Umschulung zum Personaltrainer: Lizenzen, Dauer und Voraussetzungen

Personaltrainer zeigt einer Klientin im Fitnessstudio eine Übung mit Kurzhanteln
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Wer Sport liebt und sein Wissen an andere weitergeben möchte, findet in der Umschulung zum Personaltrainer einen Einstieg in einen Beruf mit viel Kontakt zu Menschen. Viele verbringen einen großen Teil des Tages im Sitzen – im Büro und beim Pendeln. Das begünstigt Rücken- und Schulterbeschwerden, etwa durch eine schwach ausgeprägte Rumpf- und Rückenmuskulatur. Gezieltes Training kann gegensteuern, und immer mehr Menschen nehmen dafür die Unterstützung eines Trainers in Anspruch.

Wichtig zu wissen: „Personaltrainer“ ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung, und es gibt keine staatlich geregelte Ausbildungsordnung. Die Qualifikation wird über private Bildungsanbieter und deren Lizenzen erworben; für Qualität sorgen freiwillige Standards, etwa der Kriterienkatalog des Bundesverbands Personal Training (BPT).

Voraussetzungen für die Umschulung

Formale Zugangsvoraussetzungen gibt es meist nicht. Für den Einstieg – in der Regel die C-Lizenz – sind bei vielen Anbietern kaum Vorkenntnisse nötig. Einzelne Bildungseinrichtungen setzen ein Mindestalter (häufig 16 Jahre) oder einen mittleren Schulabschluss voraus, manche verlangen zusätzlich einen aktuellen Erste-Hilfe-Kurs. Altersbeschränkungen nach oben bestehen bei den meisten Kursen nicht.

Die Lizenzen bauen aufeinander auf: Die C-Lizenz bildet die Basis, darauf folgt die B-Lizenz, die sich für den Weg in die Selbstständigkeit eignet, und schließlich die A-Lizenz als höchste Stufe. Neben der fachlichen Eignung sollten angehende Personaltrainer Freude am Sport und ein kommunikatives, motivierendes Wesen mitbringen.

Schaubild: Umschulung zum Personaltrainer
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Wo kann die Umschulung erfolgen?

Umschulungs- und Weiterbildungsangebote zum Personaltrainer gibt es zahlreiche – als Präsenzkurs, im Fernlehrgang oder als Kombination aus beidem. Anbieter sind unter anderem die Deutsche Sportakademie und die Academy of Sports sowie verschiedene Fernstudienanbieter; das Programm reicht von Einsteigermodulen bis zur B- und A-Lizenz. Als Orientierung bei der Auswahl einer Einrichtung hilft der Bundesverband Personal Training, der einen Kriterienkatalog für seriöse Ausbildungen führt.

Dauer der Umschulung

Wie lange die Umschulung dauert, hängt von der Lizenz und dem gewählten Format ab. Die C-Lizenz lässt sich oft an wenigen Tagen bzw. an einem Wochenende erwerben; als Fernlehrgang kann sie sich über mehrere Wochen bis zu einem Jahr ziehen. Für die B-Lizenz sind je nach Anbieter mehrtägige bis mehrwöchige Kompaktkurse üblich, teils berufsbegleitend über mehrere Monate. Die A-Lizenz baut darauf auf und nimmt entsprechend mehr Zeit in Anspruch.

Kosten der Umschulung

Bei den Kosten sind zwei Modelle verbreitet: die Zahlung des Gesamtbetrags vor Kursbeginn (alternativ in Raten) oder eine monatliche Abrechnung, wie sie vor allem bei Anbietern mit Online-Anteil vorkommt. Wie hoch die Gebühren ausfallen, hängt von der Lizenzstufe, dem Anbieter und dem Format (Präsenz, Fernlehrgang, Online) ab; ein Vergleich mehrerer Angebote lohnt sich.

Karrieremöglichkeiten nach der Umschulung

Für Personaltrainer gibt es verschiedene Tätigkeitsfelder, entsprechend breit sind die Einsatzmöglichkeiten. Wer eine Anstellung sucht, wird in Fitnessstudios, Thermen oder anderen Gesundheits- und Wellnesseinrichtungen fündig. Ebenso ist der Schritt in die Selbstständigkeit möglich – hier braucht es allerdings Geduld, um sich nach und nach einen festen Kundenstamm aufzubauen. Aufbauende Lizenzen und Spezialisierungen (etwa in Ernährung oder reha-nahem Training) erweitern die Möglichkeiten zusätzlich.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Lizenzstufen gibt es und was unterscheidet sie?

Üblich sind drei aufeinander aufbauende Stufen: Die C-Lizenz ist die Einstiegs- bzw. Grundstufe, die B-Lizenz vermittelt die gängigen Grundlagen (etwa Anatomie und Trainingslehre) und eignet sich für den Weg in die Selbstständigkeit, die A-Lizenz ist die höchste Stufe und vertieft das Wissen. Der Personaltrainer ist dabei weniger eine weitere Stufe als eine Spezialisierung auf die individuelle Einzelbetreuung.

Wie lange dauert eine Umschulung zum Personaltrainer?

Das hängt von Lizenz und Format ab: Die C-Lizenz ist teils an einem Wochenende zu schaffen, als Fernlehrgang dauert sie länger. Für die B-Lizenz sind mehrtägige bis mehrwöchige Kurse üblich, die A-Lizenz nimmt als Aufbaustufe mehr Zeit in Anspruch.

Welche Voraussetzungen braucht man, um Personaltrainer zu werden?

Für die Einstiegslizenz sind meist keine besonderen Vorkenntnisse nötig. Einzelne Anbieter verlangen ein Mindestalter, einen mittleren Schulabschluss oder einen aktuellen Erste-Hilfe-Kurs. Wichtiger sind Freude an Sport und Bewegung sowie die Fähigkeit, andere zu motivieren.

Ist Personaltrainer ein staatlich anerkannter Beruf?

Nein. „Personaltrainer“ ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung, und eine staatlich geregelte Ausbildung existiert nicht. Die Qualifikation wird über private Anbieter und deren Lizenzen erworben; Qualität sichern freiwillige Standards und Siegel, etwa über den Bundesverband Personal Training.