Verlagskaufmann

Verlagskaufmann
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Verlagskaufmann – Berufsbild

Ein Verlagskaufmann befasst sich täglich mit Zeitungen und Büchern. Seine Aufgabe besteht darin, solche Schriftstücke zu veröffentlichen. Die Berufsbezeichnung des Verlagskaufmanns gilt inzwischen als veraltet. In der heutigen Arbeitswelt ist die alternative Bezeichnung ‚Medienkaufmann‚ gängiger.

Verlagskaufmann – Ausbildung und Werdegang

Der Beruf des Verlags- oder Medienkaufmanns wird im Rahmen einer dreijährigen Ausbildung erlernt. Während der Ausbildung können sich die angehenden Verlagskaufleute im Rahmen von Auslandsaufenthalten oder Praxiserfahrungen in anderen Betrieben zusätzlich qualifizieren.

Regelung der Ausbildung / Ablauf

  • Die Bewerber müssen ihre Schulzeit mit der mittleren Reife oder dem Abitur beendet haben.
  • Die Ausbildung kann auf Antrag verkürzt werden. Von dieser Option machen zumeist Quereinsteiger Gebrauch.
  • Auszubildende können ihre Abschlussprüfung zweimal wiederholen.

Zur Ausbildung gehören praktische und theoretische Inhalte. Die Theorie wird in der Berufsschule durchgenommen. Die Berufsschulstunden können wöchentlich oder als Block stattfinden. Im Ausbildungsbetrieb lernen die zukünftigen Verlagskaufleute die berufliche Praxis kennen.

  1. Im ersten Lehrjahr werden Grundkenntnisse über die Tätigkeiten in Lektoraten vermittelt. Die Differenzierung zwischen gedruckten und elektronischen Veröffentlichungen beinhaltet sehr viel Technik.
  2. Das zweite Jahr der Ausbildung nimmt den Kontakt zu den Autoren in den Blick. Überdies setzen sich die Auszubildenden mit juristischen Themen auseinander. Ein weiterer Themenbereich ist die Datenverarbeitung.
  3. Für das dritte Jahr sind wirtschaftliche Inhalte wie Rechnungswesen, Buchhaltung, Lohnabrechnung und Marketing vorgesehen. Dabei wird unterschieden, ob diese Kenntnisse im Buchverlag oder Zeitschriftenverlag benötigt werden. Das letzte Ausbildungsjahr ist deshalb noch themenspezifischer aufgebaut.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung als Verlagskaufmann erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Ausbildungszeit kann um ein halbes Jahr verkürzt werden, sofern ein Antrag gestellt wurde. Wer bereits berufstätig ist, aber eine Umschulung in Erwägung zieht, kann sich in Teilzeit ausbilden lassen.

Abschluss der Ausbildung

Nach dem zweiten Jahr legen die Auszubildenden ihre Zwischenprüfung ab. Sie dauert drei Stunden und wird schriftlich bearbeitet. Am Ende des dritten Jahres steht die Abschlussprüfung an. Sie umfasst schriftliche und mündliche Teile.

Ausblick nach der Ausbildung

Ausgelernte Verlagskaufleute gehen ihrem Beruf in Verlagshäusern nach. Häufig handelt es sich um familiär geführte Betriebe, die seit vielen Jahren Bücher verlegen. Größere Unternehmen bringen meistens Zeitschriften und Magazine heraus.

Neben solchen Einrichtungen kann ein Verlagskaufmann in Archiven oder Büchereien tätig sein. Selbst eine Anstellung in technisch oder wirtschaftlich ausgerichteten Unternehmen kommt für Verlagskaufleute in Frage. Somit ist ein qualifizierter Verlagskaufmann nicht auf eine bestimmte Branche festgelegt. Er kann sich auf Stellen bewerben, die auf den ersten Blick nicht zu seinem Lehrberuf passen.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Berufsbild

Als Verlagskaufmann ist der Schritt in die Selbstständigkeit möglich. Er kann seinen eigenen Betrieb ins Leben rufen oder verdingt sich als Autor. Eine weitere Aufstiegsmöglichkeit ist ein berufsbezogenes Studium.

Weiterführende Links

Unter dem Link https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/archiv/14211.pdf finden Auszubildende umfangreiche Infos über den angestrebten Job. Die Seite https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/archiv/13731.pdf befasst sich eingehend mit dem Ablauf der Ausbildung.

Eine vergleichbare Adresse im Netz ist https://www.schuelerpilot.de/berufe/verlagskaufmann-frau.