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Fahrzeugüberführer bringen Autos, Transporter und Lkw von einem Ort zum anderen – etwa vom Autohaus zum Kunden, vom Hersteller zum Händler oder zwischen den Standorten einer Autovermietung. Der Einstieg gelingt häufig ohne eigene Ausbildung: Ein gültiger Führerschein und mehrjährige Fahrpraxis genügen vielen Arbeitgebern. Dieser Beitrag fasst Aufgaben, Voraussetzungen und den Weg über die Berufskraftfahrer-Ausbildung zusammen.
Aufgaben eines Fahrzeugüberführers
Fahrer für die Fahrzeugüberführung sind für die Abholung und Auslieferung von Fahrzeugen zuständig. Sie bewegen im Berufsleben viele unterschiedliche Modelle und Marken – meist jeweils nur einmal. Wer eine Neuauslieferung übernimmt, muss das Fahrzeug in einwandfreiem Zustand und pünktlich zum Ziel bringen; Schäden während der Fahrt sind zu vermeiden.
Zur Übergabe wird der Zustand dokumentiert – in der Regel über ein Übergabeprotokoll und Fotos. Je nach Auftrag kommen weitere Aufgaben hinzu, etwa Routenplanung, Betankung, eine kurze Reinigung, eine Zustandskontrolle oder die Einweisung des Kunden ins Fahrzeug.
Wer beschäftigt Fahrzeugüberführer?
Überführungen vergeben vor allem Betriebe, bei denen das Fahrzeug im Mittelpunkt steht: Kfz-Werkstätten, Autohäuser und Autohändler, außerdem Autovermietungen, Leasinggesellschaften sowie Carsharing- und Mobilitätsdienstleister. Oft lohnt es sich, direkt nachzufragen. Ausgeschriebene Stellen finden sich zudem auf Jobbörsen wie Indeed oder Stepstone.
Voraussetzungen: Führerschein, Fahrpraxis und Alter
Für Pkw-Überführungen ist mindestens die Führerscheinklasse B erforderlich; einzelne Auftraggeber verlangen zusätzlich die Klasse C1E. Für Lkw und Busse sind höhere Klassen nötig (C bzw. CE für Lkw, D für Busse).
Ein gesetzliches Sonder-Mindestalter für die Tätigkeit gibt es nicht: Die Klasse B ist ab 18 Jahren möglich, begleitetes Fahren bereits ab 17. Weil Arbeitgeber jedoch meist mehrjährige Fahrpraxis voraussetzen – häufig mindestens zwei bis drei Jahre Besitz der Fahrerlaubnis –, liegt das in Stellenanzeigen geforderte Mindestalter in der Praxis oft zwischen 21 und 25 Jahren. Viele Fahrer für die Fahrzeugüberführung sind ungelernte Kräfte; gefragt sind vor allem Zuverlässigkeit und Sorgfalt.
Wie viel sich damit verdienen lässt, hängt von der Beschäftigungsform (oft ein Neben- oder Minijob), von Region, Arbeitgeber und Erfahrung ab. Einen allgemeinen Überblick zu Verdiensten in verwandten Fahrberufen bietet der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.
Ausbildung zum Berufskraftfahrer
Einen eigenen Ausbildungsberuf „Fahrzeugüberführer“ gibt es in Deutschland nicht. Wer dauerhaft im Fahrbereich arbeiten möchte, kann die Ausbildung zum Berufskraftfahrer bzw. zur Berufskraftfahrerin absolvieren – ein staatlich anerkannter, dualer Ausbildungsberuf. Der Vorteil: Danach lassen sich viele Fahrtätigkeiten ausüben, von der Fahrzeugüberführung bis zum Güter- und Personenverkehr.
Der Beruf verlangt langes, konzentriertes Fahren und häufig Wartezeiten im Stau – Geduld und Zuverlässigkeit gehören daher zu den wichtigen Eigenschaften.
Ablauf und Zugang
Die Ausbildung läuft dual ab, also im Wechsel von Berufsschule und Betrieb. Rechtlich ist keine bestimmte schulische Vorbildung vorgeschrieben; in der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein.
Ausbildungsdauer
Die Ausbildung dauert drei Jahre (36 Monate).
Perspektiven
Mit dem Abschluss sind Fahrerinnen und Fahrer breit einsetzbar – im Nah- und Fernverkehr, bei Lkw oder Bus und ebenso in der Fahrzeugüberführung. Wer sich orientieren oder bewerben möchte, findet passende Stellen unter anderem über die oben genannten Jobbörsen.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Führerschein benötigt man für die Fahrzeugüberführung?
Für Pkw genügt in der Regel die Klasse B; manche Auftraggeber verlangen zusätzlich C1E. Für Lkw und Busse sind höhere Klassen erforderlich (C bzw. CE für Lkw, D für Busse). Meist wird außerdem mehrjährige Fahrpraxis vorausgesetzt.
Ist eine spezielle Ausbildung notwendig?
Nein. Einen eigenen Ausbildungsberuf „Fahrzeugüberführer“ gibt es nicht; viele Fahrer sind ungelernte Kräfte mit gültigem Führerschein. Wer dauerhaft im Fahrbereich arbeiten will, kann die dreijährige duale Ausbildung zum Berufskraftfahrer bzw. zur Berufskraftfahrerin absolvieren.
Welches Mindestalter gilt für die Fahrzeugüberführung?
Ein gesetzliches Sonder-Mindestalter gibt es nicht. Die Klasse B ist ab 18 möglich (begleitetes Fahren ab 17). Da Arbeitgeber meist mehrjährige Fahrpraxis verlangen, liegt das in Stellenanzeigen geforderte Mindestalter in der Praxis häufig zwischen 21 und 25 Jahren.
Wo finde ich Stellen als Fahrzeugüberführer?
Am besten direkt bei Autohäusern, Kfz-Werkstätten, Autovermietungen sowie Leasing- und Mobilitätsanbietern nachfragen. Ausgeschriebene Stellen finden sich außerdem auf Jobbörsen wie Indeed oder Stepstone.













