Umschulung zum Ernährungsberater

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Experten schlagen Alarm: Viele sogenannte Zivilisationskrankheiten wie Beeinträchtigungen des Herz-Kreislaufsystems, Herzinfarkte oder Diabetes werden durch unausgewogene Ernährung begünstigt. Auf den Speiseplänen der Durchschnittsbürger befinden sich vorwiegend Fertigprodukte, Fast Food und fett- sowie zuckerreiche Snacks. Viele haben verlernt, wie gesunde Mahlzeiten zubereitet werden. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach Ernährungsberatern steigt. Eine Umschulung steht jedem offen, der sich für das Thema interessiert.

Voraussetzungen der Umschulungen

Eine Umschulung zum Ernährungsberater bietet sich für alle an, die sich für einen gesunden Lebensstil interessieren und andere dafür begeistern möchten. Da es sich beim „Ernährungsberater“ um eine vom Gesetz her geschützte Berufsbezeichnung handelt, darf sich generell jeder so nennen. Aus diesem Grund sind auch die Voraussetzungen für die Umschulungen bei den verschiedenen Instituten sehr unterschiedlich geregelt. Wer seine Dienstleistungen über gesetzliche Krankenkassen abrechnen lassen möchte, benötigt einen Hochschulabschluss als Diätassistent, Oecotrophologe oder Ernährungswissenschaftler.

Auch Ärzten steht ein Aufbaumodul zur Ausbildung zum Ernährungsberater offen. Selbst wenn die Abrechnung mit einer Versicherung kein Kriterium für die Umschulung ist, sehen einige Ausbildungsinstitute Erfahrung in einem Gesundheitsberuf vor. In anderen Kursen reicht das Interesse am Thema für die Teilnahme aus. Nicht nur die Bildung, sondern auch Die Persönlichkeit spielt bei der Entscheidung ob sich eine Umschulung zum Ernährungsberater lohnt eine Rolle. Ein gewisses pädagogisches Geschick und Spaß am Umgang mit Menschen sind gute Voraussetzungen.

Wo kann die Umschulung erfolgen

Für die Umschulung zum Ernährungsberater stehen zahlreiche Lehrgänge zur Auswahl. Unter anderem bietet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Lehrgänge an, die mit einem Zertifikat abschließen. Für Interessierte mit einem Studienabschluss bietet sich der Verband für Diätetik oder der Berufsverband für Oecotrophologie an. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich in privaten Instituten zum Ernährungsberater umschulen zu lassen. Eine Liste der Anbieter finden Sie am Ende dieser Seite.

Dauer der Umschulung

Vom Wochenendseminar bis zur monatelangen Umschulungsmaßnahme reicht die Palette an Bildungsmöglichkeiten auf dem Ernährungssektor. Für Diätologen, Ernährungswissenschaftler und andere Personen mit relevantem Studienabschluss dauert die Ausbildung der DGE 215 Unterrichtseinheiten und 12 Module. Dabei sind insgesamt 30 Präsenztage vorgesehen. 12 bis 15 Monate lassen sich Studenten an vielen Fernschulen ausbilden. Den wöchentlichen Zeitaufwand schätzen die Institute mit acht bis zehn Wochenstunden ein.

Karrieremöglichkeiten nach der Umschulung (Fort- und Weiterbildung)

Ernährungsberater haben gute Jobchancen, weil das Tätigkeitsfeld so weitläufig ist. Einigen Unternehmen ist die Gesundheit ihrer Mitarbeiter ein großes Anliegen, daher bieten sie Ernährungsberatungen an. Bei entsprechende Vorbildung stehen auch bei Krankenversicherung Jobs offen. Kliniken und Kurbetriebe bieten ihren Patienten ebenfalls die Dienste eines Ernährungsberaters an. Da Kunden zum Teil immer mehr gesunde Kost einfordern, ist auch die Nahrungsmittelindustrie ein Ansprechpartner.

Auch der Weg in die Selbständigkeit steht Personen offen, die eine Umschulung zum Ernährungsberater absolvieren. Allerdings könnte es einige Zeit dauern, bis ein Kundenstamm aufgebaut ist. Dafür benötigen selbständige Ernährungsberater Vorwissen im Marketing. Mit Werbemaßnahmen und Mundpropaganda macht sich die Umschulung zum Ernährungsberater bezahlt.

Anbieter für Umschulungen / Ausbildungen im Bereich Ernährungsberatung:

Weblinks zum Thema: