Immobilienmakler

immobilienmakler vertrag
geralt – Pixabay

Allgemeine Beschreibung

Von der ersten Besichtigung bis zum notariellen Verkaufsabschluss, begleitet der Immobilienmakler Käufer, sowie Verkäufer von Immobilien. Der Makler unterstützt die Parteien, vermittelt und übernimmt das Marketing. Dabei stimmt er sich mit weiteren Fachexperten ab, um das Immobiliengeschäft reibungslos abzuwickeln. Hinter der Arbeit eines Immobilienmaklers steckt viel mehr als nur die Vermittlung zwischen Käufer und Verkäufer. Theoretisch lassen sich Immobilien auch ohne Makler verkaufen, doch das kann sich als langwierig und kompliziert erweisen. Experten raten meist davon ab und so ist der Makler ein wichtiges Bindeglied in der Finanzwirtschaft. Er arbeitet eng mit Banken, Steuerberatern sowie Rechtsanwälten zusammen. Ein interessanter Beruf, der sich  gut für Quereinsteiger und Umsteiger eignet. Immobilienmakler sind größtenteils selbstständige Gewerbetreibende mit behördlicher Erlaubnis.

Um Käufer und Verkäufer gut beraten zu können, muss er den Immobilienmarkt seiner Region genau kennen, denn hier herrscht ständig Bewegung. Der Makler sollte wissen, was sich zu welchem Preis verkaufen lässt. Die hohe Nachfrage nach Immobilien und das geringe Angebot bieten ein vielfältiges und spannendes Aufgabenfeld. Als erste Anlaufstelle für eine erfolgreiche Immobiliensuche bietet er einen wichtigen Service. Wer sich darüber hinaus auf bestimmte Objekte spezialisiert, macht sich schnell einen Namen.

Immobilienmakler sorgen dafür, dass genau die passenden Käufer zu ihrer Immobilien finden. Als Experte im Immobilien-Marketing kümmern Makler sich um Ansprache der passenden Zielgruppe. Die Freude am Umgang mit Menschen ist eine wichtige Voraussetzung, denn ein Immobilienmakler kommt täglich mit vielen Interessenten zusammen.

Was genau sind die Aufgaben und Kompetenzen des Immobilienmaklers?

  • Der Makler beschafft alle nötigen Unterlagen
  • Er bewertet die Immobilie, stellt Fotos zusammen und ermittelt die passende Zielgruppe
  • Ein Makler erstellt das Exposee
  • Immobilienmakler verhandeln mit Interessenten und organisieren die Besichtigung
  • Mitarbeit bei der Ausformulierung von Kaufverträgen
  • Prüfung der Bonität von Interessenten
  • Übergabe des Objektes sowie Betreuung nach Vertragsabschluss

Ein Beruf für Quereinsteiger

Diesen Beruf kann jeder ergreifen, egal ob Berufsanfänger oder Quereinsteiger aus anderen kaufmännischen Berufen. Darunter sind oft Bankkaufleute, Versicherungsvertreter und Finanzberater, die bereits Vorkenntnisse besitzen. Diese Tätigkeit lässt sich gut damit kombinieren, um Schwerpunkte zu bilden. Doch auch wer aus einem ganz anderen Beruf kommt, erhält seine Chance. Besonders Menschen aus  Vertrieb und Verkauf sind willkommen.

Damit der Einstieg gelingt, ist soziale Kompetenz, hohes Engagement, sowie solides Fachwissen erforderlich. Dazu muss sich der angehende Makler stetig weiterbilden, damit er dieser anspruchsvollen Aufgabe gerecht wird. Seit 2018 müssen sich alle selbstständigen Immobilienmakler gemäß Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) regelmäßig fortbilden, denn dies dient dem Verbraucherschutz, sowie der eigenen Sicherheit.

Einwandfreier Leumund vorausgesetzt

Wichtige Voraussetzung für den Beruf ist die behördliche Gewerbeerlaubnis nach Paragraf 34c der Gewerbeordnung. Diese setzt strenge rechtlichen Rahmenbedingungen voraus, da Makler nicht vorbestraft sein dürfen und in geregelten Vermögensverhältnissen leben müssen. Der Immobilienmakler sollte das nötige Praxiswissen haben, um am Markt zu bestehen. Neben dem entsprechenden Fachwissen, über Grundstücksrecht, Mietrecht, Notarrecht und Finanzwesen, empfiehlt es sich daher, praktische Erfahrungen zu sammeln. Hier kann sich der frisch gebackene Immobilienmakler erfahrenen Kollegen anschließen, um  die notwendige Praxis zu erlangen. Auch dieser Beruf digitalisiert sich zunehmend, daher sollte ein Immobilienmakler den Umgang mit dem Internet gut beherrschen.

Welche Inhalte werden vermittelt?

  • Volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen:
  • Immobilienbezogenes Recht
  • Maklerrecht und Wettbewerbsrecht
  • Finanzierung und Versicherungen, Steuern
  • Miet- und Pachtrecht, Wohnungseigentumsgesetz

Da die Ausbildung zum Immobilienmakler gesetzlich nicht geregelt ist, gibt es zahlreiche Angebote auf dem Weiterbildungsmarkt.  Zum Beispiel als Fernstudium, ohne feste Zeiten und völlig ortsunabhängig.  Fernlehrgänge sind staatlich überprüft und zugelassen. Vorteil ist, dass Sie Theorie und Praxis kombinieren, weil Sie neben dem Beruf lernen.

Das notwendige Fachwissen lässt sich auch an privaten Fachschulen erwerben, sowie in Lehrgängen, die unter anderem vom Immobilienverband Deutschland (IVD) angeboten werden. Außerdem bieten die Industrie- und Handelskammern in vielen Regionen Zertifikatslehrgänge, in denen der angehende Makler die Basics lernt. Der Lehrgang schließt mit einem IHK-Zertifikat ab. Dies lässt sich auch als Online Lehrgang absolvieren.

Wer in der Immobilienbranche tätig werden will, trifft auf ein krisenfestes und attraktives Berufsfeld mit vielen Fortbildungsmöglichkeiten. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit einer Aufstiegsfortbildung zum Immobilienfachwirt IHK. Dies empfiehlt sich besonders für eine Karriere in großen Immobilienfirmen.

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