Bundeswehr Einstellungstest: Ablauf, Laufbahnen und Vorbereitung

Bewerberinnen und Bewerber beim Einstellungstest der Bundeswehr
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Die Bundeswehr sucht laufend Menschen, die als Soldatin oder Soldat dienen wollen. Die Einstiegswege reichen vom freiwilligen Wehrdienst über die Verpflichtung als Zeitsoldatin oder Zeitsoldat bis zur Offizierlaufbahn mit anschließender mehrjähriger Verpflichtung. Welcher Weg offensteht, hängt vor allem vom Schulabschluss ab – am Anfang steht in jedem Fall ein Einstellungstest.

Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten bei der Bundeswehr

Die Bundeswehr kennt vier militärische Laufbahnen. Welche in Frage kommt, richtet sich vor allem nach dem mitgebrachten Schulabschluss.

Ohne Schulabschluss ist der Einstieg in die Mannschaftslaufbahn möglich – etwa als Zeitsoldatin oder Zeitsoldat. Gefordert wird kein Abschluss, sondern lediglich das Erfüllen der Schulpflicht. Zu Beginn steht die militärische Grundausbildung.

Mit einem Hauptschulabschluss steht zusätzlich die Laufbahn der Unteroffiziere offen. Hier ist auch eine Ausbildung in einem der zahlreichen Fachbereiche der Bundeswehr möglich – nicht nur in technischen, sondern zum Beispiel auch in medizinischen, logistischen oder gastronomischen Berufen.

Wer einen mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss) mitbringt – oder einen Hauptschulabschluss samt Berufserfahrung –, kann die Feldwebellaufbahn einschlagen. Feldwebelinnen und Feldwebel (Unteroffiziere mit Portepee) übernehmen militärische Führungs- und Ausbilderaufgaben.

Mit Fachhochschulreife oder Abitur ist der Einstieg in die Offizierlaufbahn möglich. Sie ist in der Regel mit einem Studium verbunden; daneben gibt es Modelle wie ein duales Studium oder eine geförderte Ausbildung an einer zivilen Einrichtung mit anschließender Verpflichtung.

Schaubild: Bundeswehr-Laufbahnen

Der Einstellungstest bei der Bundeswehr

Vor dem Einstieg in eine Laufbahn steht das Eignungsfeststellungsverfahren im Karrierecenter der Bundeswehr. Es verbindet ein persönliches Assessmentgespräch mit einer ärztlichen Untersuchung, einem Sporttest und einem computergestützten Test (CAT). Für viele Laufbahnen lässt sich das Verfahren an einem Tag absolvieren; bei längerer Anreise ist eine Übernachtung möglich. Am Ende steht ein Einplanungsgespräch, das Eignung, Fähigkeiten und Wünsche mit den freien Stellen abgleicht.

Der schriftliche Teil – der CAT – läuft am Computer ab und passt sich dem Leistungsstand an. Er prüft unter anderem die folgenden Bereiche; hinzu kommen Aufgaben zu Konzentration und Allgemeinwissen.

Intellektuelle Fähigkeiten

Hier geht es um analytisch-abstraktes Denken. Bewerberinnen und Bewerber erkennen etwa Muster und Beziehungen zwischen Wörtern oder setzen Reihen von Zahlen und Mustern fort.

Rechtschreibung und Sprachverständnis

Geprüft werden Rechtschreibung und der sichere Umgang mit der deutschen Sprache – etwa das Finden von Fehlern oder passenden Begriffen.

Mathematische Grundkenntnisse

Abgefragt werden mathematische Grundlagen. Welches Niveau nötig ist, hängt von der angestrebten Laufbahn ab; Grundrechenarten, Dreisatz und Prozentrechnung sollten sitzen.

Räumliches Denken

Beim räumlichen Vorstellungsvermögen gilt es zum Beispiel, Linien zu verfolgen oder gedanklich mit abgebildeten Objekten zu operieren.

Technisches Verständnis

Das technische Verständnis wird über Textaufgaben sowie Fragen zu technischen Abbildungen geprüft.

Wie kann ich mich auf den Einstellungstest bei der Bundeswehr vorbereiten?

Am wirksamsten ist das Üben mit Beispieltests. Die Bundeswehr stellt auf ihrer Karriereseite einen Beispieltest bereit; dazu helfen Aufgaben zu den einzelnen Testbereichen unter realistischen Zeitbedingungen. Wer die Aufgabentypen kennt und den zeitlichen Druck geübt hat, geht ruhiger in den Test. Wer strukturiert üben möchte, kann zusätzlich auf digitale Vorbereitungskurse zurückgreifen.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert der Einstellungstest der Bundeswehr?

Das Eignungsfeststellungsverfahren lässt sich für viele Laufbahnen an einem Tag absolvieren. Bei weiter Anreise stellt die Bundeswehr eine Übernachtung, damit man ausgeruht antritt. Umfangreicher ist das Auswahlverfahren für Offizierbewerberinnen und -bewerber.

Welche Voraussetzungen brauche ich für die Offizierslaufbahn?

Für die Offizierlaufbahn sind Fachhochschulreife oder Abitur erforderlich. Sie ist in der Regel mit einem Studium verbunden – an einer bundeswehreigenen Hochschule oder, in bestimmten Fällen, als gefördertes Studium mit anschließender Verpflichtung.

Welcher Schulabschluss führt zu welcher Laufbahn?

Für die Mannschaftslaufbahn genügt das Erfüllen der Schulpflicht. Die Unteroffizierlaufbahn setzt mindestens einen Hauptschulabschluss voraus, die Feldwebellaufbahn einen mittleren Schulabschluss (oder Hauptschulabschluss mit Berufserfahrung) und die Offizierlaufbahn Fachhochschulreife oder Abitur.

Aus welchen Teilen besteht der schriftliche Test?

Der computergestützte Test (CAT) prüft unter anderem Sprach- und Rechtschreibkenntnisse, mathematische Grundlagen, logisches und räumliches Denken sowie technisches Verständnis; hinzu kommen Aufgaben zu Konzentration und Allgemeinwissen.

Was gehört neben dem schriftlichen Test noch zum Auswahlverfahren?

Neben dem computergestützten Test durchlaufen Bewerberinnen und Bewerber eine ärztliche Untersuchung, einen Sporttest und ein persönliches Assessmentgespräch.

Bitte beachten Sie, dass sich Einstellungstest und Bedingungen stetig ändern können. Dieser Artikel hat daher keine Gewähr auf Richtigkeit und Aktualität - da diese im zeitlichen Kontext nicht gewährleistet werden kann.