Bauten- und Objektbeschichter

Bauten- und Objektbeschichter
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Berufsbild

Bauten- und Objektbeschichter beschichten, verkleiden und gestalten Innenflächen und Außenflächen von Bauwerken aller Art. Sie arbeiten meistens auf Baustellen oder bei Kunden vor Ort. Bevor sie Untergründe bearbeiten, diese zum Beispiel mit Holz, Metall, Kunststoff oder mineralischen Stoffen beschichten, treffen sie Vorbereitungen. Sie begutachten die zu bearbeitenden Flächen, messen sie aus, bestimmen den Materialbedarf. Sie treffen Vorkehrungen zum Schutz der Flächen, die nicht bearbeitet werden. Wenn erforderlich, stellen sie Baugerüste auf, bedienen Förder- und Arbeitsbänder oder Hebebühnen. Bauten- und Objektbeschichter schleifen, spachteln, beschichten, grundieren. Sie arbeiten mit Lacken, Entrostungsmitteln, Korrosionsschutzmitteln, Lösungsmitteln und Klebstoffen. Während ihrer Arbeit beachten sie Sicherheitsmaßnahmen zum Arbeitsschutz. Um Unfälle oder Verletzungen zu vermeiden, tragen sie Schutzkleidung, etwa Helme, Sicherheitsschuhe und Handschuhe, manchmal auch Schutzbrillen oder Gehör- und Atemschutz.

Ausbildung

Regelung der Ausbildung / Ablauf

Es ist keine bestimmte Schulbildung für die Ausbildung vorgeschrieben. Viele Betriebe stellen Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss ein. Die duale Ausbildung findet im Ausbildungsbetrieb sowie der Berufsschule statt. Im Betrieb lernen die Auszubildenden zum Beispiel Materialien, Werkstoffe und Hilfsstoffe kennen sowie die Geräte und Werkzeuge, die sie im Beruf einsetzen werden. Sie erfahren, wie sie diese handhaben und instand halten. Sie lernen, wie Flächen durch Spritzen, Streichen oder Rollen beschichtet, Farbtöne gemischt und nicht zu bearbeitende Flächen geschützt werden. Weitere Lerninhalte sind Vorbereiten von Untergründen, Verarbeitung von Dämm- und Isolierstoffen, Durchführen von Messungen und Ergebnisdokumentationen. Auch das Einbeziehen von Kundenwünschen, Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz sind wichtige Themen der praktischen Ausbildung.

In der Berufsschule werden allgemeinbildende Fächer, wie Deutsch oder Wirtschafts- und Sozialkunde, sowie berufsspezifische Fächer unterrichtet. Hier geht es etwa um das Bearbeiten von metallischen und nicht metallischen Untergründen, das Herstellen, Bearbeiten und Gestalten von Oberflächen oder das Durchführen von Instandhaltungsmaßnahmen.

Auszubildende können die Zusatzqualifikation “Europaassistent” erwerben, wenn sie über einen mittleren Bildungsabschluss verfügen. Erforderlich ist hierfür ein spezieller Berufsschulunterricht, beispielsweise „Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht“ und ein mehrwöchiges Auslandspraktikum. Die Zusatzausbildung vermittelt interkulturelle Kompetenz und Fremdsprachenkenntnisse.

Nach einer Zwischenprüfung am Ende des ersten Lehrjahres werden erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten gefestigt und vertieft. Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt die Abschlussprüfung. Bauten- und Objektbeschichter können ihre zweijährige Ausbildung um ein weiteres Jahr verlängern und die Prüfung zum Maler und Lackierer in der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz ablegen.

Dauer der Ausbildung

Die anerkannte Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter dauert zwei Jahre.

Abschluss der Ausblick

In der Abschlussprüfung muss innerhalb von maximal 14 Stunden eine Arbeitsaufgabe durchführt und dokumentiert werden. Sie ist ein hypothetischer Kundenauftrag. Ergänzend wird ein kurzes Fachgespräch darüber geführt. Innerhalb von maximal sechs Stunden gilt es zudem schriftliche Aufgaben aus den Bereichen Oberflächentechnik, Instandsetzung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde zu lösen.

Ausblick nach der Ausbildung

Erarbeiten sich Auszubildende während der Ausbildung die Zusatzqualifikation „Europaassistent“, haben sie eine sehr gute Ausgangsposition. Aber auch ohne diese sind Bauten- und Objektbeschichter gefragte Fachkräfte. Sie arbeiten zum Beispiel für Maler- und Lackierbetriebe oder für Unternehmen, die sich auf Bodenbeschichtung spezialisiert haben. Sie können eine Anstellung in Betrieben des Trocken- und Fassadenbaus finden oder im Stuckateurgewerbe.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Berufsbild

Wird ein Aufstieg oder eine Führungsposition angestrebt, ist eine Aufstiegsweiterbildung mit Prüfung zum Maler- und Lackiermeister denkbar.

Hilfreiche Links zum Beruf / Branche

Baugewerbemagazin

Verband der deutschen Bauindustrie

Häufige Fragen zum Beruf

Welche Fähigkeiten helfen, um im Beruf erfolgreich zu sein?

Bauten- und Objektbeschichter müssen teilweise auf Gerüsten arbeiten und schwere Teile tragen. Sie sollten daher körperlich fit und schwindelfrei sein. Um Untergründe zu beurteilen, ist Beobachtungsgenauigkeit gefragt. Sorgfältiges Arbeiten ist wichtig, wenn es um das Auftragen schnell trocknender Werkstoffe und den Umgang mit chemischen Stoffen geht. Das Zuschneiden von Materialien, zum Beispiel Tapeten oder Wandbespannungen, und das Verarbeiten von Werkstoffen erfordert handwerkliches Geschick.

Gehälter und Gehaltsdaten zum Bauten- und Objektbeschichter:

Das Durchschnittsgehalt liegt bei 27.000€ pro Jahr. Die Spanne geht dabei von 39.960€ bis 19.170€.

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