Inhaltsverzeichnis

Yoga ist eine ursprünglich aus Indien stammende Lehr- und Übungspraxis, die Körper und Geist gleichermaßen anspricht. Im Mittelpunkt stehen die als Asanas bezeichneten Körperhaltungen und die Atemübungen (Pranayama), ergänzt um meditative Elemente. Regelmäßiges Üben kräftigt die Muskulatur, schult die Körperwahrnehmung und hilft vielen Menschen, im Alltag bewusster zu entspannen.
Die Nachfrage wächst deutlich: Nach einer repräsentativen Studie des Berufsverbands der Yogalehrenden in Deutschland (BDY), erhoben von der GfK, praktizierte 2023 rund jeder fünfte Mensch in Deutschland Yoga – ein klarer Anstieg gegenüber früheren Erhebungen. Für ausgebildete Yoga Trainer und Yoga Lehrer entsteht so ein breites Betätigungsfeld.
Ausbildung zum Yoga Trainer / Lehrer
Die Berufsbezeichnung „Yoga Trainer“ bzw. „Yoga Lehrer“ ist in Deutschland nicht geschützt. Grundsätzlich darf sich also jeder so nennen – einen staatlich geregelten, einheitlichen Ausbildungsweg gibt es nicht. Orientierung bietet der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e. V. (BDY, heute BDYoga), der am 1. Mai 1967 in Berlin gegründet wurde und Qualitätskriterien für Ausbildungen setzt. Unter seinem Dach sind mehrere tausend Yogalehrende organisiert, die nach einheitlichen Standards ausgebildet wurden.
Gemeinsam mit zertifizierten Ausbildungsinstituten bietet der BDY eine berufsbegleitende Ausbildung an, die mit dem Titel „Yogalehrer/in Basic BDY“ abschließt. Sie dauert mindestens zwei Jahre und umfasst mindestens 500 Präsenz-Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten), die mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Unterrichtet wird in kleinen Gruppen, in Intensivwochen und an Wochenendseminaren.
Die Rahmenrichtlinien des BDY legen Fächer, Inhalte und Stundenumfang fest. Zu den Ausbildungsinhalten zählen unter anderem:
- Hatha-Yoga (Praxis der Körperhaltungen und Atemtechniken)
- medizinische bzw. naturwissenschaftliche Grundlagen
- Meditation
- Psychologie
- Pädagogik, Didaktik und Methodik
- Philosophie des Yoga
- Berufskunde
- Unterrichtspraktikum mit supervidierten Lehrproben
Wer tiefer einsteigen möchte, kann die weiterführende Ausbildung zum bzw. zur „Yogalehrer/in BDY/EYU“ anschließen. Sie dauert mindestens vier Jahre, umfasst rund 800 Unterrichtseinheiten und vertieft die Inhalte der Basisausbildung deutlich.
Weiterführende Informationen
Häufig gestellte Fragen
Ist die Berufsbezeichnung Yoga Lehrer in Deutschland geschützt?
Nein. „Yoga Lehrer“ und „Yoga Trainer“ sind keine geschützten Berufsbezeichnungen, und es gibt keinen staatlich geregelten Ausbildungsweg. Grundsätzlich darf daher jede Person Yoga unterrichten. Orientierung bieten Verbände wie der BDY, die eigene Ausbildungs- und Qualitätsstandards festlegen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Yoga Lehrer?
Die Basisausbildung „Yogalehrer/in Basic BDY“ dauert mindestens zwei Jahre und umfasst mindestens 500 Unterrichtseinheiten. Die weiterführende Ausbildung „Yogalehrer/in BDY/EYU“ erstreckt sich über mindestens vier Jahre mit rund 800 Unterrichtseinheiten.
Welche Inhalte umfasst die BDY-Basisausbildung?
Vermittelt werden unter anderem Hatha-Yoga, medizinische Grundlagen, Meditation, Psychologie, Pädagogik, Philosophie und Berufskunde. Hinzu kommt ein Unterrichtspraktikum mit eigenen Lehrproben.
Wer setzt in Deutschland die Qualitätsstandards für Yoga-Ausbildungen?
Da eine staatliche Regelung fehlt, übernehmen Verbände diese Rolle. Der 1967 gegründete BDY ist der älteste und einer der größten Berufsverbände der Yogalehrenden in Deutschland; er definiert Rahmenrichtlinien und erkennt Ausbildungsinstitute an.













