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Bei der Bewerbung um einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz ist ein lückenloser Lebenslauf von zentraler Bedeutung. Meist begutachten Arbeitgeber ihn als Erstes. Er sollte deshalb überzeugen und das Interesse wecken, sich mit dem Rest der Bewerbung zu befassen – idealerweise bis zur Einladung zum Vorstellungsgespräch.
Der Lebenslauf gibt eine chronologische Übersicht über die persönlichen und beruflichen Stationen eines Bewerbers. Er lässt sich funktional gestalten, also in Blöcken, oder ausführlich in ganzen Sätzen und Absätzen ausformulieren. Am gängigsten – und von der Bundesagentur für Arbeit empfohlen – ist jedoch der tabellarische Lebenslauf.
Bewirbst du dich für einen kreativen Beruf, dürfen Aufbau und Gestaltung von den üblichen Standards abweichen. Der Lebenslauf muss dem Arbeitgeber aber weiterhin alle Stärken und Erfahrungen klar erkennbar machen und seinen informativen Charakter behalten.
Wie lang und wie lückenlos sollte der Lebenslauf sein?
Der Lebenslauf wird am besten am Computer erstellt und umfasst in der Regel höchstens zwei DIN-A4-Seiten. Bewerber mit langjähriger Berufserfahrung dürfen etwas mehr Raum nutzen.
Achte darauf, dass keine größeren Lücken entstehen. Unterbrechungen von mehr als zwei Monaten sollten angegeben und kurz erklärt werden – etwa mit Stichworten wie Stellensuche, Fort- und Weiterbildung, Auslandsaufenthalt oder Elternzeit. Auf Angaben wie „arbeitslos“ verzichtest du besser.
Von Bewerber zu Bewerber sind dabei unterschiedliche Dinge zu beachten. Wer gerade den Schulabschluss gemacht hat und sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt, beginnt die Aufzählung sinnvollerweise schon bei der Grundschule; auch Praktika und ein Schüleraustausch aus der Schulzeit gehören dazu und lassen sich mit Zeugnissen belegen. Erfahrenere Bewerber starten beim höchsten Schulabschluss (z. B. Abitur) und führen anschließend Ausbildungen, Studienabschlüsse, Fort- und Weiterbildungen sowie Berufserfahrung auf – belegt durch Arbeitszeugnisse. Empfohlen wird die umgekehrt chronologische Reihenfolge: Beginne mit der aktuellsten Station und gehe schrittweise in die Vergangenheit, sodass das Wichtigste oben steht. In den meisten Fällen ist ein tabellarischer Lebenslauf die beste Wahl.
Aufbau und Inhalt des tabellarischen Lebenslaufs
Das Wichtigste ist, dass der Lebenslauf gut zu lesen ist. Dazu sollte er übersichtlich und schlicht gestaltet sein und eine gut lesbare Standardschrift wie Arial oder Times New Roman nutzen – in einer angenehmen Lesegröße (üblich sind etwa 10 bis 12 Punkt). Verwende im Anschreiben und im Lebenslauf dieselbe Schriftart und verzichte auf verspielte Designs oder Farbwechsel. Sinn- und Zeitabschnitte stehen links und werden fett hervorgehoben, der jeweilige Inhalt steht rechts und etwas dünner.
Ganz oben steht die Überschrift „Lebenslauf“ – fett und etwas größer (etwa 14 Punkt).
Ein Foto ist kein Muss mehr. Weil ein Bewerbungsfoto Merkmale erkennen lassen kann, die das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vor Benachteiligung schützt – etwa ethnische Herkunft, Alter oder Religion –, ist es freiwillig. Ein professionelles Bild wird von vielen Personalverantwortlichen aber weiterhin gern gesehen, weil es einen ersten Eindruck vermittelt. Wer eines einfügt, platziert es oben rechts und achtet auf passende Kleidung und einen passenden Ausdruck.
Bei allen Tätigkeiten solltest du möglichst genaue Zeiträume angeben (z. B. 06/2005–11/2007).
Inhaltlicher Aufbau
Fett Geschriebenes lässt sich als Zwischenüberschrift nutzen, um den Lebenslauf zu strukturieren.
- Angaben zur Person – Vor- und Nachname, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse; bei ausländischen Bewerbern zusätzlich die Staatsangehörigkeit. Jüngere Bewerber können Angaben zu Eltern oder Geschwistern machen.
- Schulische Laufbahn – Schulen bzw. Hochschulen und Abschlüsse.
- Berufserfahrung und Praktika – Arbeitgeber und ggf. Abteilung, genaue Tätigkeitsschwerpunkte, Fort- und Weiterbildungen.
- Besondere Kenntnisse und Qualifikationen – Fremdsprachen, besondere Computer- bzw. Programmkenntnisse, Auslandsaufenthalte. Tipp: Greife geforderte Kenntnisse und Fähigkeiten aus der Stellenausschreibung oder der Branche auf und hebe sie hervor, sofern du sie mitbringst.
- Optional: Freizeitinteressen – im besten Fall passen die Hobbys zum angestrebten Beruf oder bilden einen sinnvollen Ausgleich. Auch ehrenamtliches Engagement lässt sich nennen und kann Aufschluss über Soft Skills geben. Extremsportarten oder „feiern gehen“ nennst du besser nicht.
- Ort, Datum und Unterschrift. Eine Unterschrift ist nicht zwingend, kann aber vorteilhaft wirken; bei Online-Bewerbungen lässt sie sich eingescannt einfügen.
Bei einer Online-Bewerbung versendest du den Lebenslauf am besten als PDF. So bleibt die Formatierung unabhängig vom Programm der Personalabteilung erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Wie lang darf ein Lebenslauf maximal sein?
In der Regel höchstens zwei DIN-A4-Seiten. Nur Bewerber mit langjähriger Berufserfahrung dürfen etwas mehr Raum nutzen. Wichtiger als die reine Länge ist, dass alle relevanten Stationen übersichtlich und lückenlos dargestellt sind.
Muss ein Bewerbungsfoto in den Lebenslauf?
Nein, ein Foto ist kein Muss mehr. Da ein Bild Merkmale erkennen lassen kann, die das AGG schützt (etwa Herkunft, Alter oder Religion), ist es freiwillig. Ein professionelles Foto wird von vielen Personalverantwortlichen dennoch gern gesehen.
Wie geht man mit Lücken im Lebenslauf um?
Unterbrechungen von mehr als zwei Monaten solltest du kurz erklären – etwa mit Stichworten wie Stellensuche, Weiterbildung, Auslandsaufenthalt oder Elternzeit. Auf die Angabe „arbeitslos“ verzichtest du besser.
Welche Schriftart und -größe sind empfehlenswert?
Eine gut lesbare Standardschrift wie Arial oder Times New Roman in üblicher Lesegröße (etwa 10 bis 12 Punkt); Überschriften dürfen etwas größer sein. Entscheidend ist ein übersichtliches, schlichtes Layout ohne verspielte Designs oder Farbwechsel.