SEO Manager: Berufsbild, Aufgaben und Ausbildungswege

SEO Manager
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Berufsbild SEO Manager

Ein SEO Manager sorgt dafür, dass die Website eines Unternehmens in Suchmaschinen möglichst weit oben erscheint. Dazu optimiert er den Webauftritt technisch und inhaltlich, um Sichtbarkeit, Reichweite und Besucherzahlen zu steigern – und damit die Chance auf neue Kunden. Suchmaschinen wollen ihren Nutzern genau die Ergebnisse liefern, die am besten zur Suchanfrage passen. Weil die vorderen Plätze begrenzt sind und viele Unternehmen darum konkurrieren, ist eine gute Platzierung ein handfester Wettbewerbsvorteil.

Der SEO Manager ist für die Planung, Umsetzung und Steuerung aller Maßnahmen zur Optimierung eines Internetauftritts zuständig. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen überwacht er laufend mit Analysesoftware wie Webanalyse- und SEO-Tools.

SEO Manager ist kein geregelter Ausbildungsberuf: Für die Tätigkeit gibt es keine bundeseinheitlich geregelte Ausbildung, und die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Entsprechend kommen viele Fachkräfte als Quereinsteiger aus angrenzenden Feldern wie Marketing, Medien, Kommunikation oder IT und qualifizieren sich über Weiterbildungen, Zertifikate oder Berufserfahrung.

Zur Suchmaschinenoptimierung gehören zwei Seiten: die On-Page-Optimierung (alles auf der eigenen Seite – Inhalte, Struktur, Ladezeit, Technik) und die Off-Page-Optimierung (externe Faktoren wie Verweise anderer Websites). Vieles davon lässt sich direkt beeinflussen, etwa indem Inhalte auf die passenden Suchbegriffe ausgerichtet werden und echte Problemlösungen bieten. Der SEO Manager richtet die Inhalte so aus, dass die Suchmaschine sie als relevant einstuft.

In die Bewertung einer Seite fließen sehr viele Merkmale ein, technische wie inhaltliche. Google selbst hat wiederholt von über 200 Signalen gesprochen, die in die Rangfolge einfließen. Suchmaschinenoptimierung ist deshalb keine einmalige Aktion: Anforderungen und Algorithmen ändern sich fortlaufend, weshalb viele Unternehmen feste Stellen dafür schaffen, um dauerhaft sichtbar zu bleiben.

Aufgaben eines SEO Managers

Der SEO Manager recherchiert aktuelle Trends und Verfahren, um die passende Strategie zu planen. Dazu wertet er zahlreiche Daten zum Nutzerverhalten auf der Website aus. Rechtliche Vorgaben behält er dabei stets im Blick, denn nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch erlaubt. Gerade der Datenschutz rückt immer stärker in den Mittelpunkt, und der Spagat zwischen Marketing und Verbraucherschutz wird größer – wer hier den Überblick behalten will, muss sich fortlaufend weiterbilden.

Als Schnittstelle zwischen IT-Dienstleistern und der Unternehmensführung sollte ein SEO Manager flexibel und teamfähig sein. Er ist auf Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachabteilungen angewiesen, die ihm die nötigen Informationen für die Umsetzung liefern.

Weil es sich um ein junges Berufsbild handelt, sind die Aufgaben von Arbeitgeber zu Arbeitgeber unterschiedlich: Mal steht die Datenanalyse im Vordergrund, mal die inhaltlich-gestalterische Arbeit. Die Lehrpläne der Weiterbildungen sind entsprechend breit angelegt – so wird der SEO Manager oft zum Generalisten mit vielen Zuständigkeiten.

Schaubild: SEO Manager

Linkaufbau und Backlinks

Teil der Off-Page-Optimierung ist der Linkaufbau: Dabei geht es darum, dass andere, thematisch passende Websites auf die eigenen Inhalte verweisen. Solche Backlinks wirken wie Empfehlungen. Das Prinzip geht auf den ursprünglichen PageRank-Algorithmus und das dahinterstehende Modell des „zufällig surfenden“ Nutzers zurück, bei dem häufig verlinkte Seiten als wichtiger gelten. Entscheidend ist heute die Qualität und Relevanz der verweisenden Seiten, nicht die bloße Menge.

Zu den Lehrplänen entsprechender Weiterbildungen gehören unter anderem folgende Themen:

  • Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing
  • Online-Marketing-Grundlagen
  • Grundlagen HTML und CSS
  • SEO-Techniken und digitale Kanäle
  • Content-Optimierung
  • E-Mail-Marketing und Newsletter
  • Analyse des Nutzerverhaltens
  • Content-Management-Systeme und deren Anpassung
  • Local SEO
  • Online-Recht
  • Social Media

Ausbildung und Qualifizierung zum SEO Manager

Da es keine einheitlich geregelte Ausbildung gibt, führt der Weg meist über spezialisierte Weiterbildungen, Online-Lehrgänge oder ein Fernstudium. Diese Angebote eignen sich nicht nur für den Einstieg, sondern auch für alle, die ihre Kenntnisse im Bereich SEO gezielt ausbauen möchten – etwa IT-Fachleute, Webmaster oder Marketing-Fachkräfte.

Fernlehrgänge dauern je nach Anbieter, Umfang und Vorkenntnissen zwischen etwa sechs Wochen (Vollzeit) und rund sechs Monaten (berufsbegleitend). Besondere fachliche Vorkenntnisse sind in der Regel nicht erforderlich, eine gewisse Affinität zu Online-Themen ist aber hilfreich. Abgeschlossen werden solche Kurse üblicherweise mit einem Teilnahme- oder Trägerzertifikat. Wichtig zu wissen: Kommerzielle Fernlehrgänge sind in Deutschland grundsätzlich zulassungspflichtig und werden von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) geprüft.

Das Lernen per Online-Lehrgang oder Fernstudium bringt einige Vorteile:

  • unabhängig von Zeit und Ort
  • Lernen im eigenen Tempo
  • Kenntnisse lassen sich sofort am Arbeitsplatz anwenden
  • hoher Praxisbezug

Wer seine SEO-Kompetenz nach außen belegen möchte, kann zusätzlich ein Branchenzertifikat ablegen. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) bietet mit dem SEO-Fachkräftezertifikat eine anerkannte Prüfung an: Sie wird online abgelegt, umfasst 60 Multiple-Choice-Fragen und gilt ab 80 Prozent richtiger Antworten als bestanden. Das Zertifikat weist das Kompetenzniveau eines SEO-Junior-Managers nach.

Angestellt oder freiberuflich

SEO Manager arbeiten als Freelancer oder als Angestellte in Agenturen und Unternehmen. Die Nachfrage ist breit: Inzwischen sind auch kleine und mittelständische Betriebe aller Branchen im Netz aktiv, und Suchmaschinenoptimierung ist im lokalen Bereich angekommen. Statt sich Werbung berieseln zu lassen, entscheiden Menschen zunehmend selbst, wonach sie suchen. Der SEO Manager hilft dabei, das Unternehmen als Problemlöser sichtbar zu machen.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird man SEO Manager?

Es gibt keinen geregelten Ausbildungsberuf. Üblich sind der Quereinstieg aus Marketing, Medien oder IT und eine gezielte Qualifizierung über Weiterbildungen, Online-Lehrgänge, ein Fernstudium oder ein Branchenzertifikat. Praxiserfahrung und nachweisbare Projekte zählen bei Arbeitgebern oft mehr als ein bestimmter Abschluss.

Welche Voraussetzungen und Kenntnisse braucht man?

Für die meisten Kurse sind keine formalen Voraussetzungen nötig. Hilfreich sind eine Affinität zu Online-Themen sowie Grundkenntnisse in HTML/CSS, Webanalyse, Content-Erstellung und dem rechtlichen Rahmen (Datenschutz). Weil sich der Bereich schnell verändert, ist die Bereitschaft zur laufenden Weiterbildung wichtig.

Wie lange dauert ein Fernstudium oder Online-Kurs zum SEO Manager?

Das hängt von Anbieter und Umfang ab. Die Spanne reicht etwa von sechs Wochen in Vollzeit bis zu rund sechs Monaten berufsbegleitend. Besondere fachliche Vorkenntnisse werden meist nicht verlangt.

Was ist der Unterschied zwischen On-Page- und Off-Page-Optimierung?

On-Page-Optimierung betrifft alles auf der eigenen Website – Inhalte, Struktur, Technik und Ladezeit. Off-Page-Optimierung bezieht sich auf externe Faktoren, vor allem Verweise (Backlinks) von anderen, thematisch passenden Seiten.

Gibt es ein anerkanntes Zertifikat für SEO?

Ja. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) bietet das SEO-Fachkräftezertifikat an, eine Online-Prüfung mit 60 Multiple-Choice-Fragen, die ab 80 Prozent richtiger Antworten bestanden ist und das Niveau eines SEO-Junior-Managers bescheinigt.