Lukrative Studentenjobs: Welche lohnen sich wirklich?

Studentenjob: Aufbau eines Messestands mit Technik und Kabeln
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Neben dem Studium etwas dazuverdienen wollen viele – doch nicht jeder Nebenjob ist gleich lohnend. Welche Studentenjobs sich wirklich lohnen, hängt nicht allein vom Verdienst ab, sondern auch von der zeitlichen Flexibilität, der körperlichen Belastung und davon, wie gut sich die Tätigkeit mit dem Studium vereinbaren lässt.

Welche Studentenjobs gelten als besonders lukrativ?

Schaubild: Studentenjobs im Vergleich

Als besonders einträglich gelten Jobs auf Messen und Ausstellungen. Wer handwerkliches Geschick, körperliche Belastbarkeit oder technisches Know-how mitbringt, kann beim Auf- und Abbau der Messestände samt Anschluss von Technik-, Licht- und Medienanlagen mitarbeiten. Gefragt sind außerdem Tätigkeiten als Messehostess oder im Service: Dazu gehören die Bewirtung und Beratung von Gästen sowie das Erfassen von Aufträgen. Am besten bewirbt man sich direkt bei den Messeveranstaltern oder bei professionellen Messeagenturen.

Wer zeitlich flexibel und belastbar ist, kann sich als Produktions- oder Fabrikmitarbeiter für Nacht- und Wochenendschichten bewerben, für die häufig Zuschläge gezahlt werden. Ob Lebensmittel, Verpackungen oder andere Güter hergestellt werden, spielt dabei kaum eine Rolle – nach einer kurzen Einarbeitung werden die Handgriffe schnell zur Routine. Für angehende Technikerinnen, Techniker und Ingenieure hat das einen zusätzlichen Nutzen: Sie erhalten einen praxisnahen Einblick in Produktionsabläufe und knüpfen erste Kontakte zu möglichen Arbeitgebern.

Beliebt sind zudem Jobs als Komparse oder Statist bei Film- und Fernsehproduktionen. Vermittelt werden solche Rollen unter anderem über die ZAV-Künstlervermittlung der Bundesagentur für Arbeit, die Komparsen und darstellende Kräfte bundesweit und kostenfrei vermittelt.

Lohnt sich ein Job als Promoter?

Ein Promotionjob bringt Vor- und Nachteile mit sich. Finanziell interessanter wird die Tätigkeit – wie in vielen Bereichen – vor allem mit zunehmender Erfahrung. Sie lässt sich auf Basis eines Anstellungsvertrags oder selbstständig ausüben. Wer selbstständig arbeitet, muss in der Regel ein Gewerbe anmelden; nur bei wirklich gelegentlicher Tätigkeit lassen sich die Einnahmen als sonstige Einkünfte in der Steuererklärung angeben.

Vorausgesetzt werden bestimmte Soft Skills: Kommunikationsfreude, Offenheit gegenüber Fremden, Begeisterungsfähigkeit und Empathie. Die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber erfolgt häufig über ein Casting. Wird statt einer festen Vergütung eine leistungsabhängige Bezahlung über Provisionen angeboten, sollte man vorab genau prüfen, ob die vorgegebenen Ziele und Verkaufsprognosen realistisch erreichbar sind.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Stunden darf ich als Student arbeiten, ohne meinen Studentenstatus zu verlieren?

Während der Vorlesungszeit sollte die Arbeitszeit 20 Stunden pro Woche nicht überschreiten, damit das sogenannte Werkstudentenprivileg gilt. In der vorlesungsfreien Zeit darf mehr gearbeitet werden. Wer im Laufe eines Jahres länger als 26 Wochen mehr als 20 Wochenstunden arbeitet, verliert diesen Status. Werkstudenten sind in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung beitragsfrei, zahlen aber Beiträge zur Rentenversicherung.

Kann ein Studentenjob mein BAföG beeinflussen?

Ja. Für eigenes Einkommen gilt beim BAföG ein Freibetrag. Wer darüber hinaus verdient, muss damit rechnen, dass der übersteigende Anteil auf die Förderung angerechnet wird und die Zahlung entsprechend sinkt. Die jeweils aktuellen Freibeträge nennt das zuständige BAföG-Amt beziehungsweise die offizielle BAföG-Seite des Bundes.

Muss ich mich als selbstständiger Promoter gewerblich anmelden?

In den meisten Fällen ja: Wer regelmäßig selbstständig als Promoter arbeitet, muss ein Gewerbe anmelden. Nur bei gelegentlicher Tätigkeit lassen sich die Einnahmen ohne Gewerbeanmeldung als sonstige Einkünfte in der Steuererklärung angeben. Vorsicht ist wegen möglicher Scheinselbstständigkeit geboten – häufig handelt es sich faktisch um ein Angestelltenverhältnis.

Wo finde ich seriöse Vermittler für Messe- und Komparsenjobs?

Für Messejobs bewirbt man sich am besten direkt bei den Messeveranstaltern oder bei etablierten Messe- und Hostessenagenturen. Komparsen- und Statistenrollen vermittelt die ZAV-Künstlervermittlung der Bundesagentur für Arbeit kostenfrei. Einen breiten Überblick über Nebenjobs bietet außerdem die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit.