Traumberufe im Trend: Diese Studiengänge und Jobs sind bei Studierenden beliebt

Studierende vor einem Hochschulgebäude
geralt / Pixabay

Welcher Beruf als Traumberuf gilt, verschiebt sich mit den Jahren. Wo früher Polizist, Feuerwehrmann, Arzt oder Pilot ganz oben standen, richten viele junge Menschen ihr Interesse heute stärker auf Medien- und Digitalberufe. Ein Grund dafür ist die Digitalisierung, durch die ganze Berufszweige neu entstanden sind. Neben der Tätigkeit selbst achten viele Studieninteressierte auf gute Karrierechancen und entscheiden sich deshalb häufig für ähnliche Fächer: Medizin, Informatik, BWL, Jura, Maschinenbau oder Journalismus.

Wir haben einige dieser gefragten Studiengänge genauer angesehen und ordnen ein, worauf es beim Einstieg ankommt.

Journalismus: Leidenschaft und ein langer Atem

Viele junge Menschen streben eine Karriere als Journalist an, weil die Arbeit abwechslungsreich ist und ein breites Aufgabenspektrum abdeckt. Einen gesetzlich vorgeschriebenen Ausbildungsweg gibt es nicht. In der Praxis führen vor allem drei Wege in den Beruf: ein Volontariat in einer Redaktion (meist 18 bis 24 Monate), ein Studium der Journalistik beziehungsweise des Journalismus oder der Besuch einer anerkannten Journalistenschule. Wer eine Journalistenschule abschließt, muss in der Regel kein zusätzliches Volontariat mehr absolvieren.

Gerade für angehende Journalistinnen und Journalisten kann es sich lohnen, ein Auslandsjahr zu absolvieren und die Pressearbeit auch international kennenzulernen. Wer hauptberuflich journalistisch arbeitet, kann den bundeseinheitlichen Presseausweis beantragen. Er wird ausschließlich von sechs anerkannten Medienverbänden ausgegeben, darunter der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die dju in ver.di, und nur an Personen, die überwiegend von ihrer journalistischen Tätigkeit leben.

Schaubild: Journalismus

Medizin: hoher Stellenwert, hohe Hürden

Fragt man Ärztinnen und Ärzte nach ihrer Motivation, fällt die Antwort oft ähnlich aus: Menschen helfen und Leben retten. Der Arztberuf hat gesellschaftlich weiterhin einen hohen Stellenwert, und Medizin zählt zu den beliebtesten Studiengängen. Der Zugang ist allerdings stark reglementiert: Humanmedizin ist bundesweit zulassungsbeschränkt, die Plätze werden zentral über hochschulstart.de vergeben. Die Auswahl läuft über mehrere Quoten, in die neben der Abiturnote auch schulnotenunabhängige Kriterien wie fachspezifische Eignungstests einfließen.

Ingenieurwesen: breites Tätigkeitsfeld

Wer Interesse an Mathematik und Naturwissenschaften mitbringt, findet im Ingenieurwesen ein breites Betätigungsfeld. Für ein Ingenieurstudium wird an Universitäten in der Regel die allgemeine Hochschulreife vorausgesetzt, an Fachhochschulen genügt häufig die Fachhochschulreife. Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik sind hilfreich; viele Studiengänge sind zulassungsfrei, andere haben einen Numerus Clausus oder verlangen ein Vorpraktikum. Gut ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure werden in vielen Branchen gesucht, von der Fahrzeugindustrie bis zur Entwicklung technischer Geräte.

Digitale Berufe: neue Felder durch die Digitalisierung

Durch die Digitalisierung sind Berufsbilder entstanden, die es vor einigen Jahren noch nicht gab. Softwareentwicklung, IT-Management und Programmierung gehören heute zu den gefragten Tätigkeiten. Dass die Nachfrage hoch ist, zeigen die Zahlen des Digitalverbands Bitkom: Ende 2023 waren in deutschen Unternehmen rund 149.000 Stellen für IT-Fachkräfte unbesetzt. Für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger mit digitalen Kompetenzen sind die Perspektiven entsprechend gut.

Häufig gestellte Fragen

Welche Studiengänge gelten bei Studierenden als besonders gefragt?

Zu den häufig gewählten Fächern zählen Medizin, Informatik, BWL, Jura, Maschinenbau und Journalismus. Gerade digitale und technische Fächer profitieren vom hohen Bedarf an Fachkräften.

Wie wird man Journalist und welche Ausbildung ist dafür nötig?

Einen gesetzlich vorgeschriebenen Weg gibt es nicht. Üblich sind ein Volontariat in einer Redaktion (meist 18 bis 24 Monate), ein Journalistik- beziehungsweise Journalismus-Studium oder der Besuch einer anerkannten Journalistenschule.

Welche Voraussetzungen braucht man für ein Ingenieurstudium?

An Universitäten wird in der Regel die allgemeine Hochschulreife verlangt, an Fachhochschulen häufig die Fachhochschulreife. Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik sind von Vorteil; je nach Hochschule gibt es einen Numerus Clausus, Aufnahmetests oder ein Vorpraktikum.

Wer bekommt den bundeseinheitlichen Presseausweis?

Ihn erhalten hauptberufliche Journalistinnen und Journalisten, die überwiegend von ihrer journalistischen Arbeit leben. Ausgegeben wird er von sechs anerkannten Medienverbänden.