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Hauswirtschafter und Hauswirtschafterinnen sorgen für den reibungslosen Ablauf in Haushalten und Einrichtungen: Sie versorgen Menschen jeden Alters mit Mahlzeiten, halten Räume und Wäsche instand und übernehmen die Betreuung der zu versorgenden Personen. Der Beruf verbindet organisatorische Aufgaben mit praktischer Hauswirtschaft und persönlicher Betreuung.
Aufgaben im Berufsbild
Der Arbeitsalltag reicht von der Haushaltsorganisation bis zur Betreuung. Im Bereich Haushalt und Budget planen Hauswirtschafter den Einkauf von Lebensmitteln und Verbrauchsgütern, erstellen Speise- und Reinigungspläne und behalten das Budget im Blick. Dazu kommen die Zubereitung von Mahlzeiten, die Reinigung und Instandhaltung von Räumen sowie die Pflege von Textilien und Wäsche.
Ein zweiter Schwerpunkt ist die Betreuung: Hauswirtschafter unterstützen Menschen im Alltag, gehen auf individuelle Bedürfnisse ein und tragen zu einer angenehmen Wohn- und Lebensumgebung bei. Mit der 2020 überarbeiteten Ausbildungsordnung haben die betreuenden, aktivierenden und fördernden Tätigkeiten sowie Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung an Gewicht gewonnen.
Wo Hauswirtschafter arbeiten
Das Arbeitsumfeld ist breit gefächert und liegt vielfach im Sozial- und Gesundheitswesen. Typische Einsatzorte sind Einrichtungen der Alten-, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten. Ebenso arbeiten Hauswirtschafter in privaten und in Großhaushalten, in Hotellerie und Gastronomie, in der Gemeinschaftsverpflegung sowie in land- und hauswirtschaftlichen Betrieben. Zu den Arbeitsräumen zählen vor allem Küche, Speisesaal, Hauswirtschaftsräume sowie Aufenthalts- und Wohnbereiche.
Die Ausbildung zum Hauswirtschafter
Hauswirtschafter ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die Ausbildung dauert drei Jahre und lässt sich auf zwei Wegen absolvieren: dual im Ausbildungsbetrieb mit begleitendem Berufsschulunterricht oder schulisch an einer Berufsfachschule, bei der der praktische Teil über Praktika und Übungen etwa in der Lehrküche abgedeckt wird.
Inhaltlich lernen die Auszubildenden hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen, den Umgang mit Lebensmitteln und Textilien, Hygiene, Arbeitsschutz und Unfallverhütung sowie kaufmännisch-organisatorische Grundlagen wie Einkauf, Dienstleistung und Vermarktung. Auch die Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag gehören dazu. Eine Zwischenprüfung findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt, am Ende steht die Abschlussprüfung.
Eine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung ist rechtlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis stellen die Betriebe überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit Hauptschulabschluss ein. Wer die Ausbildung erfolgreich abschließt, trägt die Berufsbezeichnung Hauswirtschafter beziehungsweise Hauswirtschafterin.
Häufig gestellte Fragen
Welche Voraussetzungen braucht man für die Ausbildung zum Hauswirtschafter?
Rechtlich ist keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung vorgeschrieben. In der Praxis werden überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit Hauptschulabschluss eingestellt. Wichtig sind zudem Sorgfalt, Organisationstalent und Freude am Umgang mit Menschen.
Wie lange dauert die Ausbildung und läuft sie dual oder schulisch?
Die Ausbildung dauert drei Jahre. Sie kann dual im Ausbildungsbetrieb mit Berufsschule oder schulisch an einer Berufsfachschule absolviert werden; unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich.
Welche Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?
Nach einiger Berufserfahrung stehen Fortbildungen wie Meister/in der Hauswirtschaft, Hauswirtschaftliche/r Betriebsleiter/in oder Fachhauswirtschafter/in offen. Der Meisterabschluss ist im Deutschen Qualifikationsrahmen auf Niveau 6 eingestuft und damit einem Bachelor gleichwertig; mit Hochschulzugangsberechtigung ist auch ein Studium, etwa der Ökotrophologie, möglich.
Wo können Hauswirtschafter arbeiten?
Einsatzorte sind unter anderem Pflege- und Senioreneinrichtungen, Kinder- und Jugendhilfe, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten, private und Großhaushalte, Hotellerie und Gastronomie sowie land- und hauswirtschaftliche Betriebe.












