Elektroinstallateur: Aufgaben, Ausbildung und der heutige Beruf

Elektroinstallateur bei der Verkabelung eines Schaltschranks
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Ein Elektroinstallateur baut elektrische Anlagen ein, nimmt sie in Betrieb, wartet sie und setzt sie bei Störungen wieder instand. Gearbeitet wird in privaten Wohnhäusern ebenso wie in gewerblichen und industriellen Gebäuden. Weil an stromführenden Anlagen gearbeitet wird, steht die Sicherheit von Kundinnen, Kunden und Nutzern bei jedem Arbeitsschritt an erster Stelle.

Zum Beruf gehört mehr als das reine Handwerk: Elektroinstallateure beschaffen das benötigte Material, planen den Ablauf der Arbeiten und beraten ihre Kundschaft zu Installationen, Anschlüssen und technischen Möglichkeiten.

Elektroinstallateur oder Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik?

„Elektroinstallateur“ ist die traditionelle Berufsbezeichnung. Mit der Neuordnung der Elektro-Handwerksberufe im Jahr 2003 wurde der Beruf grundlegend überarbeitet; seit dem 1. August 2005 wird nicht mehr zum Elektroinstallateur ausgebildet. Wer heute Installationsarbeiten an der Energieversorgung und der Gebäudetechnik erlernen möchte, absolviert die Ausbildung zum Elektroniker beziehungsweise zur Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik – dem direkten Nachfolgeberuf. Er ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.

Ausbildung zum Elektroinstallateur

Die Ausbildung ist dual aufgebaut: Sie findet parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt und dauert dreieinhalb Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Bereits im ersten Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden, Materialien und Werkzeuge zu disponieren. Danach rückt die berufliche Fachbildung in den Mittelpunkt – unter anderem die Mess- und Regeltechnik, mit der sich Störungen systematisch analysieren und beheben lassen. Hinzu kommen das Installieren, Anschließen und Prüfen von Anlagen der Energieversorgung sowie von Beleuchtungs-, Schutz- und Gebäudetechnik.

Abgeschlossen wird die Ausbildung mit der gestreckten Gesellenprüfung: Teil 1 wird im vierten Ausbildungshalbjahr abgelegt, Teil 2 am Ende der Ausbildung.

Schaubild: Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik

Häufig gestellte Fragen

Wie heißt der Beruf Elektroinstallateur heute?

Seit der Neuordnung der Elektro-Handwerksberufe 2003 wird nicht mehr zum Elektroinstallateur ausgebildet – seit dem 1. August 2005 ist diese Ausbildung nicht mehr möglich. Der direkte Nachfolgeberuf für Installationsarbeiten an Gebäuden ist der Elektroniker beziehungsweise die Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die duale Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, also 42 Monate, und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Bei guten Leistungen kann sie verkürzt werden.

Welche Voraussetzungen braucht man für die Ausbildung?

Rechtlich ist keine bestimmte schulische Vorbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen die Betriebe überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Wichtig sind Interesse an Technik, solide Kenntnisse in Mathematik und Physik sowie Sorgfalt und handwerkliches Geschick.

Wie ist die Abschlussprüfung aufgebaut?

Die Ausbildung endet mit einer gestreckten Gesellenprüfung in zwei Teilen: Teil 1 im vierten Ausbildungshalbjahr, Teil 2 am Ende der Ausbildung. Beide Teile gehen in das Gesamtergebnis ein.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Nach der Ausbildung führen mehrere Wege weiter: die Meisterprüfung im Elektrotechniker-Handwerk, die Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik oder – mit entsprechender Hochschulzugangsberechtigung – ein Studium, etwa der Elektrotechnik. Auch Spezialisierungen, zum Beispiel in der Gebäudeautomation oder bei erneuerbaren Energien, sind möglich.