Maler und Lackierer: Berufsbild, Ausbildung und Weiterbildung

Maler werden
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Berufsbild: Maler und Lackierer

Maler und Lackierer gestalten, schützen und pflegen Oberflächen an Gebäuden – von der Wohnungswand über Fassaden bis zu Holz- und Metallbauteilen. Sie bereiten Untergründe vor, tragen Farben, Lacke und Beschichtungen auf und bringen dekorative oder schützende Oberflächen an. Gearbeitet wird im Innen- wie im Außenbereich, allein oder gemeinsam mit anderen Gewerken auf der Baustelle.

Zu den typischen Aufgaben von Malern und Lackierern gehören:

  • Untergründe vorbereiten: Flächen reinigen, alte Farbe entfernen, Löcher und Risse ausbessern, spachteln und grundieren
  • Farben, Lacke und Beschichtungen mischen, abtönen und auftragen
  • Wand- und Deckenflächen, Fassaden sowie Holz- und Metallteile beschichten
  • dekorative Techniken und Oberflächengestaltungen ausführen
  • Arbeitsbereiche abkleben und abdecken, um angrenzende Flächen zu schützen
  • Material- und Zeitbedarf kalkulieren sowie Kundinnen und Kunden beraten

Ausbildung zum Maler und Lackierer

Wer den Beruf ergreifen will, lernt das Handwerk in der Regel in einer dualen Ausbildung: Die praktische Arbeit findet im Ausbildungsbetrieb statt, die theoretischen Grundlagen vermittelt die Berufsschule. Maler und Lackierer sollten praktisch veranlagt sein, gern mit den Händen arbeiten und auch auf Gerüsten und Leitern sicher sein. Zunehmend kommen digitale Werkzeuge wie rechnergestützte Farbtonsysteme hinzu; für das Berechnen von Material- und Flächenmengen sind grundlegende Rechenkenntnisse nützlich.

Voraussetzungen

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung gesetzlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein; ein höherer Abschluss und gute Noten verbessern tendenziell die Auswahl- und Entwicklungschancen. Wichtig sind außerdem handwerkliches Geschick und körperliche Eignung.

Dauer und Fachrichtungen

Maler und Lackierer ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk. Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Seit der Ausbildungsordnung von 2021 gliedert sich die Ausbildung in fünf Fachrichtungen, für die man sich im Verlauf entscheidet:

  • Gestaltung und Instandhaltung
  • Energieeffizienz- und Gestaltungstechnik
  • Kirchenmalerei und Denkmalpflege
  • Bauten- und Korrosionsschutz
  • Ausbautechnik und Oberflächengestaltung
Schaubild: Maler und Lackierer

Abschluss

Im Lauf der Ausbildung übernehmen die Auszubildenden zunehmend mehr Verantwortung im Betrieb. Am Ende steht die Gesellenprüfung. Wer sie besteht, ist Geselle beziehungsweise Gesellin im Maler- und Lackiererhandwerk und kann in Handwerksbetrieben, im Baugewerbe oder in der Instandhaltung arbeiten.

Nach der Ausbildung: Aufstieg und Selbstständigkeit

Mit Berufserfahrung eröffnen sich verschiedene Wege. Gesellinnen und Gesellen können Verantwortung für Projekte und Teams übernehmen oder sich auf Bereiche wie Denkmalpflege und Restaurierung spezialisieren.

Das Maler- und Lackiererhandwerk ist ein zulassungspflichtiges Handwerk (Anlage A der Handwerksordnung). Wer sich selbstständig machen und einen Betrieb in die Handwerksrolle eintragen lassen will, benötigt daher in der Regel die Meisterprüfung oder eine gleichwertige Qualifikation; unter bestimmten Voraussetzungen ist die Eintragung auch für erfahrene Gesellen möglich (Altgesellenregelung). Für einen eigenen Betrieb sind neben dem handwerklichen Können auch kaufmännische Kenntnisse in Kalkulation, Marketing und Betriebsführung wichtig – ein guter Handwerker ist nicht automatisch ein guter Unternehmer.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten als Maler und Lackierer

Für Spezialisierung und Aufstieg gibt es mehrere anerkannte Wege:

  • Meisterprüfung zum Maler- und Lackierermeister – Grundlage für die selbstständige Ausübung und die Ausbildung eigener Lehrlinge
  • Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Farb- und Lacktechnik oder zum Betriebswirt im Handwerk
  • Zusatzqualifikationen, etwa als Gebäudeenergieberater oder Restaurator im Handwerk
  • fachliche Schwerpunkte in Bereichen wie Raumgestaltung, Bautenschutz, Wärmedämmung oder Trockenbau

Wer die Hochschulreife mitbringt, kann nach der Ausbildung auch ein Studium anschließen – naheliegend sind Fächer wie Restaurierung, Farbtechnik oder Innenarchitektur.

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Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Maler und Lackierer?

Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Die Ausbildung ist dual aufgebaut und findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.

Welchen Schulabschluss braucht man für die Ausbildung?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein; wichtig sind zudem handwerkliches Geschick und körperliche Eignung.

Welche Fachrichtungen gibt es im Maler- und Lackiererhandwerk?

Seit der Ausbildungsordnung von 2021 gibt es fünf Fachrichtungen: Gestaltung und Instandhaltung, Energieeffizienz- und Gestaltungstechnik, Kirchenmalerei und Denkmalpflege, Bauten- und Korrosionsschutz sowie Ausbautechnik und Oberflächengestaltung.

Welche Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Nach der Gesellenprüfung sind unter anderem die Meisterprüfung, die Weiterbildung zum Techniker oder Betriebswirt im Handwerk sowie Zusatzqualifikationen wie Gebäudeenergieberater oder Restaurator möglich. Für die Selbstständigkeit im zulassungspflichtigen Malerhandwerk ist in der Regel der Meistertitel erforderlich.