Bombologe – Aufgaben und Weg zum Hummelforscher

bombologe
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Der Begriff „Bombologe“ hat trotz des martialisch klingenden Namens nichts mit Sprengstoff oder Bombenentschärfung zu tun. Gemeint ist ein Hummelforscher – also jemand, der sich wissenschaftlich mit Hummeln beschäftigt. Der Name leitet sich von Bombus ab, dem wissenschaftlichen (lateinischen) Gattungsnamen der Hummeln.

Wichtig vorweg: „Bombologe“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung und kein eigener Studiengang oder Ausbildungsberuf. Es ist eine umgangssprachliche, beschreibende Bezeichnung für einen Entomologen (Insektenkundler), der sich auf Hummeln spezialisiert hat. Die Hummelforschung ist ein sehr kleines Teilgebiet der Zoologie und entsprechend selten.

Was macht ein Bombologe?

Ein Hummelforscher untersucht die Lebensweise, das Verhalten und die Ökologie von Hummeln – von der Fortpflanzung und dem Sozialverhalten im Nest bis zu ihrer Rolle als Bestäuber. Gearbeitet wird sowohl im Labor als auch im Freiland, wo Tiere beobachtet und Experimente durchgeführt werden. Ein großer Teil der Arbeit besteht außerdem aus dem Lesen und Verfassen wissenschaftlicher Fachliteratur, die überwiegend auf Englisch erscheint.

Weltweit gibt es rund 250 Hummelarten der Gattung Bombus; sie gehören zur Familie der Echten Bienen (Apidae) und zählen zu den wichtigsten Bestäubern in Natur und Landwirtschaft. In Europa kommen über 60 Arten vor, in Deutschland rund 40.

Auf einen Blick:

  • wissenschaftliche Tätigkeit im Bereich Zoologie/Entomologie
  • Erforschung von Verhalten, Fortpflanzung und Ökologie der Hummeln
  • Arbeit im Labor und im Freiland
  • intensives Lesen und Schreiben wissenschaftlicher Texte (meist Englisch)
  • international vernetztes, sehr seltenes Spezialgebiet

Weg zum Hummelforscher: Studium und Spezialisierung

Grundlage ist ein abgeschlossenes Biologiestudium. Wer Hummeln erforschen möchte, studiert also zunächst Biologie und spezialisiert sich im Verlauf auf Zoologie und Entomologie (Insektenkunde), ein Teilgebiet der Zoologie. Ein eigenes Fach „Bombologie“ gibt es dabei nicht – die Vertiefung auf Hummeln ergibt sich über die Wahl der Schwerpunkte, der Abschlussarbeiten und des Forschungsthemas.

Schaubild: Hummelforscher (Bombologe)

Voraussetzungen

Für den Zugang zum Studium ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife (Abitur) nötig. Hilfreich sind gute Kenntnisse in den Naturwissenschaften sowie in Englisch, da die Fachliteratur fast ausschließlich englischsprachig ist. Grundkenntnisse in Latein können den Umgang mit den wissenschaftlichen Artnamen erleichtern, sind aber keine Voraussetzung. Vor allem braucht es echtes Interesse an der Arbeit mit Insekten und an Freilandforschung.

Dauer des Studiums

Ein Bachelorstudium Biologie dauert in der Regel sechs Semester (drei Jahre, 180 Leistungspunkte). Darauf folgt üblicherweise ein Masterstudium von vier Semestern (zwei Jahren), in dem die fachliche Spezialisierung richtig einsetzt. Für eine wissenschaftliche Laufbahn in der Forschung schließt sich meist eine Promotion an.

Berufsaussichten und Arbeitsfeld

Stellen in der reinen Hummelforschung sind sehr rar. Hummelforscher arbeiten überwiegend an Universitäten, außeruniversitären Forschungsinstituten, Naturkundemuseen oder im Natur- und Artenschutz. Weil das Feld so klein ist, sind die Fachleute international eng vernetzt, tauschen sich auf Fachtagungen aus und publizieren fast ausschließlich auf Englisch. Wer diesen Weg einschlagen möchte, sollte sich der begrenzten Zahl an Stellen bewusst sein.

Fort- und Weiterbildung

Eine klassische berufliche Weiterbildung mit festem Abschluss gibt es für dieses Spezialgebiet nicht. Die Weiterqualifikation erfolgt wissenschaftlich – etwa über Promotion und Habilitation, die Teilnahme an Fachkongressen und die Mitarbeit in entomologischen Fachgesellschaften. Wer möchte, kann sein Fachgebiet zudem auf andere Insektengruppen oder angrenzende Bereiche wie Bestäubungsökologie und Naturschutz ausweiten.

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Häufig gestellte Fragen

Ist „Bombologe“ ein offizieller Ausbildungsberuf?

Nein. „Bombologe“ ist kein staatlich geregelter Ausbildungsberuf und auch kein eigener Studiengang, sondern eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen auf Hummeln spezialisierten Entomologen. Der Weg dorthin führt über ein Biologiestudium mit Schwerpunkt Zoologie und Entomologie.

Welchen Abschluss braucht man, um Hummeln zu erforschen?

In der Regel ein abgeschlossenes Biologiestudium (Bachelor und darauf aufbauend Master) mit Schwerpunkt in Zoologie und Entomologie. Für eine Forschungslaufbahn ist meist zusätzlich eine Promotion üblich.

Wie viele Hummelarten gibt es?

Weltweit sind rund 250 Hummelarten der Gattung Bombus bekannt. In Europa kommen über 60 Arten vor, in Deutschland rund 40.

Wo arbeiten Hummelforscher?

Vor allem an Universitäten, Forschungsinstituten, Naturkundemuseen und im Naturschutz. Da es weltweit nur wenige Fachleute gibt, sind sie international vernetzt und tauschen sich überwiegend auf Englisch aus.