Tabellarische Lebenslauf – Richtig optimieren

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Bei einer Bewerbung erwarten die Entscheider oder Personaler aus den Unternehmen meist einen lückenlosen Lebenslauf des Bewerbers. Doch manchmal läuft das Leben einfach nicht so, wie es eigentlich soll. Unerwartete Lücken im Lebenslauf durch Arbeitslosigkeit, eine längere Krankheit oder einen Studienabbruch können auftreten. Und was dann? Mit ein paar Tricks können Bewerber ihren Lebenslauf auch mit Lücken rund machen.

 Worauf kommt es beim tabellarischen Lebenslauf an?

 Der tabellarische Lebenslauf spielt bei einer Bewerbung um einen neuen Arbeitsplatz eine ganz entscheidende Rolle. Ein Arbeitgeber findet hier im Prinzip alle Informationen, die er über den Bewerber benötigt. Bereits hier zeigt sich, ob man für den jeweiligen Job geeignet ist und welche Erfahrungen man dahingehend schon gesammelt hat. Passen die Qualifikationen und ist derjenige bereit für Weiterbildungen? Hier zählt – wie im richtigen Leben auch – der erste Eindruck. Aus diesem Grund sollte der Lebenslauf wirklich gut sein, die Fähigkeiten des Bewerbers bestens hervorheben und alle Stationen des beruflichen Werdegangs wahrheitsgemäß darstellen.

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Was gehört hinein?

Eigentlich sieht ein Lebenslauf vom Aufbau her immer ziemlich gleich aus. Das macht es für die Verantwortlichen ja gerade so attraktiv und einfach, sich an dieser Stelle über den Bewerber zu informieren. Das individuelle Layout, wie Schrift und Farbe, ist immer Geschmackssache und sollte den Betrachter nicht überfordern. Wichtig sind eine korrekte und einheitliche Schreibweise und vor allem keine Rechtschreib– und Grammatikfehler.

Der klassische Lebenslauf ist tabellarisch und heutzutage meist umgekehrt chronologisch aufgebaut. Das heißt, das Aktuelle steht am Anfang, sodass der Leser umgehend erkennen kann, wo der Bewerber gerade steht. Im oberen Bereich sind die persönlichen Daten, die vollständige Adresse und Kontaktdaten zu finden. Daneben gehört im besten Fall ein aktuelles und seriöses Bewerbungsfoto.

Man unterteilt den Lebenslauf mittlerweile in mehrere Abschnitte und versieht diese mit Überschriften. Dazu gehören zum Beispiel der berufliche Werdegang, Praktika, Studium und berufliche Ausbildung und Schulbesuche. Weitere wichtige Angaben sind Details zu Fort- und Weiterbildungen, Qualifikationen sowie Kenntnissen und Fähigkeiten.

Was sind Lücken im Lebenslauf?

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Manchmal passiert es einfach: Das Studium ist doch nicht das richtige, es gibt betriebsbedingte Gründe für eine Kündigung, ein Auslandsaufenthalt wird verlängert oder eine unerwartete längere Krankheit wirft einen komplett aus der Bahn. Niemand kann sein Leben minutiös planen. Das heißt, jeder Lebenslauf ist genauso individuell wie der Mensch, der dahinter steht. Und so können ungeplante Lücken entstehen. Damit sind Zeiten gemeint, für die die Bewerber keine Nachweise vorlegen können. Alles, was dabei über einen Zeitraum von rund zwei Monaten hinausgeht, gilt als kritische Lücke. Und ein Personaler wird zumindest nachfragen, was diese zu bedeuten hat.

Mut zur Lücke oder doch lieber lückenlos?

Am einfachsten und besten ist es natürlich, wenn es keine Lücken im tabellarischen Lebenslauf gibt. Stets stand der Bewerber im Beschäftigungsverhältnis, hat sich weitergebildet oder war als Praktikant unterwegs. Doch ist dies nicht der Fall, bedeutet das nicht gleich, dass die Bewerbung von den Personalern von vornherein aussortiert wird. Wichtig ist immer, dass man ehrlich mit den Angaben umgeht. Wenn es nun also eine Lücke gibt, sollte diese nicht vertuscht werden. Viel wichtiger ist, dass es eine adäquate Erklärung dafür gibt, die offen, ehrlich und trotzdem charmant verpackt kommuniziert wird. Denn niemand ist perfekt.

Falschangaben im Lebenslauf sind dagegen ein Grund für eine fristlose Kündigung. Selbst wenn die Bewerbung erfolgreich war – spätestens im Bewerbungsgespräch besteht die Gefahr, dass man sich verrennt. Und kommt die Lüge sogar erst später heraus, ist an ein vertrauensvolles Arbeitsverhältnis nicht mehr zu denken. Das heißt also: Wenn nicht lückenlos – dann lieber Mut zur ehrlichen Lücke.

Mögliche Erklärungen für Lebenslauf-Lücken

Es gibt Phasen im Leben, die machen sich nicht gut im Lebenslauf, sind aber nun mal passiert. Dazu gehören zum Beispiel der Studienwechsel, der Jobeinstieg, der etwas länger gedauert hat, eine kurze Arbeitslosigkeit, Elternzeiten oder eine Krankheit. Dafür hat wirklich jeder Personaler Verständnis und der Bewerber muss hierbei nicht in Erklärungsnot kommen.

Dann gibt es aber auch die anderen Situationen, die sich nicht ganz so leicht erklären lassen. Sie offenbaren eigene Schwächen und durchaus auch den ein oder anderen Fehler. Doch auch hier kann man mit einer charmanten und schlauen Formulierung trotzdem einen guten Eindruck bei den Verantwortlichen hinterlassen. So sollte auf eine selbst verschuldete Kündigung nicht weiter eingegangen werden. Im Bewerbungsgespräch gibt es ausreichend Gelegenheit, diese für alle Seiten fair zu begründen. Auch eine bereits länger andauernde Arbeitslosigkeit kann man geschickt als arbeitssuchend oder Neuorientierung betiteln. Zudem wirken Maßnahmen wie Weiter- und Fortbildungen in dieser Zeit äußerst positiv und zeigen Eigeninitiative.

Fazit: Die eigene Eignung hervorheben

Oftmals wird der Lückenlosigkeit im tabellarischen Lebenslauf viel Beachtung geschenkt. Man kann das Leben nicht immer planen, deshalb hat auch die ein oder andere Lücke ihre Daseinsberechtigung. Viel wichtiger ist es, die persönliche Eignung für den jeweiligen Job auch im Lebenslauf in den Vordergrund zu stellen. Im Abschnitt Kenntnisse und Fähigkeiten sollten demnach genau die Qualifikationen hervorgehoben werden, die für die jeweilige Stelle relevant sind. Aus dem Lebenslauf muss für den Arbeitgeber auf den ersten Blick ersichtlich sein, ob der Bewerber in der Zukunft die geforderten Aufgaben der neuen Stelle erfüllen kann.