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Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Stürze – und damit die Gefahr ernsthafter Verletzungen wie Knochenbrüche. Ein gezieltes Training kann dieses Risiko deutlich senken. Genau solche Übungen vermitteln Sturzprophylaxe-Trainer. Dieser Beitrag erklärt das Berufsbild, die Zugangswege und den Ablauf der Weiterbildung.
Berufsbild
Sturzprophylaxe-Trainer helfen besonders gefährdeten Menschen – vor allem älteren – durch gezieltes körperliches Training, Stürzen vorzubeugen. Im Mittelpunkt stehen das Training von Kraft, Gleichgewicht und Koordination sowie Übungen, die das Körpergefühl und die Standsicherheit verbessern. Dazu gehört auch das sogenannte Dual-Task-Training, bei dem eine Bewegung mit einer zweiten Aufgabe kombiniert wird. Trainer machen zudem auf typische Gefahrenstellen im Alltag aufmerksam.
Ihre Arbeit ist nicht nur vorbeugend: Auch bereits gestürzte Menschen werden dabei unterstützt, Selbstvertrauen zurückzugewinnen und die nach einem Sturz oft entstandene Angst abzubauen.
Weiterbildung zum Sturzprophylaxe-Trainer
Sturzprophylaxe-Trainer ist kein staatlich geregelter Ausbildungsberuf, sondern eine Weiterbildung, die verschiedene private Akademien anbieten. Entsprechende Angebote finden sich unter anderem in der Weiterbildungssuche der Bundesagentur für Arbeit. Die Weiterbildung baut auf einer bereits vorhandenen Qualifikation auf.
Voraussetzungen und Ablauf
Vorausgesetzt wird in der Regel eine einschlägige Vorqualifikation – etwa als Physiotherapeut, Ergotherapeut, Fitnesstrainer oder in einem Pflege- bzw. Altenpflegeberuf. Alternativ akzeptieren manche Anbieter mehrjährige praktische Erfahrung in der Arbeit mit älteren Menschen.
Inhaltlich vermittelt die Weiterbildung Grundlagen der Anatomie und Physiologie des älteren Menschen, einen Überblick über typische Gesundheitsstörungen sowie Methoden für Diagnostik und Training. Schwerpunkte sind Kräftigungs-, Koordinations-, Dehn- und Gleichgewichtsübungen, Dual-Task-Training und motorische Tests zur Einschätzung des Sturzrisikos. Hinzu kommen pädagogische Grundlagen für den Umgang mit älteren, teils von Schmerzen betroffenen Menschen sowie rechtliche Grundlagen. Die Kurse verbinden Theorie und Praxis; viele Anbieter ergänzen sie um Selbststudium und schließen einzelne Lernblöcke mit einem Test ab. Teile der Theorie werden häufig auch online angeboten.
Dauer
Der Umfang liegt meist bei rund 18 Unterrichtseinheiten. Als kompakter Präsenzkurs dauert die Weiterbildung häufig etwa zwei Tage und findet oft am Wochenende statt. Daneben gibt es längere Varianten über rund zwei Monate: Hier liegen die Präsenztermine an den Wochenenden, während Selbststudium und eine Praxisphase unter der Woche stattfinden. Die Praxisphase kann dann in anerkannten Gesundheits- oder Sozialeinrichtungen absolviert werden. Die Teilnahme an den praktischen Übungen ist für den erfolgreichen Abschluss verpflichtend.
Abschluss
Je nach Anbieter lautet der Abschluss „Sturzprophylaxe-Trainer“, „Trainer für Sturzprophylaxe“ oder – bei der umfangreichsten Variante – „Fachkraft für Sturzprävention“. Für das Zertifikat sind meist ein theoretischer Test und eine praktische Lehrprobe zu bestehen. Das Zertifikat berechtigt in der Regel zur sofortigen Tätigkeit.
Krankenkassen-Anerkennung (§ 20 SGB V)
Viele Weiterbildungen enthalten die Einweisung in ein Kurskonzept, das nach § 20 SGB V von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifiziert ist. Das ist wichtig, weil die gesetzlichen Krankenkassen die Gebühren für zertifizierte Präventionskurse anteilig erstatten – Sturzprävention fällt dabei in das Handlungsfeld „Bewegung“. Mit einer solchen Zertifizierung können Trainer Kurse anbieten, deren Kosten die Krankenkassen den Teilnehmenden bezuschussen.
Einsatzmöglichkeiten
Sturzprophylaxe-Trainer arbeiten sowohl im Einzeltraining, etwa in Praxen, als auch mit Gruppen – zum Beispiel in Sportzentren, Rehakliniken sowie Pflege- und Senioreneinrichtungen.
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
Wer sich weiter spezialisieren möchte, kann verwandte Weiterbildungen anschließen und so die Einsatzmöglichkeiten erweitern – etwa zum Osteoporose-Trainer oder im Bereich Kraft- und Muskeltraining.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Weiterbildung zum Sturzprophylaxe-Trainer?
In der Regel eine einschlägige Vorqualifikation – etwa als Physiotherapeut, Ergotherapeut, Fitnesstrainer oder in einem Pflegeberuf. Manche Anbieter lassen alternativ mehrjährige praktische Erfahrung in der Arbeit mit älteren Menschen zu.
Wie lange dauert die Weiterbildung?
Der Umfang liegt meist bei etwa 18 Unterrichtseinheiten. Als Kompaktkurs dauert sie häufig rund zwei Tage, oft am Wochenende. Längere Varianten erstrecken sich über etwa zwei Monate mit Selbststudium und einer Praxisphase.
Werden die Kurse von den Krankenkassen anerkannt?
Viele Weiterbildungen enthalten die Einweisung in ein nach § 20 SGB V von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifiziertes Kurskonzept. Für solche zertifizierten Präventionskurse erstatten die gesetzlichen Krankenkassen den Teilnehmenden die Gebühren anteilig.
Wo kann ich als Sturzprophylaxe-Trainer arbeiten?
Im Einzeltraining in Praxen sowie in der Gruppenbetreuung – etwa in Sportzentren, Rehakliniken sowie Pflege- und Senioreneinrichtungen.













