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Berufsbild
Wellness und Spa Manager übernehmen kaufmännische und organisatorische Führungsaufgaben in Wellnesseinrichtungen. Dazu gehört, Angebote zu planen und zu organisieren, den Personaleinsatz zu steuern, Marketing- und Vertriebskonzepte zu entwickeln und die Rentabilität der Einrichtung im Blick zu behalten. Ebenso beraten sie Gäste zu Anwendungen und stellen Angebote zusammen, die zu deren Wünschen passen.
Anders als bei staatlich anerkannten Ausbildungsberufen ist die Bezeichnung nicht bundeseinheitlich geregelt: „Wellness- und Spa-Manager“ ist eine Aus- oder Weiterbildung, die durch interne Vorschriften der jeweiligen Bildungsanbieter festgelegt wird. Inhalte, Dauer und Abschluss unterscheiden sich daher von Anbieter zu Anbieter.
Weiterbildung: Inhalte und Abschluss
Die berufsbegleitende Weiterbildung zum Wellness und Spa Manager richtet sich vor allem an Personen mit einer abgeschlossenen kaufmännischen Berufsausbildung, etwa zum Sport- und Fitnesskaufmann, sowie an Angestellte in Fitnessstudios oder Gesundheitseinrichtungen. Ebenso profitieren Beschäftigte aus Wellnesseinrichtungen, die direkt im Kundenkontakt stehen – zum Beispiel Masseure, Kosmetiker und Physiotherapeuten. Die genauen Zugangsvoraussetzungen legt der jeweilige Anbieter fest.
Viele Angebote werden als Fernlehrgang oder Online-Veranstaltung durchgeführt. Fernlehrgänge müssen in Deutschland vor dem Start von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen sein; ausgenommen sind lediglich reine Freizeit- und Unterhaltungsangebote. Der Abschluss variiert je nach Anbieter zwischen einem trägereigenen Zertifikat und einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK).
Inhaltlich vermitteln die Lehrgänge in der Regel Wissen aus Betriebswirtschaft, allgemeinem Management und branchenspezifischem Management.
Im Bereich Betriebswirtschaft stehen zum Beispiel diese Fächer auf dem Lehrplan:
- Betriebswirtschaftslehre
- Rechnungswesen und Controlling
- Unternehmensführung
- Personalmanagement
Beim allgemeinen Management geht es um Inhalte wie:
- Grundlagen der Managementkompetenzen
- allgemeines Marketing
- Wellnessmarketing
Der Bereich branchenspezifisches Management umfasst zum Beispiel:
- Management von Spa- und Wellnessanlagen
- Rentabilität und Kostenrechnung
- Warenplatzierung
- Digitalisierung
- Vertrieb
- Gastro- und Hotelmanagement
- Qualitätsmanagement
Für viele Weiterbildungen kommt eine Förderung über einen Bildungsgutschein nach §§ 81 ff. SGB III in Betracht. Sie erfolgt allerdings nicht automatisch: Die Agentur für Arbeit muss die Weiterbildung im Einzelfall für notwendig halten und vorab beraten, und sowohl der Bildungsträger als auch die konkrete Maßnahme müssen nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zugelassen sein.
Berufliche Perspektiven
Nach dem Abschluss können sich Absolventen auf Positionen in Thermen, Kosmetikinstituten, Wellnesshotels oder Spas bewerben – je nach Vorerfahrung auch in leitender Funktion. Wie die Aufgaben konkret aussehen, hängt stark von Größe und Ausrichtung der Einrichtung ab.
Zu den Kernaufgaben gehört, das eigene Angebot laufend an Nachfrage und neue Anwendungen anzupassen. Das setzt einen engen Austausch mit dem Personal voraus, das im direkten Kundenkontakt steht, sowie ein Konzept zur Qualitätssicherung, um Rückmeldungen der Gäste systematisch einzuholen. Ein gutes Betriebsklima erleichtert beides.
Weil sich Anwendungen und Kundenerwartungen verändern, gehört es zur Rolle, das eigene Wissen aktuell zu halten und dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter die nötigen Qualifikationen mitbringen oder erwerben.
Lesenswert
- BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit: Spa- und Wellnessmanager/in
- Deutscher Wellness Verband: Berufsprofil Spa-Manager
Häufig gestellte Fragen
Welche Voraussetzungen braucht man für die Weiterbildung zum Wellness und Spa Manager?
Die Zugangsvoraussetzungen legt der jeweilige Anbieter fest, da die Weiterbildung nicht bundeseinheitlich geregelt ist. Üblich sind eine abgeschlossene Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung im kaufmännischen, gesundheitlichen, kosmetischen, sportlichen oder touristischen Bereich; teils werden auch Quereinsteiger zugelassen.
Ist „Wellness und Spa Manager“ ein staatlich anerkannter Beruf?
Nein. Nach der Datenbank BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit handelt es sich um eine Aus- oder Weiterbildung, die durch interne Vorschriften der Bildungsanbieter geregelt wird. Es gibt daher keine bundeseinheitliche Ausbildungsordnung; Inhalte, Dauer und Abschluss unterscheiden sich je nach Anbieter.
Wie lange dauert die Weiterbildung und welchen Abschluss gibt es?
Weil die Weiterbildung anbietergeregelt ist, gibt es keine einheitliche Dauer – die Angebote reichen von mehrmonatigen berufsbegleitenden Lehrgängen bis zu längeren Fernkursen. Auch der Abschluss variiert: Möglich sind ein trägereigenes Zertifikat oder eine Prüfung vor der IHK. Bei Fernlehrgängen sollte auf die Zulassung durch die ZFU geachtet werden.
Gibt es staatliche Förderungen für diese Weiterbildung?
Grundsätzlich ja: Über einen Bildungsgutschein nach §§ 81 ff. SGB III kann die Agentur für Arbeit eine berufliche Weiterbildung fördern. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Agentur die Weiterbildung im Einzelfall für notwendig hält und vorab berät und dass Träger und Maßnahme nach AZAV zugelassen sind. Ob eine konkrete Weiterbildung förderfähig ist, klärt man am besten direkt mit der Agentur für Arbeit.













