Weddingplaner: Berufsbild, Aufgaben und Ausbildung

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Rund 349.000 Ehen wurden 2024 in Deutschland geschlossen. Für die Organisation des großen Tages holen sich viele Brautpaare Unterstützung – von einem Weddingplaner. Als persönliche Begleitung der zukünftigen Eheleute richtet er die Feier nach den Wünschen seiner Kunden aus. Grundlage dafür ist die enge Zusammenarbeit zwischen Weddingplaner und Auftraggebern: Schon beim ersten Termin legen sie fest, welche Aufgaben der Weddingplaner übernimmt. Steht der Termin für das Fest, berät er etwa bei der Auswahl der Location, unterstützt bei der Wahl von Hochzeitskleid und Anzug, kümmert sich um die Dekoration und entwirft Drucksachen wie Einladungs- und Tischkarten. Auch das leibliche Wohl der Gäste gehört dazu: Menü, Buffet und Hochzeitstorte werden in Absprache mit dem Brautpaar ausgewählt und bestellt.

Nach Vereinbarung organisieren Weddingplaner auch den Transfer der Gäste vom Flughafen oder Hotel zum Standesamt, zur Kirche und zum Ort der Feier. Außerdem kennt sich der Experte mit den Formalitäten auf dem Standesamt oder in der Pfarre aus. Brautpaare können einzelne Leistungen oder ein Gesamtpaket buchen. Erfolgreiche Weddingplaner arbeiten strukturiert und terminorientiert und verfügen über ein gutes Netzwerk: Sie haben Kontakte zu Musikern, Fotografen, Modeboutiquen, Floristen und weiteren Dienstleistern rund um die Hochzeit. Hinzu kommt kaufmännisches Know-how, denn die Feier muss innerhalb eines festgelegten Budgets organisiert werden.

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Weddingplaner: Zugang und Ausbildung

Weddingplaner ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung und kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf – grundsätzlich darf sich jeder so nennen. Entsprechend unterschiedlich sind die Voraussetzungen der Ausbildungsinstitute: Manche Angebote richten sich an Personen mit Erfahrung im Veranstaltungsmanagement, andere nehmen auch Quereinsteiger aus Tourismus und Gastronomie auf. Daneben gibt es Kurse für Einsteiger in die Branche. Manche Anbieter setzen zusätzlich ein Mindestalter oder erste Berufserfahrung voraus.

Schaubild: Weddingplaner

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung zum Weddingplaner findet häufig berufsbegleitend am Abend oder am Wochenende statt. Die Dauer variiert stark und reicht vom Kurzlehrgang über wenige Tage bis zum mehrmonatigen Seminar. Zur Wahl stehen sowohl Präsenz- als auch Fernkurse.

Abschluss der Ausbildung

Weddingplaner-Ausbildungen schließen meist mit einem Zertifikat oder Diplom des jeweiligen Anbieters ab. Ein staatlich anerkannter Abschluss ist damit nicht verbunden.

Ausblick nach der Ausbildung

Wer die Sicherheit einer Anstellung sucht, bewirbt sich bei einer Hochzeitsagentur. Die meisten Absolventen entscheiden sich jedoch für eine selbständige Tätigkeit. Der Beruf unterliegt saisonbedingten Schwankungen, da im Frühling und Sommer mehr Paare heiraten als im Winter.

Fort- und Weiterbildung

Auch für Weddingplaner lohnt sich stetige Weiterbildung. Viele belegen etwa Kurse im Grafikdesign, um Einladungen selbst zu gestalten, oder vertiefen ihr Wissen im Eventmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Ist Weddingplaner eine geschützte Berufsbezeichnung?

Nein. In Deutschland ist Weddingplaner weder eine geschützte Berufsbezeichnung noch ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Grundsätzlich darf sich jeder so nennen.

Braucht man eine Ausbildung, um als Weddingplaner zu arbeiten?

Zwingend vorgeschrieben ist sie nicht. Weil der Beruf nicht geschützt ist, gibt es keine verbindliche Ausbildung. Viele eignen sich das nötige Wissen über private Lehrgänge, Zertifikatskurse oder eine Tätigkeit im Veranstaltungsbereich an.

Wie lange dauert eine Weddingplaner-Ausbildung?

Das hängt vom Anbieter ab. Die Angebote reichen vom mehrtägigen Kurzlehrgang bis zum mehrmonatigen, oft berufsbegleitenden Seminar in Präsenz oder als Fernkurs. Eine einheitliche Dauer gibt es nicht.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?

Formale Zugangsvoraussetzungen gibt es kaum. Hilfreich sind Organisationstalent, Kommunikationsstärke, kaufmännisches Grundwissen und ein gutes Netzwerk zu Dienstleistern rund um die Hochzeit. Erfahrung aus Veranstaltungsmanagement, Tourismus oder Gastronomie ist von Vorteil.