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Fachlageristen und Fachlageristinnen nehmen Waren an, lagern sie sachgerecht und stellen Lieferungen für den Versand zusammen. Sie sorgen dafür, dass Güter im Betrieb an der richtigen Stelle ankommen und der Überblick über den Lagerbestand erhalten bleibt.
Aufgaben eines Fachlageristen
Die Hauptaufgabe besteht in der Annahme, Kontrolle und Einlagerung von Waren aller Art. Angelieferte Güter werden auf Menge und Zustand geprüft, fachgerecht eingelagert und innerhalb des Betriebs weitergeleitet. Für den Versand stellt der Fachlagerist Lieferungen zusammen, verpackt sie und kennzeichnet sie. Damit auch bei großen Beständen nichts verloren geht, arbeitet er mit Lagerverwaltungs- und Logistiksoftware, die Warenein- und -ausgänge dokumentiert.
Anforderungen und Arbeitsbedingungen
Transport, Lagerung und Verpackung von Gütern verlangen sorgfältiges, konzentriertes Arbeiten und eine gute körperliche Konstitution. Fachlageristen bedienen Fördergeräte wie den Gabelstapler und müssen dabei sicher und umsichtig vorgehen. Auch Arbeitssicherheit und Umweltschutz gehören zum Alltag – etwa beim ordnungsgemäßen Umgang mit Verpackungsmaterial und dessen Entsorgung. Häufig wird in Lagerhallen gearbeitet, teils bei Kälte oder im Freien.
Ausbildung zum Fachlageristen
Die Ausbildung zum Fachlageristen ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf. Sie dauert zwei Jahre, ist bundesweit einheitlich geregelt und findet abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich vom 26. Juli 2004. Einen bestimmten Schulabschluss schreibt die Ausbildungsordnung nicht vor; in der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit Hauptschulabschluss ein.
Am Ende steht die Abschlussprüfung. Sie besteht aus praktischen Arbeitsaufgaben sowie schriftlichen Prüfungsbereichen zu Lagerprozessen, Güterbewegung und Wirtschafts- und Sozialkunde.
Weiterbildung und Berufsaussichten
Nach der bestandenen Abschlussprüfung können Fachlageristen ihre Ausbildung im dritten Jahr zur Fachkraft für Lagerlogistik fortsetzen. Beide Berufe sind in derselben Ausbildungsordnung geregelt, sodass der Übergang nahtlos möglich ist. Darüber hinaus gibt es Aufstiegsfortbildungen im Lager- und Logistikbereich, etwa zum geprüften Logistikmeister. Fachlageristen werden in nahezu allen Wirtschaftsbereichen gebraucht, vor allem in Industrie- und Handelsbetrieben sowie bei Speditionen – von der Lebensmittelbranche bis zum Fahrzeugbau.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Fachlageristen?
Die duale Ausbildung dauert zwei Jahre und findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.
Welche Voraussetzungen braucht man für die Ausbildung zum Fachlageristen?
Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit Hauptschulabschluss ein. Wichtig sind außerdem körperliche Belastbarkeit, Sorgfalt und Zuverlässigkeit.
Worin unterscheidet sich der Fachlagerist von der Fachkraft für Lagerlogistik?
Der Fachlagerist ist ein zweijähriger Ausbildungsberuf. Die Fachkraft für Lagerlogistik dauert drei Jahre und übernimmt zusätzlich stärker planende und organisierende Aufgaben. Wer die Ausbildung zum Fachlageristen abgeschlossen hat, kann im dritten Jahr direkt zur Fachkraft für Lagerlogistik weitermachen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung zum Fachlageristen?
Naheliegend ist die Fortsetzung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Darüber hinaus sind Aufstiegsfortbildungen im Bereich Lager und Logistik möglich, zum Beispiel zum geprüften Logistikmeister.












