Inhaltsverzeichnis

Der Beruf des Veranstaltungskaufmanns (Veranstaltungskauffrau) ist für viele Jugendliche attraktiv: Die Tätigkeit ist abwechslungsreich und liegt nah an der Event- und Medienkultur. Veranstaltungskaufleute werden zudem in ganz unterschiedlichen Bereichen gebraucht. Neben dem klassischen Veranstaltungs-, Kongress- und Messegeschäft reichen die Einsatzgebiete von der internen Unternehmenskommunikation bis zum Tourismusmarketing.
Was macht ein Veranstaltungskaufmann?
Veranstaltungskaufleute planen und organisieren Veranstaltungen selbstständig, leiten die Durchführung und übernehmen die Nachbereitung. Bei der Konzeption geht es nicht nur um die finanzielle und technische Planung, sondern auch um die inhaltliche Ausrichtung auf bestimmte Zielgruppen und eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit. Die einzelne Veranstaltung wird dabei in die gesamte Kommunikation eines Unternehmens eingepasst und mitgestaltet.
Die Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, verläuft dual in Berufsschule und Ausbildungsbetrieb und schließt mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) ab. Rechtliche Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung für Kaufleute in den Dienstleistungsbereichen Gesundheitswesen sowie Veranstaltungswirtschaft vom 25. Juni 2001. Für das Berufsbild läuft derzeit ein Neuordnungsverfahren, mit dem die Ausbildung an aktuelle Entwicklungen angepasst werden soll.
Alles, was für die Umsetzung eines Events nötig ist, lernen Veranstaltungskaufleute kennen und in Ablauf- und Regiepläne zu übersetzen: räumliche Voraussetzungen, Veranstaltungstechnik und -bau, Ausstattung, Personaleinsatz, künstlerisches Angebot, Dekoration, Versorgung, Service und Werbung sowie die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz. Parallel dazu kalkulieren sie die Kosten.
Auf dieser Grundlage erstellen sie Konzeptionen und Angebote, holen Angebote ein, führen Verhandlungen, koordinieren die Gewerke und kontrollieren die Organisationsabläufe. Für jede Veranstaltung entsteht eine Arbeitsstruktur, die bis zu den genauen Einsatzplänen vor Ort und den Abbauterminen reicht. Zur Nachbereitung gehören vor allem die exakte Abrechnung, die Erfolgskontrolle und die Auswertung mit allen beteiligten Partnern.
Ausbildungsarten und Zugangsvoraussetzungen
Veranstaltungskaufmann ist ein nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannter Ausbildungsberuf und wird im dualen System aus Berufsschule und Ausbildungsbetrieb vermittelt. Eine bestimmte schulische Vorbildung ist rechtlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis stellen die Betriebe wegen der vergleichsweise hohen Anforderungen jedoch überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit (Fach-)Hochschulreife ein. Wer die Hochschulreife mitbringt oder gute Leistungen zeigt, kann die Ausbildungszeit auf Antrag bei der IHK verkürzen.
Daneben ist eine schulische Ausbildung möglich, die von bundesweiten und regionalen Bildungsträgern angeboten wird.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann?
In der Regel drei Jahre. Sie verläuft dual in Berufsschule und Betrieb. Bei Hochschulreife oder guten Leistungen lässt sie sich auf Antrag bei der IHK verkürzen.
Welchen Schulabschluss benötigt man für die Ausbildung?
Rechtlich ist kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen viele Betriebe wegen der hohen Anforderungen bevorzugt Bewerber mit (Fach-)Abitur ein.
Welche Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?
Möglich sind unter anderem die Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Veranstaltungsfachwirt (IHK), der Meister für Veranstaltungstechnik sowie ein Studium im Bereich Veranstaltungs- oder Eventmanagement.
In welchen Branchen arbeiten Veranstaltungskaufleute?
Typische Einsatzfelder sind die Messe-, Kongress- und Eventwirtschaft, Kulturbetriebe und öffentliche Einrichtungen, Event- und Künstleragenturen sowie die interne Unternehmenskommunikation und das Tourismusmarketing.













