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Piloten und Flugbegleiter sind die bekanntesten Berufe der Luftfahrt – ohne qualifiziertes technisches Personal am Boden hebt jedoch kein Flugzeug sicher ab. Fluggerätmechaniker warten Flugzeuge, montieren Triebwerke und fertigen zahlreiche weitere Bauteile von Luftfahrzeugen. Weil technischer Nachwuchs in der Branche gefragt ist, sind die beruflichen Aussichten gut.
Ausbildung als Fluggerätmechaniker
Die Zahl der Ausbildungsbetriebe ist überschaubar, die Aussichten auf einen Ausbildungsplatz sind aber gut. Technische Berufe wie Fluggerätmechaniker oder Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme machen bei vielen Luftfahrtunternehmen einen großen Teil der angebotenen Ausbildungsplätze aus.
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen die Betriebe überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss ein; gute Noten in Mathematik, Physik und Englisch sind von Vorteil. Die Ausbildung ist dual aufgebaut und dauert dreieinhalb Jahre.
Nach gemeinsamen Grundlagen spezialisieren sich die Auszubildenden auf eine von drei Fachrichtungen:
- Fertigungstechnik
- Instandhaltungstechnik
- Triebwerkstechnik
Je nach Fachrichtung unterscheidet sich der Arbeitsalltag. Die folgende Übersicht fasst die typischen Aufgaben zusammen:
| Fachrichtung | Aufgabengebiet |
|---|---|
| Fertigungstechnik | |
| Instandhaltungstechnik |
|
| Triebwerkstechnik |
|
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
Nach der Ausbildung stehen mehrere Wege offen: ein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik, die Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker der Luftfahrttechnik oder eine Spezialisierung auf bestimmte Flugzeugmuster. Wer sich für die Qualitäts-, Sicherheits- und Funktionskontrolle interessiert, kann sich zum Prüfer weiterbilden.
Eine zentrale Rolle spielt die EASA-Part-66-Ausbildung. Mit den Lizenzkategorien A, B1, B2 und C zählt man zum freigabeberechtigten Personal und darf – je nach Kategorie und Umfang – nach Instandhaltungsarbeiten die technische Freigabe erteilen, ein Luftfahrzeug also als lufttüchtig bescheinigen.
Bei der Stellensuche helfen branchenspezifische Jobnetzwerke und Portale der Luftfahrt, die Angebote verschiedener Unternehmen bündeln.
Mit ausreichender Berufserfahrung ist der Aufstieg zur Meisterin oder zum Meister möglich. Die Fortbildung zum Geprüften Industriemeister der Fachrichtung Luftfahrttechnik (IHK) liegt auf Bachelor-Niveau (DQR 6) und qualifiziert für Organisations- und Führungsaufgaben, etwa die Überwachung von Montage- und Produktionsprozessen. Sie lässt sich in Voll- oder Teilzeit sowie im Fernunterricht absolvieren und setzt einschlägige Berufspraxis voraus. Erfahrene Fluggerätmechaniker, die den Nachwuchs ausbilden möchten, können zusätzlich die Ausbildereignungsprüfung ablegen.
Der Beruf gilt als anspruchsvoller Hochtechnologie-Beruf. Auch wenn viele Arbeitsschritte zunehmend automatisiert werden, bleiben die Aussichten auf eine Stelle nach dem Abschluss gut. Wie hoch der Verdienst ausfällt, hängt von Qualifikation, Berufserfahrung, Region und Arbeitgeber ab; einen neutralen Anhaltspunkt bietet der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.
Häufig gestellte Fragen
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Ausbildung als Fluggerätmechaniker?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen die Betriebe überwiegend Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss ein; gute Leistungen in Mathematik, Physik und Englisch sind von Vorteil.
Wie lange dauert die Ausbildung und welche Fachrichtungen gibt es?
Die duale Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Es gibt drei Fachrichtungen: Fertigungstechnik, Instandhaltungstechnik und Triebwerkstechnik.
Was bedeutet die EASA-Part-66-Lizenz und wozu brauche ich sie?
Die EASA-Part-66-Lizenz weist freigabeberechtigtes Personal aus. Mit den Kategorien A, B1, B2 und C darf man – je nach Umfang – nach Instandhaltungsarbeiten eine Freigabebescheinigung ausstellen, ein Luftfahrzeug also als lufttüchtig bescheinigen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?
Möglich sind unter anderem die Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker der Luftfahrttechnik, der Geprüfte Industriemeister der Fachrichtung Luftfahrttechnik (IHK) auf Bachelor-Niveau sowie ein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik.













