Automatenfachmann

Automatenfachmann
MabelAmber @ Pixabay

Berufsbild

Automaten sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken, sie gehören zum alltäglichen Begleiter. Ob es um Fahrscheine für den Bus oder die Bahn geht, ob es der schnelle Kaffee in der Mittagspause ist, ob Geld abgehoben oder das Auto im Parkhaus abgestellt werden muss, bei vielen dieser beispielhaften Alltagssituationen sind Automaten im Spiel. Automatenfachleute sind dafür verantwortlich, dass diese Geräte einwandfrei funktionieren und den Kundenwünschen entsprechend eingestellt sind. Sie stellen die Automaten an geeigneten Stellen auf, nehmen sie in Betrieb und bewirtschaften sie. Je nachdem, welche Fachrichtung sie in ihrer Ausbildung wählen und welche Schwerpunkte sie setzen, können sie auch für die Wartung und Reparatur der Automaten verantwortlich sein, Aufgaben in der Kundenbetreuung übernehmen, Marketingmaßnahmen durchführen oder personalwirtschaftliche Aufgaben haben. Automatenfachleute arbeiten hauptsächlich bei den Kunden vor Ort, im Büro und je nach Ausbildungsschwerpunkt auch in Werkstätten.

Ausbildung

Regelung der Ausbildung / Ablauf

Die Ausbildung kann in den Fachrichtungen Automatendienstleistungen und Automatenmechatronik durchgeführt werden. Es ist rechtlich keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Viele Ausbildungsbetriebe stellen Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Für die Ausbildung mit Fachrichtung Automatenmechatronik erwarten einige Betriebe die Hochschulreife. Lernorte der dualen Ausbildung sind der Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule. In den ersten beiden Ausbildungsjahren sind die Lehrinhalte in beiden Fachrichtungen gleich. Die Auszubildenden lernen zum Beispiel Automaten aufzustellen, erstmalig in Betrieb zu nehmen, Grundeinstellungen vorzunehmen, die Geräte zu bewirtschaften und Kunden zu betreuen.

Im dritten Lehrjahr differenziert sich der Lehrplan. Schwerpunkte der Fachrichtung Automatenmechatronik sind etwa Maßnahmen zur Instandhaltung von Automaten, das Anschließen von elektrischen Leitungen, Installieren und konfigurieren von infomationstechnischen Systemen des Automaten, Prüfen von Funktions- und Sicherheitseinrichtungen. In der Fachrichtung Automatendienstleistungen stehen die Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern, das Abwickeln kaufmännischer Geschäftsprozesse, das Durchführen von Marketingmaßnahmen und die Personalverwaltung im Vordergrund. Eine Besonderheit der Fachrichtung Automatendienstleistungen ist die Möglichkeit, eine von zwei Qualifikationen zu wählen und damit Schwerpunkte zu setzen. In der Wahlqualifikation Kundenbetreuung erwerben Auszubildende Kenntnisse in den Bereichen Ermittlung von Kundenwünschen, Entgegennahme und Bearbeitung von Beschwerden, das Diskutieren von Leistungsangeboten mit Kunden, das Anwenden von Kommunikationsstrategien und Strategien zur Konfliktvermeidung. In der Wahlqualifikation Kaufmännische Geschäftsprozesse stehen Aspekte wie Rechnungs- und Finanzwesen, Durchführen von Automatenabrechnungen und Kassenabschlüssen, Aufbereiten von Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben im Mittelpunkt.

Dauer der Ausbildung

Die staatlich anerkannte Ausbildung zum Automatenfachmann dauert sowohl in der Fachrichtung Automatendienstleistungen als auch in der Fachrichtung Automatenmechatronik drei Jahre.

Abschluss der Ausblick

Der erste Teil der Abschlussprüfung findet zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Prüfungsbereiche sind Automatenbetreuung und Automatenbewirtschaftung. Im zweiten Teil, am Ende des dritten Ausbildungsjahres, werden die Auszubildenden der Automatenmechatronik in den Bereichen Instandsetzungs- und Wartungstechnik, Netzwerke und Elektrotechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft. Für Auszubildende im Gebiet Automatendienstleistungen geht es im zweiten Prüfungsteil um die Bereiche Automatenwirtschaft und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Ausblick nach der Ausbildung

Auszubildende der Fachrichtung Automatentechnik haben gute Chancen vom Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden. Generell sind ihre Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt derzeit und in den kommenden Jahren als positiv einzustufen. Sie können für Unternehmen der Automatenwirtschaft arbeiten, für Unternehmen, die Automaten herstellen, aufstellen oder instand setzen. Sie finden eine Anstellung bei Fachgroßhändlern für Automaten aller Art und können bei Automatenbetreibern arbeiten, etwa Parkhausbetrieben, Geldinstituten oder Verkehrsunternehmen.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Berufsbild

Im Anschluss an ihre Ausbildung können sich Automatenfachleute zum staatlich geprüften Techniker oder staatlich geprüften Betriebswirt weiterqualifizieren.

Hilfreiche Links zum Beruf / Branche

AWI Automaten-Wirtschaftsverbände-Info GmbH

Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW)

Häufige Fragen zum Beruf

Welche persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen sind für einen Automatenfachmann erforderlich?

Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, die Bereitschaft, an wechselnden Orten zu arbeiten, Spaß am Umgang mit Menschen und serviceorientiertem Arbeiten, Fremdsprachenkompetenz, beispielsweise Englisch.

Gehälter und Gehaltsdaten zum Automatenfachmann:

Das Durchschnittsgehalt liegt bei 33.000€ pro Jahr. Die Spanne geht dabei von 48.840€ bis 23.430€.

Passende Weiterbildungen: Ähnliche Berufe: Lebenslauf und Bewerbung: