Aufbereitungsmechaniker: Ausbildung, Fachrichtungen und Aufgaben

Aufbereitungsmechaniker
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Berufsbild

Aufbereitungsmechaniker gewinnen Rohstoffe und bereiten sie für die Weiterverarbeitung auf. Je nach Material gliedert sich der Beruf in fünf Fachrichtungen: Naturstein, feuerfeste und keramische Rohstoffe (etwa Ton, Kaolin, Bauxit oder Quarz), Sand und Kies, Steinkohle sowie Braunkohle.

Nach der Gewinnung reinigen und sortieren sie die Rohstoffe. Dazu bedienen und überwachen sie Maschinen und Anlagen. Sie zerkleinern das Material, trocknen und lagern es fachgerecht und übernehmen das Wiegen und Verladen. Über Gesteinsproben und chemische Messungen kontrollieren sie laufend die Produktqualität.

Diese Fähigkeiten sind gefragt

  • handwerkliches Geschick
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • mathematisches Verständnis

Das gehört zu den Schattenseiten

  • Lärm, Schmutz und Staub
  • teilweise Schichtbetrieb
  • Arbeit im Freien bei jedem Wetter

Schwerpunkte der Ausbildungsinhalte

  • Metallbearbeitung
  • Gesteinskunde
  • Abbautechnik
  • Prozesssteuerung

Ausbildung zum Aufbereitungsmechaniker

Ablauf und Regelung

Der Beruf ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf und läuft parallel im Betrieb und in der Berufsschule. Rechtliche Grundlage ist die Aufbereitungsmechaniker-Ausbildungsverordnung (AMAusbV) von 2004. Zu den Lernfeldern gehören Gewinnungs- und Aufbereitungstechnik, Fertigungs- und Prüftechnik, Werkstofftechnik, Maschinen- und Gerätetechnik, Informations- und Steuerungstechnik, Technische Kommunikation und Regelungstechnik.

Dauer der Ausbildung

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre (36 Monate). Die Fachrichtung wird für das dritte Ausbildungsjahr gewählt.

Schaubild: Aufbereitungsmechaniker

Prüfung und Fachrichtungen

Der schriftliche Teil der Abschlussprüfung umfasst die Fächer Technologie, Arbeitsplanung, Technische Mathematik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Im Fach Technologie richten sich die Inhalte nach der gewählten Fachrichtung.

Über alle fünf Fachrichtungen hinweg kehren dieselben Themenblöcke wieder, jeweils bezogen auf den eigenen Rohstoff:

  • Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung
  • Einteilung, Eigenschaften und Verwendung des jeweiligen Rohstoffs
  • Mess-, Steuerungs-, Regelungs- und Prozessleittechnik für den Betrieb der Produktionsanlagen
  • Gewinnungs- und Aufbereitungstechnik beziehungsweise Aufbereitungsverfahren
  • Aufbau und Wirkungsweise der eingesetzten Maschinen und Anlagen
  • Prüftechniken und Analyseverfahren
  • Verladung, Wiegung und Versandvorbereitung

Das Fach Arbeitsplanung dreht sich um den Umgang mit Skizzen, technischen Zeichnungen, Tabellen, Statistiken, Diagrammen sowie Montage-, Schalt-, Arbeits- und Betriebsablaufplänen, dazu um die Interpretation technischer Daten und die anwendungsbezogene Datenverarbeitung. In Technischer Mathematik geht es um Mischungen und Dosierungen, das Rechnen mit physikalischen und technischen Größen sowie das Ermitteln und Auswerten von Produktionsdaten.

Wo Aufbereitungsmechaniker arbeiten

Je nach Fachrichtung arbeiten sie in Steinbrüchen, Kies- und Tongruben oder im Braunkohle- und Steinkohlebergbau. Weitere Einsatzorte sind Weiterverarbeitungsbetriebe wie Schotter- und Granitwerke, Ziegeleien oder Zementwerke. Die beiden Kohle-Fachrichtungen werden angesichts des Kohleausstiegs allerdings kaum noch ausgebildet; das Ausbildungsgeschehen konzentriert sich heute auf die mineralischen Rohstoffe.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Ein klassischer Aufstiegsweg ist der Industriemeister der Fachrichtung Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik (IHK). Industriemeister bilden die Schnittstelle zwischen Planung und Fertigung und vermitteln zwischen Facharbeitern und Management.

Die Fortbildung gliedert sich in einen fachrichtungsübergreifenden Basisqualifikationsteil (rechtsbewusstes und betriebswirtschaftliches Handeln; Methoden der Information, Kommunikation und Planung; Zusammenarbeit im Betrieb; naturwissenschaftliche und technische Grundlagen) und einen handlungsspezifischen Teil. Dieser umfasst Technik (Betriebs- und Fertigungstechnik, Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik), Organisation (Kostenwesen, Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationssysteme, Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz) sowie Führung und Personal.

Weiterführende Informationen

Die vollständige Ausbildungsordnung als PDF beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB): Aufbereitungsmechaniker-Ausbildungsverordnung (BIBB).

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Aufbereitungsmechaniker?

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre (36 Monate) und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.

Welche fünf Fachrichtungen gibt es?

Naturstein, feuerfeste und keramische Rohstoffe, Sand und Kies, Steinkohle und Braunkohle. Die Fachrichtung wird für das dritte Ausbildungsjahr festgelegt.

Wo arbeiten Aufbereitungsmechaniker?

Typische Einsatzorte sind Steinbrüche, Kies- und Tongruben, der Braunkohle- und Steinkohlebergbau sowie Weiterverarbeitungsbetriebe wie Schotter- und Granitwerke, Ziegeleien oder Zementwerke.

Ist der Beruf körperlich belastend?

Die Arbeit findet häufig im Freien bei Lärm, Schmutz und Staub statt, teilweise im Schichtbetrieb. Handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen sind daher wichtig.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?

Möglich ist zum Beispiel die Weiterbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik (IHK); daneben kommen Techniker- oder Studienwege in der Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik in Betracht.