Diätassistent: Aufgaben, Ausbildung und Einsatzgebiete

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Diätassistent ist der einzige staatlich geregelte Gesundheitsberuf im Bereich der Ernährung, dessen Berufsbezeichnung gesetzlich geschützt ist. Führen darf sie nur, wer die dreijährige Ausbildung mit der staatlichen Prüfung abgeschlossen hat und die entsprechende Erlaubnis besitzt.

Die meisten angestellten Diätassistenten arbeiten in Akut-Krankenhäusern sowie in Reha-Kliniken und vergleichbaren Kureinrichtungen. Ihre Aufgabe besteht darin, gemeinsam mit Ärzten und Patienten eine zum Krankheitsbild passende Kost zusammenzustellen und dabei individuelle Wünsche zu berücksichtigen. Wer etwa aus religiösen oder ethischen Gründen auf Fleisch verzichtet, teilt dies dem Diätassistenten mit, der die Vorgaben an die Küche der Einrichtung weitergibt.

Für die Behandlung ist wichtig, dass Patienten unfreiwillige Einschränkungen ihres Speiseplans akzeptieren, wenn diese der Genesung dienen. Das Gespräch darüber führt in vielen Kliniken nicht der Arzt, sondern der Diätassistent. In Kur- und Reha-Einrichtungen kochen und backen Diätassistenten zudem gemeinsam mit den Patienten und halten Vorträge über gesunde Ernährung. Diese Kurse sollen dazu anleiten, auch nach der Entlassung auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. In Alten- und Pflegeeinrichtungen übernimmt der Diätassistent eine ähnliche Funktion wie in einer Reha-Klinik – nur ist die Altersgruppe der Klienten homogener.

Tätigkeiten als Diätassistent

Diätassistenten können sich auch mit einer eigenen Praxis für Ernährungsberatung selbstständig machen oder an Volkshochschulen und ähnlichen Einrichtungen Kurse zu Ernährungsfragen geben. Ein weiteres Einsatzfeld sind größere Wellness-Hotels: Dort gilt eine Fachkraft für Ernährungsfragen als Qualitätsmerkmal. Sie plant den Speiseplan gemeinsam mit den Köchen und berät auf Wunsch die Gäste des Hauses.

Ausbildung zum Diätassistenten

Schaubild: Diätassistent

Die Ausbildung zum Diätassistenten dauert drei Jahre, findet an einer staatlich anerkannten Schule statt und ist bundesweit einheitlich geregelt. Insgesamt umfasst sie rund 3.050 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht sowie 1.400 Stunden praktische Ausbildung in Einrichtungen wie Kliniken und Küchen. An vielen Schulen lässt sich begleitend der schulische Teil der Fachhochschulreife erwerben.

Voraussetzung für den Zugang ist die gesundheitliche Eignung für den Beruf sowie ein Realschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung. Auch ein erweiterter Hauptschulabschluss (zehnjährige Schulbildung) oder ein Hauptschulabschluss mit einer abgeschlossenen, mindestens zweijährigen Berufsausbildung berechtigt zur Ausbildung. Manche Schulen setzen zusätzlich ein Vorpraktikum oder eine vorherige Tätigkeit im Gesundheitsbereich voraus.

Das wichtigste und umfangreichste Fach ist die Diätetik; daneben werden unter anderem Ernährungslehre, Krankheitslehre, Gesundheitserziehung sowie Psychologie vermittelt. Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil.

Weiterbildung und Berufsaussichten

Nach der Ausbildung bestehen verschiedene Möglichkeiten der Spezialisierung, etwa in der Ernährungstherapie bei bestimmten Krankheitsbildern oder im Verpflegungs- und Qualitätsmanagement. Zunehmend gibt es auch aufbauende oder ausbildungsbegleitende Studienangebote im Bereich Diätetik und Ernährungstherapie. Fachkräfte für Ernährung werden sowohl im klinischen Umfeld als auch in der ambulanten Beratung gebraucht.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Diätassistenten?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet an einer staatlich anerkannten Schule statt. Sie endet mit einer staatlichen Prüfung, die aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil besteht.

Welche Voraussetzungen brauche ich für die Ausbildung?

Nötig sind die gesundheitliche Eignung für den Beruf und ein Realschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung. Alternativ genügen ein erweiterter Hauptschulabschluss (zehnjährige Schulbildung) oder ein Hauptschulabschluss mit einer abgeschlossenen, mindestens zweijährigen Berufsausbildung.

Ist die Berufsbezeichnung „Diätassistent“ geschützt?

Ja. Die Bezeichnung ist durch das Diätassistentengesetz geschützt und darf nur mit staatlicher Erlaubnis nach bestandener Prüfung geführt werden – anders als etwa die nicht geschützte Bezeichnung „Ernährungsberater“.

Wo arbeiten Diätassistenten?

Vor allem in Krankenhäusern, Reha- und Kureinrichtungen sowie in Alten- und Pflegeeinrichtungen. Weitere Einsatzorte sind Arztpraxen, die eigene Praxis für Ernährungsberatung, Volkshochschulen und Wellness-Hotels.