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Berufsbild Koordinationstrainer
Der Koordinationstrainer betreut private Kunden, gesundheitlich geschwächte Menschen und Leistungssportler. Mit gezielten Koordinationsübungen hilft er ihnen, eine bessere Grundkoordination aufzubauen. Auch wer nach einem Unfall oder einer längeren Krankheit verlorene Bewegungsfähigkeiten zurückgewinnen möchte, findet in ihm eine gute Stütze: Er begleitet das regelmäßige Training, baut mit den Übenden Muskulatur auf, steigert die Kraft und beugt Stürzen vor.
Koordination ist das Zusammenspiel von Muskulatur, Gehirn und dem zentralen Nervensystem. Reaktionsvermögen, Orientierung, Gleichgewicht und die schnelle Anpassung des Körpers in fordernden Situationen zählen zu den koordinativen Fähigkeiten. In der Sportwissenschaft werden nach Meinel und Schnabel sieben unterschieden: Differenzierungs-, Reaktions-, Kopplungs-, Orientierungs-, Gleichgewichts-, Umstellungs- und Rhythmisierungsfähigkeit. Gerade für Sportler ist eine gut ausgeprägte Koordination entscheidend, um in der jeweiligen Disziplin immer besser zu werden.
Ein Koordinationstrainer arbeitet in einem Fitnessstudio, in einem Verein oder bei einem Verband, in Rehaeinrichtungen und Krankenhäusern. Ebenso kann er als Freiberufler private Kunden betreuen – im Einzeltraining oder mit einer Trainingsgruppe.
Persönliche Voraussetzungen
Voraussetzung für die Ausbildung ist der Abschluss einer trainingspraktischen Grundausbildung. Dazu zählen etwa eine abgeschlossene Ausbildung als Fitnesstrainer, Personal Trainer, Physiotherapeut oder Ergotherapeut, ein Sportstudium (Bachelor) oder eine Qualifikation als Übungsleiter. Der Anbieter dieses Lehrgangs empfiehlt ausdrücklich eine solche trainingspraktische Grundlage – etwa die Fitnesstrainer-B-Lizenz, die Übungsleiter-C-Lizenz oder ein sportwissenschaftliches Studium.
Persönlich sollte man sich für Sport interessieren und ihn idealerweise selbst ausüben. Grundkenntnisse über die Anatomie des Körpers und über Bewegungsabläufe sind hilfreich, da sie Teil der Ausbildung sind. Berührungsängste gegenüber anderen Menschen sollte man nicht haben, weil man Haltungen korrigiert und beim Ausführen bestimmter Übungen unterstützt. Eine gute Menschenkenntnis hilft, den Trainingsstand und die Bedürfnisse der Kunden richtig einzuschätzen.
Dauer und Ablauf der Ausbildung
Koordinationstrainer ist kein staatlich geregelter Ausbildungsberuf, sondern ein Zertifikatslehrgang. Dauer und Ablauf hängen daher vom jeweiligen Anbieter ab. Beim hier verlinkten Anbieter beträgt die empfohlene Regelstudienzeit rund drei Wochen und lässt sich kostenfrei über- oder unterschreiten; vermittelt werden die Inhalte über vier Web Based Trainings mit flexibel ablegbaren Online-Prüfungen. Zum Abschluss erwirbt man ein Zertifikat.
Zu Beginn lernt man die Grundlagen des Koordinationstrainings und den medizinisch-fachlichen Teil der Ausbildung kennen – und wie beides mit den sportlichen Leistungen und den alltäglichen Bewegungen zusammenhängt. Vermittelt wird, wie man die koordinativen Fähigkeiten einer Person erkennt, sie testet und die Aufmerksamkeit auf die wichtigsten Faktoren einer guten Koordination lenkt. Später folgen konkrete Koordinationsübungen für die Gestaltung der Übungseinheiten, die man später bei den eigenen Kunden anwendet. Damit sich das in der Praxis sauber umsetzen lässt, werden die korrekte Ausgangsstellung, mögliche Hilfsmittel und der Übergang zwischen den Übungen gelehrt.
Ausblick nach der Ausbildung
Der Abschluss als Koordinationstrainer gilt als branchenanerkannt. Weil man zuvor bereits eine Grundausbildung im Fitness- oder Gesundheitsbereich absolviert hat, kann man sich mit der Zusatzqualifikation von anderen Trainern abheben und ein breiteres Kundenspektrum ansprechen. Da Koordinationstraining nicht auf eine bestimmte Alters- oder Zielgruppe beschränkt ist, sind entsprechend qualifizierte Trainer vielseitig gefragt.
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten als Koordinationstrainer
Nach dem erfolgreichen Abschluss kann man sich in der Sportbranche weiter qualifizieren. Möglich sind mehrere Trainer-Lizenzen wie die C-Lizenz sowie eine Weiterbildung zum Cardio Trainer. Auch für weitere Berufsbilder im Gesundheitssport ist die abgeschlossene Koordinationstrainer-Ausbildung von Vorteil.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Koordinationstrainer?
Da es sich um einen Zertifikatslehrgang und nicht um einen geregelten Ausbildungsberuf handelt, richtet sich die Dauer nach dem Anbieter. Beim hier verlinkten Anbieter sind rund drei Wochen als Regelstudienzeit vorgesehen, die sich flexibel über- oder unterschreiten lassen.
Welche Voraussetzungen muss ich für die Ausbildung erfüllen?
Empfohlen wird eine trainingspraktische Grundausbildung – etwa als Fitnesstrainer, Personal Trainer, Physio- oder Ergotherapeut, ein sportwissenschaftliches Studium oder eine Qualifikation als Übungsleiter. Interesse an Sport, anatomische Grundkenntnisse und Freude am Umgang mit Menschen sind ebenfalls hilfreich.
Wo arbeitet ein Koordinationstrainer?
Typische Einsatzorte sind Fitnessstudios, Vereine und Verbände sowie Reha-Einrichtungen und Krankenhäuser. Ebenso ist eine freiberufliche Tätigkeit mit Einzel- oder Gruppentraining möglich.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?
Möglich sind weitere Trainer-Lizenzen (etwa die C-Lizenz), eine Weiterbildung zum Cardio Trainer sowie ergänzende Qualifikationen im Gesundheitssport.













