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Der MBA – ausgeschrieben „Master of Business Administration“ – ist ein international ausgerichteter, generalistischer Managementabschluss. Anders als ein Fachmaster vermittelt er breites betriebswirtschaftliches Führungswissen und richtet sich an Berufstätige, die eine leitende Position anstreben. Gerade deshalb lässt er sich in vielen Fällen berufsbegleitend, also neben dem Beruf, erwerben.
Der Unterschied zwischen klassischem Master und MBA
Der klassische Master ist ein konsekutiver Studiengang: Er baut inhaltlich auf ein vorangegangenes Studium auf, ist forschungsorientiert und vertieft ein Fachgebiet. Wer ihn wählt, spezialisiert sich – etwa für eine Expertenlaufbahn oder eine anschließende Promotion – und bringt oft noch keine Berufserfahrung mit.
Der MBA ist dagegen ein weiterbildender Studiengang. Er macht aus Fachkräften keine Spezialisten, sondern Generalisten mit Managementkompetenz. Neben betriebswirtschaftlichem und analytischem Wissen stehen Führungsthemen im Vordergrund, etwa Verhandlungstechniken und interkulturelle Kompetenz. Rechtlich stehen beide Wege auf derselben Stufe: Konsekutive und weiterbildende Masterabschlüsse führen laut Studienakkreditierungsverordnung „zu dem gleichen Qualifikationsniveau und zu denselben Berechtigungen“.
Voraussetzungen für ein MBA-Studium
Als weiterbildender Studiengang setzt der MBA zwei Dinge voraus: einen ersten Hochschulabschluss und einschlägige Berufserfahrung. Die Studienakkreditierungsverordnung verlangt für weiterbildende Masterstudiengänge „qualifizierte berufspraktische Erfahrung“ von in der Regel mindestens einem Jahr; viele Programme fordern in der Praxis mehr. Bis zum Masterabschluss werden – das vorangehende Studium eingerechnet – insgesamt 300 ECTS-Leistungspunkte benötigt. Wer einen Bachelor mit 180 ECTS mitbringt, kann die fehlenden Punkte je nach Hochschule teils über Berufserfahrung ausgleichen. Weil MBA-Programme international ausgelegt sind, verlangen viele zusätzlich einen Englischnachweis (etwa TOEFL oder IELTS) und mitunter den GMAT – die genauen Bedingungen legt jede Hochschule selbst fest.
Kann der MBA berufsbegleitend erworben werden?
Ja. Der Master of Business Administration wird in verschiedenen Formen angeboten – in Vollzeit, in Teilzeit, berufsbegleitend oder als Fernstudium. Wer berufsbegleitend studiert, übt seinen Beruf weiter aus und besucht die Lehrveranstaltungen abends, an Wochenenden oder in Blockseminaren. Beim Fernstudium entfällt die regelmäßige Präsenz weitgehend: Der Stoff wird eigenständig erarbeitet, und meist finden nur die Prüfungen an einem zentralen Ort statt. Die Dauer hängt von Hochschule und Studienmodell ab und liegt berufsbegleitend meist bei etwa zwei bis vier Semestern, teils auch darüber.
Auf die Akkreditierung achten
Die Qualität von MBA-Programmen ist sehr unterschiedlich. Ein verlässliches Merkmal ist die Akkreditierung durch eine anerkannte Agentur wie die FIBAA, die auf wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge spezialisiert, Mitglied im europäischen Verbund ENQA und im Register EQAR eingetragen ist. Ein akkreditiertes, thematisch passendes Programm – etwa mit Schwerpunkt Controlling oder IT-Management – ist am Ende mehr wert als ein möglichst bekannt klingender Titel.
Häufig gestellte Fragen
Welche Voraussetzungen muss ich für ein MBA-Studium erfüllen?
In der Regel einen ersten Hochschulabschluss und Berufserfahrung. Für weiterbildende Masterstudiengänge, zu denen der MBA zählt, schreibt die Studienakkreditierungsverordnung berufspraktische Erfahrung von in der Regel mindestens einem Jahr vor. Viele Programme verlangen mehr sowie Englischkenntnisse und teils den GMAT.
Wie lange dauert ein berufsbegleitender MBA?
Das hängt von Hochschule und Studienmodell ab. Berufsbegleitende Programme dauern meist rund zwei bis vier Semester, einzelne Angebote sind kürzer oder erstrecken sich über mehrere Jahre. Maßgeblich ist die Studien- und Prüfungsordnung des jeweiligen Anbieters.
Was ist der Unterschied zwischen einem klassischen Master und einem MBA?
Der klassische Master ist konsekutiv und forschungsorientiert; er vertieft ein Fach und führt zum Spezialisten. Der MBA ist ein weiterbildender, generalistischer Managementabschluss für Berufserfahrene. Beide führen zum gleichen Qualifikationsniveau und zu denselben Berechtigungen.
Kann man einen MBA neben dem Beruf oder im Fernstudium machen?
Ja. MBA-Programme gibt es in Teilzeit, berufsbegleitend (Abend-, Wochenend- oder Blockveranstaltungen) und als Fernstudium mit weitgehend selbstständigem Lernen und zentralen Prüfungen.
Was kostet ein MBA-Studium?
Die Studiengebühren unterscheiden sich je nach Hochschule und Programm erheblich und werden pro Studiengang ausgeschrieben. Ein Blick in die Kostenübersicht der jeweiligen Hochschule sowie auf Finanzierungswege wie Arbeitgeberbeteiligung, Stipendien oder Bildungskredit lohnt sich vor der Entscheidung.
Weiterführende Informationen
Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz – berufsbegleitend studieren