Brandschutzhelfer

Brandschutz Feuer
© Photo by Wilhelm Gunkel

Brandschutzhelfer sind immer da, wenn schnelle Hilfe benötigt wird, insbesondere wenn es brennt. Sie besitzen die notwendigen Fähigkeiten, um Entstehungsbrände zu bekämpfen und Menschen somit zu schützen. Außerdem sind sie auch für die Prävention zuständig und kümmern sich darum, dass es gar nicht erst zu einem Brand kommt. Brandschutzhelfer wissen also, was zu tun ist, um einen Brand zu verhindern. Bei diesem Berufsbild handelt es sich nicht um eine eigenständige berufliche Tätigkeit, dieses Amt wird zusätzlich ausgeübt. Brandschutzhelfer sorgen im Ernstfall für die Evakuierung aller sich im Gebäude befindlichen Personen. Sobald der Feueralarm ertönt, müssen sie überprüfen, ob alle Personen das Gebäude verlassen haben. Sofern die Feuerwehr nicht automatisch alarmiert wird, müssen sie sich um deren Verständigung kümmern.

Sie geben obendrein klare Anweisungen und sorgen dafür, dass sich alle Personen bei den Sammelstellen einfinden. Sobald die Feuerwehr eintrifft, muss diese über die aktuelle Lage aufgeklärt werden. Noch vor die Feuerwehr eintrifft, kümmern sich die Brandschutzhelfer über die Bekämpfung des Feuers, falls es sich bei dem Brand um einen Entstehungsbrand handelt. Unter Entstehungsbränden versteht man Brände, deren Feuer- und Rauchentwicklung so gering ist, dass man sich dem Brand problemlos annähern kann. Wenn es sich um einen solchen Brand handelt, muss das passende Löschmittel identifiziert und angewendet werden. Auch der Umgang mit den verschiedenen Löschmitteln nimmt einen großen Bereich der Arbeit von Brandschutzhelfern ein. Die Aufgaben des Brandschutzhelfers können also folgendermaßen zusammengefasst werden:

  • Alarmierung
  • Evakuierung
  • Brandbekämpfung
  • Vorbeugender Brandschutz
  • Bedienung von Brandschutzeinrichtungen
  • Entrauchung im Brandfall

Ausbildung

Unterpunkt 1: Regelung der Ausbildung / Ablauf

Einen großen Teil der Ausbildung nehmen die Grundzüge des vorbeugenden Brandschutzes ein. Hierbei erlernen die Teilnehmer Fähigkeiten und Fertigkeiten, um Brände effektiv zu bekämpfen und ihnen vorzubeugen. Sie lernen außerdem einiges über häufige Brandursachen und betriebsspezifische Brandgefahren. Auch die Funktions- und Wirkungsweise von Löscheinrichtungen nehmen einen großen Teil der Ausbildung ein. Zum Inhalt der Ausbildung gehören überdies auch Gefahren, die von Bränden ausgehen. Das Ziel ist es, ein möglichst umfassendes Wissen über Brände aller Art zu erlangen, auch der Prävention schenkt man viel Aufmerksamkeit. Die Ausbildung ist in einen theoretischen und einen praktischen Teil gegliedert.

Aufbau theoretischer Teil

  • Grundzüge des Brandschutzes
  • Betriebliche Brandschutzorganisation
  • Wirkungsweise und Funktion von Feuerlöscheinrichtungen
  • Gefahren durch Brände
  • Verhalten im Brandfall

Aufbau praktischer Teil

Im praktischen Teil lernen die Teilnehmer, wie sie mit den unterschiedlichen Löscheinrichtungen umzugehen haben. Diese können sich, je nachdem, um welche Institution und welchen Betrieb es sich handelt, voneinander unterscheiden. Mithilfe von Übungen soll der Umgang im Ernstfall geschult und verbessert werden.

  • Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen
  • Löschtaktiken
  • Übung mit Feuerlöscheinrichtungen
  • Wirkung von Feuerlöscheinrichtungen kennenlernen
  • Betriebsspezifische Besonderheiten
  • Einweisen

Unterpunkt 2: Dauer der Ausbildung

Es gibt mehrere Angebote zur Ausbildung zum Brandschutzhelfer. Einige davon finden gestaffelt am Wochenende statt, andere wiederum sind auf einen längeren Zeitraum in mehrere kurze Einheiten aufgeteilt. Für die Theorie werden allerdings mindestens zwei Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten vorgesehen. Wie lange der praktische Teil dauert, hängt unter anderem von der Gruppengröße ab. Je größer die Gruppe ist, desto länger dauert es, bis alle Teilnehmer die Möglichkeit hatten, sich an den verschiedenen Übungen auszuprobieren. Jeder Teilnehmer sollte allerdings ausreichend Zeit zum Üben zur Verfügung gestellt bekommen. Pro Übung sind aber meist 10 Minuten ausreichend. Was die betriebsspezifischen Besonderheiten betrifft, ist sowohl für die Praxis als auch für die Theorie eine längere Ausbildung erforderlich. Die Ausbildung wird dann durch die Einweisung in den jeweiligen Zuständigkeitsbereich abgeschlossen.

Unterpunkt 3: Abschluss der Ausblick

Nachdem alle Unterrichtseinheiten abgehalten wurden, muss das Wissen und Können der Teilnehmer auf die Probe gestellt werden. Die Trainer testen dann, ob die Teilnehmer das erlangte Wissen zielgerecht umsetzen können. Diese Tests dienen zur Kontrolle des Lernerfolgs. Je nachdem um welchen Kurs es sich handelt, denn es gibt mehrere unterschiedliche Kurse, können diese Kontrollen unterschiedlich aussehen. Das Ziel ist es jedoch immer, den Erfolg der Teilnehmer festzustellen. Das theoretische Wissen wird mehrheitlich anhand von offenen Fragen oder multiple choice Fragen überprüft. Es lohnt sich deshalb, einige Zeit darauf zu lernen. Das praktische Wissen überprüft man mit der Hilfe von kleinen Übungen, die die Teilnehmer durchführen müssen. Auch hier können sich Unterschiede ergeben, besonders weil nicht jeder Teilnehmer dieselben betriebsspezifischen Besonderheiten kennen muss.

– Ausblick nach der Ausbildung

Wenn die Ausbildung abgeschlossen wurde, können die Teilnehmer in ihrem Unternehmen als Brandschutzhelfer tätig werden. Sie kümmern sich dort sowohl um die Prävention als auch um die Brandbekämpfung. Wichtig zu wissen ist, dass Brandschutzhelfer kein eigenständiger Beruf ist, er wird neben einer anderen Tätigkeit ausgeübt. Aufgrund der betriebsspezifischen Besonderheiten können sich, je nachdem wo der Brandhelfer arbeitet, auch andere Aufgaben und Anforderungen ergeben. Der Beruf des Brandschutzhelfers ist ein sehr anspruchsvoller Job, der mit einer hohen Verantwortung einhergeht. Besonders wenn man sich mit abgeschlossener Ausbildung für einen neuen Job bewirbt, stehen die Chancen gut, sich von der Masse abzuheben und mit dieser Zusatzqualifikation zu punkten. Es wird außerdem empfohlen, die Ausbildung alle drei bis fünf Jahre zu wiederholen, um die Kenntnisse aufzufrischen. Wenn sich wesentliche betriebliche Änderungen ergeben, muss die Ausbildung in kürzeren Abständen wiederholt werden. Dies liegt daran, dass das erlangte Wissen unter Umständen nicht ausreicht, um den Anforderungen des Betriebs gerecht zu werden.

– Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Berufsbild

Neben den regelmäßigen Auffrischungskursen gibt es weitere Möglichkeiten, sich nach abgeschlossener Ausbildung fort- und weiterzubilden. Die Kurse zur Fortbildung haben immer unterschiedliche Schwerpunkte, wie zum Beispiel Gewerbe- und Industrieeinrichtungen. Eine Fort- beziehungsweise Weiterbildung ist immer dann notwendig, wenn folgende Sachverhalte gegeben sind:

  • Brandschutzordnung wurde geändert
  • Brandgefährdung hat sich verändert
  • Neue Verfahren wurden entwickelt
  • Fluktuation oder Umstrukturierungen der Mitarbeiter
  • Brand im Betrieb

Darüber hinaus können Fort- oder Weiterbildungen auch freiwillig besucht werden, sofern der Betrieb dies erlaubt.

– Weiterführende Links

Der ADAC bietet auf seiner Homepage eine gute Übersicht über die Tätigkeiten des Brandschutzhelfers. Überdies findet man dort viele Informationen zu Ausbildungen und zum Tätigkeitsbereich.

Auch auf der Webseite der Brandschutzzentrale können sich Interessente vorab über den Ablauf der Ausbildung informieren. Die Informationen sind allesamt leicht und verständlich aufbereitet.

Quellen:
https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/2848

https://www.tuev-nord.de/de/weiterbildung/seminare/fortbildung-fuer-sicherheitsbeauftragte-und-brandschutzhelfer-b/

https://www.bfba.eu/index.php/13-bfba/84-brandschutzhelferwtb.html

https://www.dekra-akademie.de/weiterbildung/brandschutzhelfer-ausbildung
https://de.wikipedia.org/wiki/Brandschutzhelfer