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Busfahrerinnen und Busfahrer sorgen für den sicheren und pünktlichen Transport von Fahrgästen im Linien- und Reiseverkehr. Der Arbeitsalltag spielt sich vor allem hinter dem Lenkrad ab, doch auch die tägliche Abfahrtkontrolle und die Pflege des Fahrzeugs gehören dazu. Der Beruf verlangt viel Aufmerksamkeit und Konzentration, um in ständig wechselnden Verkehrssituationen sicher zu reagieren und die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten einzuhalten. Ob Stadtlinie oder Fernreise – die Tätigkeit ist vielschichtiger, als sie auf den ersten Blick wirkt.
Ausbildung zum Busfahrer und Quereinstieg
Zum Busfahrer führen zwei Wege. Der erste ist die dreijährige duale Ausbildung zum Berufskraftfahrer beziehungsweise zur Berufskraftfahrerin – ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, der sowohl die Personen- als auch die Güterbeförderung abdeckt. Der zweite ist der Quereinstieg über den Busführerschein der Klasse D und eine Grundqualifikation. Welcher Weg passt, hängt von Alter, Vorerfahrung und Arbeitgeber ab.
Voraussetzungen im Überblick
- Führerschein: Für Omnibusse mit mehr als acht Fahrgästen ist die Fahrerlaubnis der Klasse D nötig; der Vorbesitz der Klasse B wird vorausgesetzt.
- Mindestalter: Die Klasse D kann in der Regel ab 24 Jahren erworben werden, mit einer Grundqualifikation bereits ab 21 Jahren, im Rahmen der Berufsausbildung auch früher.
- Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben; überwiegend werden Bewerberinnen und Bewerber mit Hauptschulabschluss eingestellt.
- Gesundheitliche Eignung: erforderlich sind unter anderem ein Sehtest und eine ärztliche Untersuchung.
- Gute Deutschkenntnisse für die Verständigung mit Fahrgästen und für die Prüfungen.
Persönlich sind Verantwortungsbereitschaft, eine gewisse Stressresistenz und Freude am Kontakt mit Menschen hilfreich. Auch das Fahren bei Tag und Nacht sollte kein Problem sein.
Grundqualifikation und Fahrprüfung
Wer gewerblich Fahrgäste befördert, benötigt zusätzlich zur Fahrerlaubnis eine Grundqualifikation nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz. Die beschleunigte Grundqualifikation umfasst 140 Unterrichtsstunden und endet mit einer theoretischen Prüfung bei der IHK. Die Fahrerlaubnis selbst erhält man erst nach bestandener praktischer und theoretischer Fahrprüfung.
Ausbildungsdauer und Inhalte
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und findet abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Angehende Busfahrer lernen unter anderem, wie sie mit schwierigen Fahrsituationen umgehen und im Falle eines Unfalls richtig reagieren. Zum prüfungsrelevanten Stoff zählen außerdem Fahrgastsicherheit, wirtschaftliches und ökologisches Fahren sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
Arbeitgeber und Berufsaussichten
Nach dem Abschluss stehen verschiedene Arbeitgeber offen. Üblich ist die Unterscheidung zwischen privaten und öffentlichen Betrieben:
- öffentliche Nahverkehrsunternehmen in Städten und Gemeinden
- Linienverkehrsunternehmen
- Reiseveranstalter
Die Einstellungschancen sind gut: In Deutschland fehlen nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer rund 20.000 Busfahrerinnen und Busfahrer, und der Mangel dürfte in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Eine passende Stelle zu finden, fällt daher meist nicht schwer.
Weiterbildung und Aufstieg
Berufskraftfahrer müssen ihre Qualifikation regelmäßig auffrischen: Alle fünf Jahre ist eine Weiterbildung von 35 Unterrichtsstunden nachzuweisen. Darüber hinaus gibt es Aufstiegsmöglichkeiten, zum Beispiel:
- Fortbildung zum geprüften Kraftverkehrsmeister beziehungsweise Verkehrsmeister
- Weiterbildung zum Fachwirt für Personenverkehr und Mobilität
- ein einschlägiges Studium, etwa im Bereich Verkehrs- oder Logistikmanagement
Häufig gestellte Fragen
Welche Führerscheinklasse benötigt man als Busfahrer?
Für das Führen eines Omnibusses mit mehr als acht Fahrgästen ist die Fahrerlaubnis der Klasse D erforderlich. Der Vorbesitz der Klasse B wird dafür vorausgesetzt.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Busfahrer?
Die duale Ausbildung zum Berufskraftfahrer dauert drei Jahre. Beim Quereinstieg über die Klasse D und die beschleunigte Grundqualifikation (140 Unterrichtsstunden) geht es deutlich schneller.
Ab welchem Alter kann man Busfahrer werden?
Die Führerscheinklasse D kann in der Regel ab 24 Jahren erworben werden. Mit einer Grundqualifikation ist der Erwerb bereits ab 21 Jahren möglich, in der dualen Ausbildung auch früher.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Busfahrer?
Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Weiterbildung von 35 Stunden alle fünf Jahre. Für den Aufstieg bieten sich unter anderem der Kraftverkehrsmeister, der Fachwirt für Personenverkehr und Mobilität oder ein Studium an.













