Happiness Trainer – Berufsbild, Ausbildung und Aufgaben

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Berufsbild Happiness Trainer

Ein Happiness Trainer begleitet Menschen, die zufriedener und ausgeglichener leben möchten. Grundlage ist die positive Psychologie: Sie untersucht, was Menschen stärkt, statt sich auf Defizite und Störungen zu konzentrieren. Der Trainer gibt seinen Klienten Methoden zur Selbsthilfe an die Hand, mit denen sie Wohlbefinden, Resilienz und Lebensfreude gezielt aufbauen.

Im Mittelpunkt stehen Ressourcen wie Optimismus, Vertrauen und persönliche Stärken. Die positive Psychologie geht davon aus, dass Menschen ihre Einstellungen und Verhaltensweisen selbst beeinflussen können. Schwächen werden dabei nicht ausgeblendet, aber der Fokus liegt darauf, vorhandene Stärken auszubauen, um den Anforderungen des Alltags widerstandsfähiger zu begegnen.

Viele Menschen leiden unter Stress, Erschöpfung oder depressiven Verstimmungen. In Unternehmen zeigt sich das in hohem Krankenstand und wachsender Fluktuation. Beschäftigte brauchen mehr Resilienz, eine bessere Selbstorganisation und eine klarere Kommunikation mit sich selbst und anderen. Der Happiness Trainer setzt hier an und beschränkt sich dabei nicht nur auf psychologische Themen.

Häufige Lehrgebiete sind unter anderem:

  • Grundlagen und Forschung der positiven Psychologie
  • Achtsamkeit und Meditation
  • fernöstliche Philosophien
  • Bewegung, Yoga und gesunde Ernährung

Die eigenen Stärken erkennen und ausbauen

Happiness Trainer helfen ihren Klienten, eigene Stärken zu erkennen und neue Kraftquellen zu nutzen. Der Grundgedanke: Glück ist bis zu einem gewissen Grad trainierbar, weil Menschen selbst Einfluss auf ihr Leben nehmen können. Dazu setzt der Trainer verschiedene Interventionstechniken und Übungen ein und gibt Entscheidungshilfen.

Die Lehrgänge richten sich an alle, die im Präventions-, Wellness- oder Gesundheitsbereich tätig werden möchten. Auch Menschen in medizinischen, therapeutischen oder beratenden Berufen nutzen sie, um einen zusätzlichen Blickwinkel zu gewinnen. Die Inhalte reichen von psychologischen und philosophischen Fragen über neurobiologische Grundlagen bis hin zur Ernährung, die in der Glücksforschung einen festen Platz hat.

Die Teilnehmer lernen, wertfrei, achtsam und empathisch zu arbeiten und ihren Klienten Wege zu einem zufriedeneren Leben aufzuzeigen. Das geschieht meist im Einzelcoaching, online oder vor Ort. Der Ablauf ist nicht starr festgelegt, sondern lässt Spielraum für den einzelnen Menschen.

Coaching statt Therapie

Happiness Training ist ausdrücklich keine Psychotherapie. Es richtet sich an gesunde Menschen, die ihre Persönlichkeit stärken wollen, und behandelt keine psychischen Erkrankungen. Die Behandlung von Krankheiten ist in Deutschland approbierten Psychotherapeuten, Ärzten oder Heilpraktikern für Psychotherapie vorbehalten. Wer über das Coaching hinausgehen möchte, kann sich in diese Richtung weiterqualifizieren, etwa als psychologischer Berater oder Heilpraktiker für Psychotherapie.

Schaubild: Happiness Trainer

Ein typischer Lehrplan umfasst zum Beispiel:

  • Grundlagen der positiven Psychologie
  • körperliche Faktoren des Glücks
  • Achtsamkeit und Meditation
  • Methoden und Instrumente des Coachings
  • östliche Philosophien
  • Glück aus neurobiologischer Sicht
  • Marketing und Selbstständigkeit als Happiness Trainer

Ausbildung per Seminar, Online- oder Fernunterricht

Die Ausbildung wird von privaten Seminaranbietern, als Fernlehrgang und als Online-Kurs angeboten. Je nach Anbieter dauert ein Lehrgang bis zu einem Jahr und wechselt zwischen Online-, Präsenz- und Webinar-Phasen. Fernlehrgänge haben den Vorteil, dass sich zeit- und ortsunabhängig lernen lässt.

„Happiness Trainer“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung und kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf – die Bezeichnung darf grundsätzlich jeder führen. Seriöse Fernlehrgänge tragen jedoch häufig eine Zulassung der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU); der Lehrgang „Happiness Trainer/in“ ist beispielsweise unter der Zulassungsnummer 7312517 zugelassen. Eine solche ZFU-Zulassung prüft den Fernlehrgang selbst, nicht den Beruf.

Ist ein Anbieter beziehungsweise die Maßnahme nach der AZAV zertifiziert, kommt unter Umständen eine Förderung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters in Betracht.

Berufliche Möglichkeiten

Happiness Trainer arbeiten meist selbstständig – für Unternehmen, Vereine, Volkshochschulen oder Einzelpersonen. Viele Firmen suchen nach Wegen, die Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter zu verbessern; hier kann der Happiness Trainer als Berater unterstützen. Wegen der breiten Ausbildung lässt sich die Tätigkeit gut mit anderen Angeboten aus dem Coaching-, Gesundheits- oder Präventionsbereich kombinieren.

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Häufig gestellte Fragen

Ist die Ausbildung zum Happiness Trainer staatlich anerkannt?

„Happiness Trainer“ ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf und keine geschützte Berufsbezeichnung. Die Weiterbildung wird von privaten Anbietern vergeben. Ein Qualitätsmerkmal ist die Zulassung als Fernlehrgang durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) – diese prüft allerdings den Kurs, nicht den Beruf.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Happiness Trainer?

Das hängt vom Anbieter ab. Fernlehrgänge dauern in der Regel bis zu einem Jahr (der Fernlehrgang der ALH-Akademie etwa zwölf Monate) und kombinieren Selbststudium mit Webinaren oder Präsenzphasen. Die Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter und Format.

Welche Voraussetzungen braucht man für die Ausbildung?

Für die meisten Lehrgänge gibt es keine formalen Zugangsvoraussetzungen. Sie richten sich an alle, die im Präventions-, Wellness-, Gesundheits- oder Beratungsbereich arbeiten oder ihr eigenes Leben bewusster gestalten möchten. Einzelne Anbieter können abweichende Bedingungen stellen.

Worin unterscheidet sich Happiness Training von einer Therapie?

Happiness Training ist Coaching für gesunde Menschen und dient der Persönlichkeitsstärkung. Es behandelt keine psychischen Erkrankungen – das ist approbierten Psychotherapeuten, Ärzten oder Heilpraktikern für Psychotherapie vorbehalten.