Fachmann/-frau für Systemgastronomie

Fachmann für Systemgastronomie
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Fachmann/-frau für Systemgastronomie ist ein bundesweit einheitlich geregelter und nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannter Ausbildungsberuf im Zuständigkeitsbereich Industrie und Handel. Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet im Ausbildungsbetrieb sowie in der Berufsschule statt.

Tätigkeiten

Fachleute für Systemgastronomie arbeiten in Betrieben, die auf einem standardisierten, zentral gesteuerten Konzept beruhen – von Selbstbedienungsrestaurants und Fast-Food-Ketten bis zu Restaurantketten mit einheitlicher Angebots- und Servicegestaltung. Sie sorgen dafür, dass Angebot und Qualität nicht von den festgelegten Vorgaben abweichen.

Zu ihren Aufgaben gehören Einkauf, Lagerhaltung und Warenwirtschaft, die Organisation der Arbeitsabläufe in Küche und Service, die Gästebetreuung sowie der Personaleinsatz. Sie planen Veranstaltungen und Bankette, setzen Werbe- und Marketingaktionen um, kontrollieren die Kostenentwicklung und werten betriebliche Kennzahlen aus. Außerdem überwachen sie die Einhaltung von Hygienevorschriften und Sicherheitsstandards und bereiten Speisen und Getränke nach festen Rezepturen und Vorgaben zu.

Ausbildung und Voraussetzungen

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre (36 Monate) und verläuft dual: praktisch im Betrieb und theoretisch in der Berufsschule. Rechtsgrundlage ist die 2022 in Kraft getretene Gastronomieberufeausbildungsverordnung. Seit dieser Neuordnung gilt die gestreckte Abschlussprüfung – Teil 1 findet üblicherweise am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt, Teil 2 am Ende der Ausbildung.

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis erwarten viele Betriebe mindestens einen guten Hauptschulabschluss, häufig auch die mittlere Reife. Hilfreich sind solide Kenntnisse in Mathematik (Kalkulation), Deutsch (Gästekommunikation und Schriftverkehr) sowie Grundkenntnisse in der Datenverarbeitung. Da in der Gastronomie auch abends, an Wochenenden und an Feiertagen gearbeitet wird, sollten Bewerberinnen und Bewerber belastbar und flexibel sein; für Minderjährige gelten die Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes.

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Weiterbildung und Qualifizierung

Schaubild: Fachmann/-frau für Systemgastronomie

Nach der Ausbildung stehen zahlreiche Anpassungsweiterbildungen offen, etwa in Rechnungswesen, Marketing oder Systemverpflegung. Als Aufstiegsfortbildung kommen unter anderem die Prüfung zum/zur Fachwirt/in im Gastgewerbe oder zum/zur Restaurantmeister/in infrage. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung ist ein Studium, zum Beispiel in Betriebswirtschaft, möglich.

Weitere Weiterbildungsrichtungen sind beispielsweise:

Häufig gestellte Fragen

Welche Voraussetzungen brauche ich für die Ausbildung in der Systemgastronomie?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Viele Betriebe erwarten jedoch mindestens einen guten Hauptschulabschluss, teils die mittlere Reife. Wichtiger als die Noten sind Belastbarkeit, Teamfähigkeit, ein freundlicher Umgang mit Gästen und die Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit.

Wie unterscheidet sich die Systemgastronomie von der klassischen Gastronomie?

In der Systemgastronomie folgen mehrere Standorte einem einheitlichen, zentral gesteuerten Konzept mit standardisierten Abläufen, Rezepturen und Qualitätsvorgaben. Neben der Gästebetreuung stehen kaufmännische und organisatorische Aufgaben wie Warenwirtschaft, Kennzahlenauswertung und Marketing stärker im Vordergrund als in einem klassischen Einzelrestaurant.

Wie lange dauert die Ausbildung und wie ist sie aufgebaut?

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und verläuft dual im Betrieb und in der Berufsschule. Seit der Neuordnung 2022 wird eine gestreckte Abschlussprüfung abgelegt: Teil 1 meist am Ende des zweiten Ausbildungsjahres, Teil 2 zum Abschluss.

Welche Aufstiegschancen gibt es nach der Ausbildung?

Möglich sind Anpassungsweiterbildungen (etwa in Marketing oder Rechnungswesen) sowie Aufstiegsfortbildungen wie Fachwirt/in im Gastgewerbe oder Restaurantmeister/in. Wer eine Hochschulzugangsberechtigung besitzt, kann zusätzlich ein betriebswirtschaftliches Studium anschließen. Fachleute für Systemgastronomie können später etwa als Schicht-, Restaurant- oder Bezirksleitung Verantwortung übernehmen.

Weiterführende Informationen: