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Cyber Security Berater analysieren die IT-Sicherheit von Unternehmen und Behörden, decken Schwachstellen auf und entwickeln Konzepte, um Netzwerke, Systeme und Daten vor Angriffen zu schützen. Je nach Arbeitgeber und Schwerpunkt tragen sie auch Bezeichnungen wie IT-Sicherheitsberater, IT-Security-Consultant oder Informationssicherheitsberater.
Innerhalb der Informationssicherheit – oft auch Cybersecurity genannt – gibt es viele Rollen: Manche sind breit angelegt, andere hoch spezialisiert. Cyber Security Berater arbeiten häufig als Generalisten, können sich aber auf Felder wie Netzwerksicherheit, Penetrationstests oder den Aufbau von Managementsystemen für Informationssicherheit (ISMS) konzentrieren.
Aufgaben eines Cyber Security Beraters
Im Kern geht es darum, Risiken zu bewerten und passende Schutzmaßnahmen zu empfehlen. Fachleute für Informationssicherheit entwickeln und setzen Sicherheitskonzepte um, sorgen für den sicheren Betrieb von IT-Systemen und analysieren Bedrohungen und Risiken. Sie suchen gezielt nach Schwachstellen in IT-Infrastruktur, Software, Nutzerverhalten und Datenschutz, erstellen organisatorische und technische Regeln und schulen Mitarbeitende, damit die vereinbarten Sicherheitsstandards eingehalten werden.
Weil Beratung immer auf einen konkreten Kunden zugeschnitten ist, gehört neben der Technik auch die Kommunikation dazu: Ergebnisse verständlich aufbereiten, Maßnahmen begründen und Verantwortliche von notwendigen Investitionen überzeugen.
Ausbildung und Studium
„Cyber Security Berater“ ist in Deutschland kein eigener, staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Einen geschützten Ausbildungs- oder Studientitel mit exakt diesem Namen gibt es nicht – der Weg in den Beruf führt über mehrere Qualifikationen.
Ein möglicher Einstieg ist eine duale IT-Ausbildung, etwa als Fachinformatiker/in der Fachrichtung Systemintegration. Zu deren anerkannten Ausbildungsinhalten gehört, Maßnahmen der IT-Sicherheit und des Datenschutzes umzusetzen. Ein eigener Ausbildungsberuf „Fachinformatiker/in für IT-Sicherheit“ ist bislang nicht eingeführt, wird von Branchenverbänden aber gefordert.
Häufiger ist der akademische Weg: ein Studium der Informatik oder ein spezialisierter Studiengang in Cyber Security beziehungsweise IT-Sicherheit. Solche Studiengänge werden an zahlreichen deutschen Hochschulen angeboten und schließen in der Regel mit einem Bachelor of Science ab; die Regelstudienzeit liegt meist bei sechs bis sieben Semestern. Zu den Inhalten zählen unter anderem Kryptografie, Netzwerk- und Softwaresicherheit, digitale Forensik und Datenschutz. Auch ein Quereinstieg aus einem angrenzenden IT-Beruf ist möglich, wenn die nötigen Kenntnisse vorhanden sind.
Wichtige Zertifizierungen
In der Beratung zählen neben Abschlüssen vor allem einschlägige Zertifizierungen, weil sie Fachwissen nachweisbar machen. Für den deutschen Markt sind besonders relevant:
- IT-Grundschutz-Berater – eine Personenzertifizierung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Sie ist zweistufig: Zunächst wird man über eine Basisschulung mit Prüfung IT-Grundschutz-Praktiker, anschließend lässt sich die Zertifizierung zum IT-Grundschutz-Berater beantragen.
- T.I.S.P. (TeleTrusT Information Security Professional) – ein auf Deutschland und Europa zugeschnittenes Zertifikat des Bundesverbands IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT). Es deckt ähnliche Wissensgebiete wie CISSP ab, berücksichtigt aber deutsche und europäische Regelungen wie DSGVO, NIS-2 und IT-Grundschutz.
- International verbreitete Zertifikate wie CISSP (ISC²) oder CISM (ISACA), die vor allem bei international tätigen Arbeitgebern gefragt sind.
Weg in den Beruf und Dauer
Eine feste, gesetzlich geregelte Dauer bis zur Tätigkeit als Cyber Security Berater gibt es nicht. In der Praxis wird meist mehrjährige einschlägige Berufserfahrung erwartet, bevor man beratend tätig wird – denn Beratung setzt voraus, dass man Systeme, Angriffsmethoden und Schutzmaßnahmen aus der Praxis kennt.
Ein typischer Werdegang kann so aussehen:
- Einstieg in einer IT- oder Informationssicherheits-Position
- Weiterentwicklung zum Sicherheitsadministrator, Analysten, -Ingenieur oder Auditor
- Erwerb einschlägiger Zertifizierungen im Bereich Informationssicherheit
- Wechsel in die beratende Tätigkeit als Cyber Security Berater
Cyber Security Berater arbeiten angestellt – etwa in Beratungshäusern, bei IT-Dienstleistern oder in den IT-Sicherheitsabteilungen größerer Organisationen – oder selbstständig als freiberufliche Berater. Wer über entsprechende Ausbildung, Zertifikate und Praxiserfahrung verfügt, kann in diesem Feld auch unabhängig für wechselnde Auftraggeber arbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Welche Ausbildung oder welches Studium braucht man als Cyber Security Berater?
Einen eigenen Ausbildungsberuf „Cyber Security Berater“ gibt es nicht. Üblich sind eine IT-Ausbildung wie Fachinformatiker/in Systemintegration, ein Informatik- oder ein spezialisiertes Cyber-Security-/IT-Sicherheits-Studium (meist Bachelor of Science) oder ein Quereinstieg mit nachgewiesenen IT-Sicherheitskenntnissen.
Welche Zertifizierungen sind für Cyber Security Berater wichtig?
Für den deutschen Markt sind vor allem der IT-Grundschutz-Berater des BSI und das T.I.S.P.-Zertifikat von TeleTrusT relevant, weil sie deutsche und europäische Vorgaben abbilden. International verbreitet sind CISSP (ISC²) und CISM (ISACA).
Ist Cyber Security Berater ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf?
Nein. Der Titel ist nicht geschützt, und einen gleichnamigen anerkannten Ausbildungsberuf gibt es nicht. IT-Sicherheit ist bislang in bestehende IT-Berufe wie Fachinformatiker/in Systemintegration eingebettet; eine eigene Fachrichtung IT-Sicherheit wird derzeit erst diskutiert.
Wie lange dauert es, bis man als Cyber Security Berater arbeiten kann?
Eine feste Dauer gibt es nicht. Nach Ausbildung oder Studium wird in der Regel mehrjährige Berufserfahrung in der IT beziehungsweise Informationssicherheit erwartet, bevor man beratend tätig wird. Wie lange das dauert, hängt vom individuellen Werdegang ab.













