforderliche Genehmigungen ein und achten auf die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen – etwa auf ausreichende sanitäre Anlagen und die Freihaltung von Zufahrtswegen für Feuerwehr und Krankenwagen. Dabei bleiben sie stets auf dem aktuellen Stand: sowohl bei den gesetzlichen Vorgaben, die immer wieder angepasst werden, als auch bei der Technik, die sich laufend weiterentwickelt.
Am Veranstaltungsort bauen die Fachkräfte die Geräte auf, prüfen deren Funktion und bessern bei Bedarf nach. Am Tag der Veranstaltung sind sie vor Ort und steuern beispielsweise die Lichtanlage oder die Regler am Mischpult. Nach dem Ende folgt der fachgerechte Abbau.
Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik
Fachkraft für Veranstaltungstechnik ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Ausbildungsbetrieb sowie in der Berufsschule statt. Zuständige Stelle ist die Industrie- und Handelskammer (IHK). Etwa zur Mitte der Ausbildung steht eine Zwischenprüfung an; den Abschluss bildet die Abschlussprüfung vor der IHK.
Seit der aktuellen Ausbildungsordnung ist der Beruf ein Monoberuf ohne getrennte Fachrichtungen. Das individuelle Profil wird stattdessen über Wahlqualifikationen gebildet, zum Beispiel Aufbau und Durchführung, Beleuchtungstechnik, Audiotechnik oder Bildtechnik.
Voraussetzungen und Anforderungen
Rechtlich ist keine bestimmte schulische Vorbildung vorgeschrieben. Wichtiger sind die persönlichen und fachlichen Stärken: Angehende Fachkräfte für Veranstaltungstechnik sollten ein gutes physikalisches und mathematisches Verständnis mitbringen und handwerklich geschickt sein. Auch gute Englischkenntnisse sind hilfreich, da Gebrauchsanweisungen für technische Geräte teils nur auf Englisch vorliegen und beim Soundcheck vor Konzerten Absprachen mit internationalen Künstlern nötig sein können.
Hinzu kommt die Bereitschaft, am späten Abend oder am Wochenende zu arbeiten; bei großen Veranstaltungen sind lange Arbeitstage möglich. Da die Fachkräfte viel mit Menschen zu tun haben, sind sie idealerweise aufgeschlossen und kommunikationsfreudig und lassen sich auch von Stress und Hektik nicht aus der Ruhe bringen. Ein Sinn für Ästhetik hilft, etwa Messestände oder Bühnen ansprechend zu gestalten.
Weiterbildung und Perspektiven
Veranstaltungstechnik ist ein vielseitiges Arbeitsfeld mit wechselnden Projekten und Einsatzorten. Wer sich weiterentwickeln möchte, kann nach der Ausbildung und einschlägiger Berufserfahrung die Fortbildung zur oder zum Geprüften Meister/-in für Veranstaltungstechnik (IHK) anstreben. Dieser Abschluss ist im Deutschen Qualifikationsrahmen auf dem Niveau eines Bachelors eingestuft und qualifiziert für Leitungsaufgaben. Auch ein einschlägiges Studium, etwa im Bereich Veranstaltungs- oder Theatertechnik, ist ein möglicher Weg.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie lange dauert die Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik?
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Sie endet mit der Abschlussprüfung vor der IHK.
Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf?
Gesetzlich ist keine bestimmte schulische Vorbildung vorgeschrieben. Betriebe achten vor allem auf technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, gute Englischkenntnisse sowie Team- und Kommunikationsfähigkeit und die Bereitschaft zu Abend- und Wochenendarbeit.
Gibt es Fachrichtungen oder Schwerpunkte?
Der Beruf ist seit der aktuellen Ausbildungsordnung ein Monoberuf ohne getrennte Fachrichtungen. Schwerpunkte werden über Wahlqualifikationen gesetzt, zum Beispiel Aufbau und Durchführung, Beleuchtungstechnik, Audiotechnik oder Bildtechnik.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Nach der Ausbildung sind unter anderem die Fortbildung zur oder zum Geprüften Meister/-in für Veranstaltungstechnik (IHK) oder ein einschlägiges Studium möglich.













