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Logopäden behandeln Menschen jeden Alters, die aus unterschiedlichen Gründen Probleme mit dem Sprechen, der Stimme oder dem Schlucken haben. Auf ärztliche Verordnung hin erstellen sie individuelle Therapiepläne und führen die Behandlungen selbst durch.
Was macht ein Logopäde?
Das Arbeitsfeld umfasst Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen. Ein Logopäde kann zum Beispiel einen Schlaganfallpatienten dabei begleiten, seine Sprech- und Kommunikationsfähigkeit wiederzuerlangen, oder mit Kindern an einer Aussprachestörung arbeiten. Die Therapie erfolgt in enger Abstimmung mit Ärztinnen und Ärzten, die die logopädische Behandlung als Heilmittel verordnen.
Arbeitsplätze finden sich vor allem in logopädischen Praxen, Krankenhäusern und Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation, außerdem in sozialpädiatrischen Zentren, Frühförderstellen sowie in Kindergärten und Schulen.
Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Geduld, Einfühlungsvermögen und zugleich Durchsetzungsfähigkeit helfen dabei, Patientinnen und Patienten über eine oft längere Therapie hinweg zu motivieren. Hinzu kommen körperliche Voraussetzungen: Wer Sprache und Stimme selbst als Werkzeug einsetzt, sollte ein gesundes Gehör und eine belastbare Stimme mitbringen. Für den Zugang zur Ausbildung ist zudem ein Nachweis der gesundheitlichen Eignung üblich.
Ausbildung zum Logopäden: Fachschule oder Studium
Der Beruf lässt sich mit und ohne Hochschulabschluss erlernen. Klassisch ist die dreijährige schulische Ausbildung in Vollzeit an einer Berufsfachschule für Logopädie. Sie gliedert sich in theoretischen und praktischen Unterricht sowie eine praktische Ausbildung und endet mit einer staatlichen Prüfung aus schriftlichem, mündlichem und praktischem Teil. Zugang haben in der Regel Bewerber mit mittlerem Schulabschluss; auch ein Hauptschulabschluss in Kombination mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung kann genügen.
Rechtliche Grundlage sind das Gesetz über den Beruf des Logopäden von 1980 und die zugehörige Ausbildungs- und Prüfungsordnung (LogAPrO); „Logopädin“ und „Logopäde“ sind geschützte Berufsbezeichnungen. Alternativ bieten mehrere Hochschulen ein Bachelor-Studium der Logopädie an, das Praktika einschließt und mit einer Bachelor-Arbeit abschließt. In beiden Wegen stehen medizinische, psychologische und sprachwissenschaftliche Inhalte im Mittelpunkt.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Logopäden?
Die schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule für Logopädie dauert in Vollzeit drei Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab.
Braucht man ein Studium oder reicht eine Ausbildung?
Beide Wege führen in den Beruf. Für die Berufsausübung genügt die dreijährige schulische Ausbildung; ein Bachelor-Studium der Logopädie ist eine mögliche Alternative.
Welche Voraussetzungen muss man erfüllen?
In der Regel wird ein mittlerer Schulabschluss vorausgesetzt, alternativ ein Hauptschulabschluss mit mindestens zweijähriger Berufsausbildung. Hinzu kommen die gesundheitliche Eignung sowie ein gesundes Gehör und eine belastbare Stimme.
Wo arbeiten Logopäden?
Typische Einsatzorte sind logopädische Praxen, Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen, sozialpädiatrische Zentren und Frühförderstellen sowie Kindergärten und Schulen.













