Koordinationstrainer

Koordinationstrainer
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Berufsbild Koordinationstrainer

Der Koordinationstrainer betreut private Kunden, geschwächte Menschen und Leistungssportler. Er unterstützt sie mit speziellen Koordinationsübungen und hilft ihnen eine bessere Grundkoordination aufzubauen. Auch für Menschen, die nach einem Unfall oder nach einer längeren Krankheit wieder ihre früheren Fähigkeiten erlernen müssen, ist der Koordinationstrainer/-in eine gute Stütze. Er begleitet sie beim regelmäßigen Sportprogramm und macht mit ihnen Übungen, die helfen wieder Muskeln aufzubauen, ihre Maximalkraft zu steigern und sie vor Stürzen zu bewahren.

Die Koordination ist im Allgemeinen das Zusammenspiel zwischen Muskeln, Gehirn und dem zentralen Nervensystem. Das Reaktionsvermögen, die Orientierungsfähigkeit, das Gleichgewicht, sowie die schnelle Anpassung des Körpers in fordernden Situationen zählen zu den kognitiven Fähigkeiten. Für Sportler ist es deshalb von großer Bedeutung im Bereich der Koordination hohe Leistungen zu erzielen, das hilft ihnen in der jeweiligen Sportart immer besser zu werden.

Ein Koordinationstrainer kann in einem Fitnessstudio, in einem Verein oder bei einem Verband, in Rehaeinrichtungen oder Krankenhäusern arbeiten. Er kann aber auch als Freiberufler private Kunden betreuen. Er kann mit einzelnen Menschen oder einer Trainingsgruppe arbeiten.

Persönliche Vorrausetzungen

Um die Ausbildung als Koordinationstrainer zu absolvieren, ist der Abschluss einer trainingspraktischen Grundausbildung die Voraussetzung. Das ist z.B. eine abgeschlossene Ausbildung als Fitnesstrainer, Personal Trainer, Sport- oder Physiotherapeut, Ergotherapeut, Sportstudent (mit Bachelorabschluss) oder Übungsleiter. Persönlich sollte man sich für Sport interessieren und ihn im besten Fall selber ausüben. Ein Wissen über die Anatomie des Körpers und die Impulse von Bewegungen ist von Vorteil, da es Teil der Ausbildung sind. Auch sollte man keine Berührungsängste gegenüber anderen Menschen haben, weil man gegebenenfalls ihre Haltungen korrigieren oder sie beim Ausüben bestimmter Übungen unterstützen muss. Eine gute Menschenkenntnis ist vorteilhaft, da man so besser den Stand des Menschen und ihn selber einschätzen kann.

Dauer und Ablauf der Ausbildung

Die Dauer der Ausbildung beträgt meist nur wenige Wochen bis höchstens einen Monat lang, dabei erwirbt man ein Zertifikat. Bei einem Seminar oder Fernstudium nimmt Zu Beginn lernt man die Grundlagen des Koordinationstrainings, den fachlichen medizinischen Teil der Ausbildung kennen und wie das alles mit den sportlichen Leistungen und den alltäglichen Bewegungen zusammenhängt.

Es wird beigebracht, wie man die koordinativen Fähigkeiten einer Person erkennt, sie testet und die Aufmerksamkeit auf die wichtigsten Faktoren für eine optimale Koordination lenkt. Später werden konkrete Koordinationsübungen für die Gestaltung der Übungseinheiten gezeigt, die man in Zukunft bei seinen Kunden anwenden kann. Um das in der Praxis detaillierter benutzen zu können, wird die korrekte Ausgangsstellung, mögliche Hilfsmittel und der Übergang zwischen den Übungen gelehrt.

Ausblick nach der Ausbildung

Der Abschluss als Koordinationstrainer ist ein branchenanerkannter Abschluss. Da man zuvor bereits eine andere Grundausbildung im Fitnessbereich absolviert hat, kann man durch die zusätzliche Ausbildung als Koordinationsleiter/-in zwischen anderen Trainern in der Branche herausstechen und gewinnt Kunden in einem breiteren Spektrum. Das Koordinationstraining ist nicht nur für eine bestimmte Alters- oder Zielgruppe geeignet, daher sind Koordinationsleiter/-innen überall gefragt.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten als Koordinationstrainer

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung besteht die Möglichkeit sich in der Sportbranche weiterzubilden. Es gibt mehrere Trainer-Lizenzen, wie die C-Lizenz, die erworben werden können, sowie eine Weiterbildung als Cardio Trainer. Bei anderen Berufsbilder im Gesundheitssport ist es von Vorteil, wenn diese Ausbildung bereits abgeschlossen ist.