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Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer begleiten Kinder in ihren ersten Schuljahren. Sie legen die Grundlagen im Lesen, Schreiben und Rechnen, führen an selbstständiges Lernen heran und haben zugleich einen wichtigen erzieherischen Auftrag. Dieser Beitrag fasst zusammen, was den Beruf ausmacht und wie der Weg zum Grundschullehrer verläuft.
Grundschullehrer unterrichten Kinder etwa im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Wie lange die Grundschule dauert, hängt vom Bundesland ab: In den meisten Ländern umfasst sie vier Jahrgangsstufen, in Berlin und Brandenburg dagegen sechs (Klassen 1 bis 6).
Der Unterricht hat sich vom reinen Frontalunterricht hin zu projekt- und handlungsorientierten Formen entwickelt; auch fächerübergreifendes Lernen gewinnt an Bedeutung. Neben der fachlichen Vermittlung geht es darum, soziale Kompetenzen und Werte wie Rücksichtnahme und Toleranz zu fördern – gerade in heterogenen Klassen.
Ausbildung und Studium zum Grundschullehrer
Der Weg in den Beruf ist zweiphasig. In der ersten Phase steht das Studium an einer Universität oder Pädagogischen Hochschule. Studiert wird die Grundschulpädagogik zusammen mit weiteren Fächern und deren Didaktik. Je nach Bundesland schließt diese Phase mit der Ersten Staatsprüfung oder – im gestuften System – mit einem Bachelor und darauf aufbauendem Master of Education ab. In beiden Modellen dauert das Studium in der Regel rund fünf Jahre.
Die zweite Phase ist der Vorbereitungsdienst (Referendariat) an einer Schule. Er ist je nach Bundesland unterschiedlich lang – meist etwa ein bis zwei Jahre – und endet mit dem Zweiten Staatsexamen. Erst dieser Abschluss berechtigt dazu, eigenverantwortlich als Grundschullehrkraft zu arbeiten. Während des Referendariats sind angehende Lehrkräfte Beamte auf Widerruf.
Voraussetzungen für das Grundschullehramt
Voraussetzung für das Studium ist eine Hochschulzugangsberechtigung, in der Regel das Abitur (allgemeine Hochschulreife). Je nach Hochschule und Land können ein Numerus clausus, eine bestimmte Fächerkombination – häufig mit Deutsch und/oder Mathematik – oder Eignungsprüfungen (etwa in Musik oder Sport) hinzukommen. Die genauen Regelungen legen die Länder und Hochschulen fest.
Verbeamtung als Grundschullehrer
In den meisten Bundesländern werden Grundschullehrkräfte nach bestandenem Zweiten Staatsexamen verbeamtet, sofern sie die landesrechtlichen Voraussetzungen erfüllen. Berlin hatte die Verbeamtung lange ausgesetzt und sie zum Schuljahr 2022/2023 als letztes Bundesland wieder eingeführt. Ob und unter welchen Bedingungen eine Verbeamtung möglich ist, richtet sich nach dem jeweiligen Landesrecht.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Grundschullehrer?
Der Weg ist zweiphasig: Auf das Studium (in der Regel rund fünf Jahre, mit Erster Staatsprüfung oder Bachelor und Master) folgt der Vorbereitungsdienst von meist ein bis zwei Jahren, der mit dem Zweiten Staatsexamen endet.
Welche Voraussetzungen braucht man für ein Grundschullehramtsstudium?
Erforderlich ist eine Hochschulzugangsberechtigung, meist das Abitur. Je nach Land und Hochschule kommen ein Numerus clausus, eine vorgegebene Fächerkombination oder Eignungsprüfungen hinzu.
Ist eine Verbeamtung als Grundschullehrer möglich?
Ja. In den meisten Bundesländern werden Lehrkräfte nach dem Zweiten Staatsexamen verbeamtet, wenn die landesrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Berlin führte die Verbeamtung zum Schuljahr 2022/2023 wieder ein.
Wie lange dauert die Grundschule in Deutschland?
In den meisten Bundesländern vier Jahre. In Berlin und Brandenburg umfasst die Grundschule sechs Jahre (Klassen 1 bis 6).
Weiterführende Informationen
- Lehrkraft werden in NRW (Schulministerium NRW)
- BERUFENET: Lehrer/in an Grundschulen (Bundesagentur für Arbeit)













