Kaufmann für Büromanagement – Ausbildung, Prüfung und Weiterbildung

Kaufmann für Büromanagement
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Allgemeines Berufsbild

Der Ausbildungsberuf „Kaufmann für Büromanagement“ fasst die früheren Ausbildungsgänge „Bürokaufmann“, „Kaufmann für Bürokommunikation“ und „Fachangestellter für Bürokommunikation“ zusammen. Es handelt sich um eine kaufmännische Ausbildung, die im öffentlichen Dienst oder in der gewerblichen Wirtschaft absolviert werden kann.

Kaufleute für Büromanagement übernehmen Assistenz- und Sekretariatsaufgaben und werden in unterschiedlichen Unternehmensbereichen eingesetzt. Sie koordinieren kaufmännische Abläufe, organisieren Büro- und Geschäftsprozesse, wirken an Marketing- und Vertriebsaufgaben mit und unterstützen bei der Planung und Durchführung von Projekten.

Ausbildung

„Kaufmann für Büromanagement“ ist ein nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannter Ausbildungsberuf.

Ablauf der Ausbildung

Es handelt sich um eine duale Ausbildung: Sie findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Der Berufsschulunterricht liegt meist an ein bis zwei Tagen pro Woche; an den übrigen Tagen ist der Auszubildende im Betrieb. Alternativ ist Blockunterricht möglich, bei dem der Unterricht über mehrere Wochen am Stück läuft.

Die Ausbildungsinhalte ergeben sich aus der Ausbildungsverordnung für Büromanagementkaufleute (BüroMKfAusbV), die zum 1. August 2025 neu gefasst wurde. Neben den gemeinsamen Ausbildungsinhalten wählt der Ausbildungsbetrieb zwei von zehn Wahlqualifikationen, die dem Beruf sein jeweiliges Profil geben:

  • Auftragsprozess steuern
  • Instrumente der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle nutzen
  • Kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen gestalten und umsetzen
  • Einkauf und Logistikprozesse planen, koordinieren und durchführen
  • Marketing- und Vertriebsaktivitäten mitgestalten
  • Personalwirtschaftliche Prozesse umsetzen
  • Assistenzaufgaben übernehmen
  • Öffentlichkeitsarbeit gestalten und Aufgaben des Veranstaltungsmanagements übernehmen
  • Aufgaben der Verwaltung wahrnehmen und Recht anwenden
  • Haushaltsmittel planen und bewirtschaften

Dauer

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Eine Verkürzung ist auf Antrag möglich (§ 8 BBiG) – etwa bei einem höheren Schulabschluss oder überdurchschnittlichen Leistungen. Über den Umfang der Verkürzung entscheidet die zuständige Stelle, in der Regel die IHK.

Abschlussprüfung

Die Ausbildung endet mit einer gestreckten Abschlussprüfung in zwei zeitlich getrennten Teilen.

Teil 1 findet bereits im vierten Ausbildungshalbjahr (etwa nach 18 Monaten) statt und ersetzt die frühere Zwischenprüfung. Er umfasst den Prüfungsbereich „Informationstechnisches Büromanagement“, dauert 120 Minuten und geht mit 25 % in das Gesamtergebnis ein.

Teil 2 wird am Ende der Ausbildung abgelegt und besteht aus drei Prüfungsbereichen:

  • Kundenbeziehungsprozesse – schriftlich, 150 Minuten
  • Wirtschafts- und Sozialkunde – schriftlich, 60 Minuten
  • Fachaufgabe in der Wahlqualifikation – fallbezogenes Fachgespräch von höchstens 20 Minuten
Schaubild: Kaufmann für Büromanagement

Ausblick nach der Ausbildung

Nach dem Abschluss stehen vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Büroumfeld offen. Aufgrund des breiten Berufsbildes ist ein Einsatz in unterschiedlichen kaufmännischen Abteilungen möglich, etwa in der Finanzbuchhaltung, der Personalabteilung, im Einkauf, im Marketing oder im Vertrieb. Auch eine weitere Spezialisierung ist im Anschluss möglich.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung bestehen zahlreiche Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung. Je nachdem, in welchem Bereich eine Weiterqualifizierung erfolgen soll, kommen verschiedene Aufstiegsfortbildungen infrage, unter anderem:

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement?

Die duale Ausbildung dauert regulär drei Jahre. Bei entsprechenden Voraussetzungen kann sie auf Antrag verkürzt werden.

Welche Wahlqualifikationen kann man wählen?

Die Ausbildungsverordnung sieht zehn Wahlqualifikationen vor, von denen zwei ausgewählt werden – zum Beispiel „Einkauf und Logistikprozesse planen, koordinieren und durchführen“, „Marketing- und Vertriebsaktivitäten mitgestalten“ oder „Personalwirtschaftliche Prozesse umsetzen“. Sie geben der Ausbildung ihr fachliches Profil.

Wie läuft die Abschlussprüfung ab?

Die Prüfung ist gestreckt: Teil 1 (Informationstechnisches Büromanagement, 120 Minuten) wird etwa nach 18 Monaten abgelegt und zählt 25 %. Teil 2 folgt am Ende der Ausbildung mit den Bereichen Kundenbeziehungsprozesse (150 Minuten), Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Minuten) und einem fallbezogenen Fachgespräch von höchstens 20 Minuten.

Kann man die Ausbildung verkürzen?

Ja. Nach § 8 BBiG ist eine Verkürzung auf Antrag möglich, etwa bei einem höheren Schulabschluss oder überdurchschnittlichen Leistungen. Über den Umfang entscheidet die zuständige Stelle (IHK).

Welche Weiterbildungen sind nach der Ausbildung möglich?

Infrage kommen unter anderem Aufstiegsfortbildungen zum Geprüften Wirtschaftsfachwirt, zum Fachwirt für Büro- und Projektorganisation, zum Geprüften Personalfachkaufmann oder – mit weiterer Qualifizierung – zum Geprüften Betriebswirt.

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