Cardio Trainer: Aufgaben, Inhalte und Voraussetzungen der Zusatzausbildung

Cardio Trainer betreut das Ausdauertraining auf dem Laufband im Fitnessstudio
Peter-Lomas / Pixabay

Wer im Ausdauersport den Anschluss halten will, braucht eine solide Kondition. Oft entscheiden Feinheiten in der Trainingssteuerung darüber, wie schnell einem Sportler die Puste ausgeht. Genau hier setzt der Cardio Trainer an: Er plant, steuert und überwacht das Herz-Kreislauf-Training gezielt statt nach Gefühl. Die Zusatzqualifikation baut auf einer bestehenden Trainer-Tätigkeit auf – wie man ein Cardio Trainer wird und welche Voraussetzungen dafür gelten, steht weiter unten.

Was macht ein Cardio Trainer?

Ein Cardio Trainer kümmert sich um die Ausdauer und die Trainingsbelastung eines Athleten. Er erstellt eine Trainingssteuerung im Stufenmodell und behält dabei Intensitätsbereiche, Methoden und die Energieversorgung im Blick. Trainiert wird an den typischen Cardiogeräten – Laufband, Crosstrainer, Ergometer (Fahrrad), Stepper und Ruderer.

Der Trainer überwacht die einzelnen Trainingsphasen und führt Leistungstests durch, aus denen er das weitere Training ableitet. Dabei prüft er unter anderem, ob ein Gerät zum Athleten passt oder ein Wechsel sinnvoll ist. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Trainingsherzfrequenz – vor allem bei Übergewicht, Vorerkrankungen oder in der Schwangerschaft.

Welche Inhalte vermittelt die Spezialausbildung?

Die Lehrgänge kombinieren in der Regel zwei Themenblöcke:

  • Ausdauertraining: konditionelle Fähigkeiten, Trainingsprinzipien, Trainingsplanung und -steuerung, Intensitätsbereiche und Trainingsmethoden.
  • Cardiotraining: Umgang mit Cardiogeräten, Leistungstests, Herzfrequenz- und Gewichtsreduktionstraining sowie Training bei Erkrankungen.

Am Ende steht üblicherweise eine Prüfung, nach deren Bestehen die Teilnehmer ein Zertifikat als Cardio Trainer erhalten.

Schaubild: Cardio Trainer

Für welche Zielgruppe ist die Ausbildung gedacht?

Die Zusatzqualifikation richtet sich an Fitnesstrainer, Fitnesscoaches und Personal Trainer, die ihr bestehendes Trainingskonzept um den Ausdauerbereich erweitern wollen – ein Feld, das in der allgemeinen Trainerausbildung oft nur gestreift wird. Gerade für freiberuflich Tätige kann das ein Wettbewerbsvorteil sein, weil sie Freizeitsportler, Amateure und Profis gezielter betreuen können, etwa auch in Sportlercamps.

Voraussetzungen, Dauer und Abschluss

Für den Lehrgang wird eine trainingspraktische Grundqualifikation vorausgesetzt – in der Regel eine Fitnesstrainer- oder Personal-Trainer-Lizenz (B-Lizenz). Cardio Trainer ist kein staatlich geregelter Ausbildungsberuf, sondern eine private Zusatzqualifikation; Inhalte, Dauer und Abschlussbezeichnung unterscheiden sich daher je nach Anbieter. Beim als Fernlehrgang aufgebauten Kurs des unten verlinkten Anbieters ist die Bearbeitung zum Beispiel auf einen Richtwert von rund zehn Wochen ausgelegt, lässt sich aber individuell verkürzen oder verlängern.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Voraussetzungen benötigt man für die Cardio-Trainer-Ausbildung?

Vorausgesetzt wird eine trainingspraktische Grundqualifikation, üblicherweise eine Fitnesstrainer- oder Personal-Trainer-Lizenz (B-Lizenz). Der Lehrgang richtet sich also an Personen, die bereits im Training arbeiten.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Cardio Trainer?

Eine feste Dauer gibt es nicht – sie hängt vom Anbieter und vom Lernformat ab. Fernlehrgänge sind häufig auf einen Richtwert von etwa zehn Wochen ausgelegt, der sich individuell anpassen lässt.

Was kostet eine Cardio-Trainer-Ausbildung?

Die Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter, Umfang und Format deutlich. Eine allgemeingültige Zahl lässt sich nicht nennen; die aktuellen Gebühren erfragt man am besten direkt beim jeweiligen Anbieter.

Für welche Berufsgruppen lohnt sich die Zusatzqualifikation?

Sie eignet sich vor allem für Fitnesstrainer, Fitnesscoaches und Personal Trainer, die den Ausdauer- und Herz-Kreislauf-Bereich vertiefen und ihr Angebot erweitern möchten.