Inhaltsverzeichnis

Aufgaben und Einsatzbereiche
Der Beruf ist vielseitig. Er umfasst neben klassischen Sekretariats- und Assistenzaufgaben das Erstellen von Rechnungen, die Überwachung von Terminen und die Bearbeitung von Aufträgen. Auch das Zusammenstellen von Auswertungen und Statistiken kann dazugehören. Eingesetzt werden Bürokaufleute beziehungsweise Kaufleute für Büromanagement in nahezu allen Branchen – vom Sekretariat über das Rechnungswesen bis zur Personalabteilung, in Betrieben des privaten Sektors ebenso wie im öffentlichen Dienst. Diese Breite macht den Beruf beständig und bei jungen Menschen weiterhin beliebt.Voraussetzungen und persönliche Stärken
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis stellen die Betriebe überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss oder mit Hochschulreife ein. Wichtiger als das Zeugnis sind Organisationstalent, eine gute Auffassungsgabe, Sorgfalt und Freude am Umgang mit Zahlen, denn kaufmännische Tätigkeiten und einfache Rechenaufgaben gehören zum Arbeitsalltag.Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet im dualen System statt: Die praktischen Fähigkeiten werden im Ausbildungsbetrieb vermittelt, die theoretischen Grundlagen – etwa Geschäftsprozesse, Rechnungswesen, Textverarbeitung und Bürowirtschaft – in der Berufsschule. Eine Besonderheit sind die zehn Wahlqualifikationen (zum Beispiel Auftragssteuerung, kaufmännische Steuerung, Personalwirtschaft oder Assistenz und Sekretariat). Der Ausbildungsbetrieb wählt daraus zwei Schwerpunkte von je fünf Monaten aus und legt so das individuelle Profil der Ausbildung fest. Geprüft wird in Form der gestreckten Abschlussprüfung: Teil 1 findet etwa in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt, Teil 2 am Ende der Ausbildung. Zuständig ist – je nach Ausbildungsbetrieb – die Industrie- und Handelskammer (IHK) oder die Handwerkskammer (HWK). Bei entsprechender schulischer Vorbildung oder guten Leistungen lässt sich die Ausbildungszeit auf Antrag bei der zuständigen Kammer verkürzen.Weiterbildung als Bürokaufmann
Nach der Ausbildung und einiger Berufspraxis stehen mehrere Aufstiegswege offen. Eine klassische Aufstiegsfortbildung ist der oder die Geprüfte Fachwirt/in für Büro- und Projektorganisation (IHK); dieser Abschluss ist im Deutschen Qualifikationsrahmen auf Niveau 6 und damit auf Bachelor-Ebene eingestuft. Wer sich stärker auf Zahlen konzentrieren möchte, kann sich im Rechnungswesen weiterbilden, etwa zum oder zur Geprüften Bilanzbuchhalter/in – häufig berufsbegleitend an einer Abendschule oder per Fernstudium.Häufig gestellte Fragen
Gibt es den Ausbildungsberuf Bürokaufmann noch?
Nein. Zum 1. August 2014 ging der Bürokaufmann gemeinsam mit dem Kaufmann für Bürokommunikation und dem Fachangestellten für Bürokommunikation im neuen Beruf Kaufmann/-frau für Büromanagement auf. Wer heute eine entsprechende Ausbildung beginnt, wird zum Kaufmann beziehungsweise zur Kauffrau für Büromanagement ausgebildet.Wie lange dauert die Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement?
In der Regel drei Jahre. Bei guter schulischer Vorbildung oder überdurchschnittlichen Leistungen kann die Ausbildungszeit auf Antrag bei der zuständigen Kammer verkürzt werden.Welchen Schulabschluss braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen die meisten Betriebe Bewerberinnen und Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulreife ein.Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Möglich sind unter anderem die Aufstiegsfortbildung zum oder zur Geprüften Fachwirt/in für Büro- und Projektorganisation (IHK) sowie eine Weiterbildung im Rechnungswesen, etwa zum oder zur Geprüften Bilanzbuchhalter/in. Weiterführende Informationen: Kaufmann/-frau für Büromanagement im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit
Ähnliche Berufe:
Lebenslauf und Bewerbung:













