Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice

Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice
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Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice liefern Möbel und Küchen aus, bauen sie beim Kunden auf und schließen Geräte an. Herd anschließen, Möbel montieren, Kisten verladen: Das ist der Alltag dieses handwerklich geprägten Ausbildungsberufs.

Aufgaben und Ausbildungsalltag

Ein Arbeitstag beginnt häufig im Lager. Dort werden die Lieferungen für die Tagestour kommissioniert und so verladen, dass die zuerst benötigte Ware auf der Route auch als Erstes wieder herauskommt. Passgenauigkeit, Sorgfalt und eine fachgerechte Ladungssicherung sind dabei entscheidend.

Beim Kunden bauen die Fachkräfte die Einrichtung auf, montieren Möbel- und Küchenteile und nehmen elektrische Geräte in Betrieb. Auch Anschlussarbeiten an Wasser-, Abwasser- und Lüftungsleitungen gehören dazu. Handwerkliches Geschick und genaues Arbeiten sind der Schlüssel für diesen Beruf.

Ablauf und Arbeitgeber

Die Ausbildung dauert drei Jahre und verläuft dual: Sie findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Grundlage ist die Ausbildungsordnung von 2011; ausgebildet wird im Bereich Industrie und Handel (IHK). In der Berufsschule geht es um Fachwissen zu Möbelmontage, Warenkommissionierung, Transport und Sicherheitsvorschriften, im Betrieb wird das Gelernte direkt in die Praxis umgesetzt.

Typische Arbeitgeber sind Möbelhersteller, Einrichtungshäuser, Küchenhändler, Speditionen, Umzugs- und Logistikunternehmen. Der Beruf passt zu körperlich fitten Menschen, die gern anpacken und freundlich mit Kunden umgehen.

Schaubild: Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice

Voraussetzungen

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen die meisten Betriebe Bewerberinnen und Bewerber mit Hauptschulabschluss ein. Wichtiger als Noten sind körperliche Belastbarkeit, technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und ein freundlicher Umgang mit Kunden.

Weiterbildung und Karriere

Nach der Abschlussprüfung stehen mehrere Wege offen. Kurse in Service und Kundenberatung, ein Staplerführerschein oder Lkw-Führerschein sowie Weiterbildungen in Montage, Holzschutz und Elektroinstallationstechnik erweitern das Profil.

Wer die kaufmännische Seite vertiefen möchte, kann sich zum staatlich geprüften Betriebswirt der Fachrichtung Möbelhandel weiterbilden — eine Aufstiegsfortbildung, die auf Aufgaben in der mittleren Führungsebene vorbereitet. Auch der Meister für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice ist möglich. In diesen Positionen arbeitet man stärker koordinierend im Büro, statt selbst mit anzupacken.

Mit passendem Schulabschluss lässt sich nach der Ausbildung auch ein Studium im Bereich Ingenieurwesen beginnen, etwa in Holztechnik.

Wer lieber sein eigener Chef wird, kann ein eigenes Umzugsunternehmen gründen. Das erfordert Kapital, Eigenverantwortung und betriebswirtschaftliches Wissen, bietet aber viel Gestaltungsspielraum — besonders für alle, die sich zuvor kaufmännisch weitergebildet haben.

Weblinks zum Thema

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zur Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und verläuft dual — im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf im Bereich Industrie und Handel (IHK).

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben; die meisten Betriebe erwarten mindestens einen Hauptschulabschluss. Wichtig sind körperliche Fitness, handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und Freundlichkeit im Kundenkontakt.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?

Möglich sind unter anderem der Meister für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice und der staatlich geprüfte Betriebswirt der Fachrichtung Möbelhandel. Mit passendem Schulabschluss kommt auch ein Studium infrage, etwa in Holztechnik.

Wo arbeiten Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice?

Vor allem im Möbel- und Küchenhandel und in Einrichtungshäusern sowie bei Möbelspeditionen, Umzugs- und Logistikunternehmen.