Lacklaborant

Lacklaborant
Herney @ Pixabay

Berufsbild

Ein Lacklaborant ist an der Entwicklung und Herstellung verschiedener Beschichtungsstoffe und -systeme für unterschiedliche Untergründe, z.B. Kunststoff, Metall oder Holz, beteiligt. Er bereitet im Labor Untersuchungen von Lackproben vor, führt diese durch, dokumentiert Messdaten und wertet die Untersuchungsergebnisse mithilfe des Computers aus. Ein Lacklaborant überwacht und wartet chemisch-technische Apparaturen. Für die Herstellung neuer Beschichtungen wählt er Rohstoffe aus und wiegt diese ein. Er überprüft die Beschaffenheit von Lacken sowie die Haltbarkeit von Beschichtungen und stellt dadurch die Qualität der Produkte sicher. Zu den Aufgaben eines Lacklaboranten zählt auch die Beratung von Kunden. Seine Arbeit findet sowohl im Labor als auch im Büro statt.

Ausbildung

Zu den Grundvoraussetzungen für die Ausbildung zum Lacklaboranten zählen sorgfältiges Arbeiten, Genauigkeit und Aufmerksamkeit beim Durchführen und Beobachten chemischer Versuche, Geschicklichkeit bei der Arbeit mit Proben, ein verantwortungsbewusster Umgang mit Chemikalien und Durchhaltevermögen beim Begleiten umfangreicher Versuchsreihen. Es werden hauptsächlich Bewerber mit Hochschulreife eingestellt.

Regelung der Ausbildung / Ablauf

Die Ausbildung zum Lacklaboranten ist eine staatlich anerkannte Ausbildung in der Industrie. Es handelt sich um eine duale Ausbildung, somit werden die praktischen Inhalte mit theoretischem Berufsschulunterricht kombiniert. In den ersten 1,5 Jahren werden dem Auszubildenden im Betrieb der Umgang mit Arbeitsstoffen, verschiedene Prüfmethoden und Verfahren, das Durchführen analytischer Arbeiten, das Behandeln und Beschichten von Objekten und grundlegende Kenntnisse in der Herstellung von Beschichtungsstoffen vermittelt. In den folgenden zwei Ausbildungsjahren vertieft und erweitert er seine Kenntnisse aus dem ersten Ausbildungsteil und erwirbt sechs ausgewählte Wahlqualifikationen.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung zum Lacklaboranten dauert in Vollzeit dreieinhalb Jahre. Mit Genehmigung der zuständigen Stelle kann die Ausbildungsdauer auf zwei oder drei Jahre verkürzt werden, wenn das Ausbildungsziel bereits in dieser Zeit erreicht wird.

Abschluss der Ausbildung

Der erste Teil der Abschlussprüfung findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Er besteht aus den Prüfungsbereichen Applikations- und Prüftechnik sowie Chemie und Physik von Beschichtungsstoffen. Im zweiten Teil am Ende der Ausbildung wird der angehende Lacklaborant in den Bereichen Lack- und Beschichtungstechnologie sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft.

Ausblick nach der Ausbildung

Ein geprüfter Lacklaborant arbeitet hauptsächlich in der Lack herstellenden, Lack verarbeitenden und chemischen Industrie, es gibt aber auch Stellen in der Herstellung von Möbeln und Holzkonstruktionen sowie im Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Berufsbild

Bereits während der Ausbildung spezialisiert sich ein angehender Lacklaborant durch Wahlqualifikationen. Er hat auch die Möglichkeit, Zusatzqualifikationen zu erwerben, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Qualifikation „Europaassistent“. Nach dem erfolgreichen Abschließen der Ausbildung kann ein Lacklaborant sich zum Industriemeister in der Fachrichtung Lack weiterbilden, um in Führungspositionen zu arbeiten. Mit einer entsprechenden Berechtigung kann er auch an einer Hochschule Chemieingenieurwesen studieren.

Hilfreiche Links zum Beruf des Lacklaboranten

 https://www.lacklaborant.de/social-wall/#

 https://www.lacke-und-farben.de/magazin/video-center/lacklaborantin-ein-beruf-fuer-mehr-farbe-im-leben/#

Häufige Fragen zum Beruf

Wie viel verdient ein Lacklaborant?

Das Einstiegsgehalt eines Lacklaboranten liegt bei 1900 bis 2500 Euro brutto im Monat, mit zunehmender Berufserfahrung kann es auf mehr als 3300 Euro ansteigen.

Was ist Lacklaborant für ein Beruf? / Zu welchem Berufsfeld gehört der Beruf Lacklaborant?

Der Beruf des Lacklaboranten gehört zu dem Berufsfeld „Naturwissenschaften“. Er zählt zu den Berufen im Labor und zu den Berufen mit Chemie.