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Berufsbild
Ein Berufskraftfahrer im Güterverkehr transportiert Güter mit einem Lkw. Welche Fahrzeuge dabei zum Einsatz kommen, hängt vom Transportgut ab – die Bandbreite reicht vom Standard-Sattelzug bis zum Spezialfahrzeug:
- Abschleppwagen
- Autokran
- Autotransporter
- Betonmischer-Fahrzeug
- Containertransporter
- Gliederzug
- Holztransporter
- Hubarbeitsbühnen
- Innenlader
- Kipper
- Kühler
- Sattelzugmaschine
- Spezialtransporter
- Silo-Tank
- Saugwagen
- Tankwagen
- Tiertransporte
Vom Güterverkehr abzugrenzen ist der Personenverkehr: Dort befördert der Kraftfahrer Menschen, etwa im Linien- oder Reisebus.
Das Aufgabenfeld reicht weit über das reine Fahren hinaus:
- Planung der Transportroute
- Abstimmung mit Disponenten und Kunden
- Einladen und Ausladen der Ladung
- Sicherung der Ladung
- Fahrzeugführung
- Beachtung gesetzlicher Vorschriften
- Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten
- Wartungsarbeiten am Fahrzeug
- Überprüfung der Funktionsfähigkeit
- Behebung kleinerer Mängel
- Dokumentation der Arbeit
- Führung eines Fahrtbuchs
Ausbildung
Ablauf der Ausbildung
Es handelt sich um eine duale Ausbildung, die in Betrieb und Berufsschule stattfindet. Während der Ausbildung werden die erforderlichen Fahrerlaubnisse erworben, darunter die Klassen C und CE (in der Regel aufbauend auf C1 und C1E).
Zu den Inhalten gehört zunächst die Funktionsweise des Fahrzeugs: Wie Motor, Fahrwerk und weitere Systeme arbeiten und zusammenwirken. Darauf folgt die praktische Führung verschiedener Fahrzeugkombinationen – nicht nur sicher, sondern auch wirtschaftlich, etwa kraftstoffsparend.
Neben dem Fahrzeug ist der Umgang mit Kunden und besonderen Situationen ein Schwerpunkt. Dazu zählen der Kundenkontakt ebenso wie rechtliche Fragen der Vertrags- und Auftragsabwicklung.
Dauer
Die Ausbildung dauert drei Jahre. Berufskraftfahrer/in ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf; geregelt ist die Ausbildung in der Berufskraftfahrer-Ausbildungsverordnung (BKV).
Abschluss
Zum Abschluss legt der angehende Berufskraftfahrer eine schriftliche und eine praktische Prüfung ab. Die praktische Prüfung umfasst eine Testfahrt mit dem Lkw.
Für das gewerbliche Fahren ist zusätzlich die Grundqualifikation nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) nötig; mit der abgeschlossenen Ausbildung gilt sie als erfüllt. Danach ist die Qualifikation alle fünf Jahre durch eine Weiterbildung aufzufrischen (Fahrerqualifizierungsnachweis).
Ausblick nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung bieten sich verschiedene Arbeitsbereiche an:
- Güterbeförderung im Straßenverkehr
- Kurierdienst
- Fahrzeugreparatur
- Baustelle
- Abfallwirtschaft
Nicht alle diese Bereiche bedeuten, selbst am Steuer zu sitzen: In der Personalvermittlung und in der Disposition arbeitet der Berufskraftfahrer im Büro.
Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich. Vor der Gründung eines eigenen Transportunternehmens empfiehlt sich eine Fortbildung, etwa zum Kraftverkehrsmeister.
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
Das Berufsfeld bietet zahlreiche Weiterbildungen für eine bessere Position am Arbeitsmarkt. Häufig gefragt sind Zusatzqualifikationen wie die Gefahrgut-Bescheinigung (ADR) und der Staplerschein.
Aufstiegsfortbildungen führen zum Kraftverkehrsmeister, zum geprüften Fachwirt (etwa Verkehrsfachwirt) oder zum staatlich geprüften Techniker. Auch ein Hochschulstudium ist möglich – passend sind Studiengänge wie Logistik, Transport- und Logistikmanagement oder Verkehrsbetriebswirtschaft. Solche Qualifikationen ebnen den Weg zu Führungsaufgaben in Verkehrs- und Logistikbetrieben.
Unabhängig davon gehört die regelmäßige Auffrischung des Wissens zum Beruf: Themen wie Ökologie, Fahrzeugwartung, Recht und Arbeitssicherheit entwickeln sich laufend weiter.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Berufskraftfahrer im Güterverkehr?
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und findet in Betrieb und Berufsschule statt. Berufskraftfahrer/in ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach der Berufskraftfahrer-Ausbildungsverordnung (BKV).
Welche Führerscheinklassen erwirbt man während der Ausbildung?
Während der Ausbildung werden die Fahrerlaubnisse der Klassen C und CE erworben, in der Regel aufbauend auf C1 und C1E. Damit dürfen Lkw und Fahrzeugkombinationen im Güterverkehr geführt werden.
Welche gesetzlichen Vorschriften muss ein Berufskraftfahrer beachten?
Zentral sind die Lenk- und Ruhezeiten sowie die Ladungssicherung. Für das gewerbliche Fahren ist zudem die Grundqualifikation nach dem BKrFQG erforderlich, die alle fünf Jahre durch eine Weiterbildung aufgefrischt wird (Fahrerqualifizierungsnachweis).
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Berufskraftfahrer?
Möglich sind Zusatzqualifikationen wie Gefahrgut (ADR) und der Staplerschein sowie Aufstiegsfortbildungen zum Kraftverkehrsmeister, Verkehrsfachwirt oder Techniker. Auch ein Studium, etwa in Logistik oder Verkehrsbetriebswirtschaft, führt in Richtung Führungsaufgaben.
Weiterführende Links
- BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit: Berufskraftfahrer/in
- Berufskraftfahrer-Ausbildungsverordnung (BKV)













