Diätberater: Berufsbild, Ausbildung und Wege in den Beruf

Diätberater
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Das Berufsbild Diätberater

Diätberater unterstützen Menschen, die ihre Ernährung umstellen möchten oder aus gesundheitlichen Gründen umstellen müssen. Gemeinsam mit ihren Klientinnen und Klienten entwickeln sie individuelle Diät- und Ernährungspläne. Dazu klären sie in Gesprächen die bisherigen Gewohnheiten, den Lebensstil und die gesundheitlichen Anliegen und leiten daraus ein passendes Ernährungskonzept ab.

Zu den Ratsuchenden gehören Menschen, die ab- oder zunehmen wollen, ebenso wie Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen – etwa Allergien, Diabetes, Rheuma oder Hauterkrankungen wie Neurodermitis. Den größten Teil der Arbeitszeit nimmt die individuelle Beratung ein; hinzu kommen häufig Vorträge zu Ernährungsthemen und Kochkurse.

Weil jeder Mensch andere Voraussetzungen mitbringt, müssen Diätberater den Ausgangszustand richtig einschätzen. Als Orientierung dienen Kennwerte wie der Körperfettanteil und der Body-Mass-Index. Der BMI ist ein Richtwert dafür, ob Unter-, Normal- oder deutliches Übergewicht vorliegt; das Verhältnis von Muskel- und Fettmasse bildet er allerdings nicht ab. Für eine genauere Einschätzung wird daher zusätzlich der Körperfettanteil herangezogen.

Ausbildung und Wege in den Beruf

„Diätberater“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung – anders als beim Diätassistenten gibt es keine bundeseinheitlich geregelte Ausbildung mit diesem Titel. In den Beruf führen mehrere Wege:

Schaubild: Diätberater
  • Private Weiterbildung oder Lehrgang: der schnellste Weg, meist von privaten Anbietern als Präsenz- oder Fernlehrgang angeboten. Dauer und Umfang variieren je nach Anbieter und danach, ob in Voll- oder Teilzeit gelernt wird.
  • Ausbildung zum Diätassistenten: eine schulische, staatlich anerkannte Ausbildung, die drei Jahre dauert und mit einer staatlichen Prüfung abschließt. Diese Berufsbezeichnung ist gesetzlich geschützt.
  • Studium: ein einschlägiges Bachelorstudium der Ernährungswissenschaften beziehungsweise Ökotrophologie umfasst als Regelstudienzeit meist sechs Semester und schließt mit dem Bachelor of Science ab.

In Ausbildung oder Studium lernt man, den Ernährungszustand sowie den Energie- und Nährstoffbedarf einer Person zu ermitteln und daraus zielgerichtete Diät- und Ernährungspläne abzuleiten. Praktische Inhalte wie Diätetik, Ernährungsberatung sowie Küchen- und Kochtechnik gehören ebenso dazu; die schulische Diätassistenten-Ausbildung verbindet theoretischen und praktischen Unterricht mit einer umfangreichen praktischen Ausbildung. Manche Lehrgänge lassen sich mit Schwerpunkten wie Naturheilkunde kombinieren.

Wo Diätberater arbeiten

Einsatzorte finden sich überall dort, wo Ernährung und Gesundheit zusammenkommen:

  • in Arzt- und Facharztpraxen
  • in Krankenhäusern
  • in Rehabilitations- und Vorsorgekliniken
  • bei Krankenkassen
  • in der selbstständigen Beratung im Gesundheitswesen

Fort- und Weiterbildung

Wer bereits berät, kann sich fachlich weiter qualifizieren – etwa über eine Ausbildung zum Diätassistenten oder ein Studium der Ernährungswissenschaften. Daneben gibt es zahlreiche private Weiterbildungen zum Ernährungsberater, unter anderem zum veganen Ernährungsberater, von Präsenzkursen bis zum Fernlehrgang.

Eine Selbstständigkeit als Ernährungs- oder Gesundheitsberater ist ebenfalls möglich, auch als Franchisenehmer. Berufserfahrung oder eine einschlägige Weiterbildung bilden dafür eine solide Grundlage, sind aber – da die Bezeichnung nicht geschützt ist – keine formale Voraussetzung. Eine anerkannte Qualifikation schafft allerdings Vertrauen bei Klientinnen und Klienten.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Diätberater?

Das hängt vom gewählten Weg ab. Eine private Weiterbildung ist am kürzesten; ihre Dauer legt der jeweilige Anbieter fest (Voll- oder Teilzeit, Präsenz oder Fernlehrgang). Die staatlich anerkannte Ausbildung zum Diätassistenten dauert drei Jahre, ein einschlägiges Bachelorstudium in der Regel sechs Semester.

Ist „Diätberater“ eine geschützte Berufsbezeichnung?

Nein. „Diätberater“ und „Ernährungsberater“ sind nicht geschützt – grundsätzlich darf sich jeder so nennen. Geschützt ist allein die Bezeichnung „Diätassistent“, die eine staatlich anerkannte Ausbildung und eine behördliche Erlaubnis voraussetzt.

Worin unterscheiden sich Diätberater, Diätassistent und Ernährungsberater?

Der Diätassistent ist ein staatlich anerkannter Gesundheitsfachberuf mit gesetzlich geregelter, dreijähriger Ausbildung und arbeitet häufig in Kliniken in der Ernährungstherapie. „Diätberater“ und „Ernährungsberater“ sind dagegen keine geschützten Titel; die Qualifikation lässt sich über sehr unterschiedliche Wege erwerben. In der Berufssystematik der Bundesagentur für Arbeit werden Diätberater und Ernährungsberater als eigene Berufe geführt.

Welche Weiterbildungen sind nach der Diätberater-Tätigkeit möglich?

Möglich sind unter anderem die Ausbildung zum Diätassistenten, ein Studium der Ernährungswissenschaften beziehungsweise Ökotrophologie sowie private Weiterbildungen zum Ernährungsberater oder veganen Ernährungsberater. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit in der Ernährungs- und Gesundheitsberatung ist ein üblicher Entwicklungsweg.

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