Kaufmännische Weiterbildungen

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Nirgendwo ist das Angebot an Fort- und Weiterbildungen größer als im kaufmännischen Bereich. Der Grund dafür: Banken, Versicherungen, Industrie und Handwerk oder Groß- und Einzelhandel, kaum eine Branche kommt ohne kaufmännisches Know-How aus und der Bedarf an diesen Kenntnissen geht durch alle Bereiche eines Unternehmens. Ob das im Einkauf oder im Vertrieb, in der Buchhaltung oder im Marketing oder anderen Abteilungen ist, überall warten Aufgaben der kaufmännischen bzw. betriebswirtschaftlichen Art darauf, gelöst zu werden.

Welchen Nutzen haben Fortbildungen?

Manche möchten sich in ihrem Bereich weiter ausbilden lassen, ihre Kenntnisse vertiefen und den auf sie zukommenden Neuerungen gewachsen sein. Sie werden sich nach Anpassungsweiterbildungen umsehen.
Andere möchten sich selbst weiterentwickeln und andere Bereiche kennen lernen oder in der Karriereleiter aufsteigen und eventuell Führungspositionen übernehmen. Dann sind Aufstiegsweiterbildungen gefragt. In jedem Fall kann die Weiterbildung auch eine höhere Gehaltsstufe bedeuten und der Sicherung des Arbeitsplatzes dienen.
Für jeden, der nach anderen Möglichkeiten innerhalb des kaufmännischen Bereichs sucht, stellt sich vorab die Frage, welche kaufmännische Weiterbildung zu seinen Vorstellungen und Zielen passt.

Welche Möglichkeiten haben Kaufleute, sich weiter zu qualifizieren?

Es gibt etwa 130 mögliche Abschlüsse im kaufmännischen Bereich, unter denen ausgewählt werden kann.
Die Art der Weiterbildung richtet sich nach den Zielen, die der Kaufmann/ die Kauffrau damit erreichen möchte. Er/ Sie stehen unter anderem vor der Frage, ob der Abschluss auf ein spezielles Berufsbild vorbereiten oder berufsfeldübergreifend ausgerichtet sein soll.
Als berufsfeldübergreifend gelten zum Beispiel der staatlich geprüfte Betriebswirt und der geprüfte Wirtschaftsfachwirt.
Wer an einer Anpassungsweiterbildung interessiert ist, kann seine Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen an verschiedenen Schulungsorten vertiefen und eintrainieren und sich zusätzlich in einem Bereich spezialisieren.
Ein anderer wesentlicher Punkt ist die Auswahl eines Bildungsinstituts, das die gewünschte Fortbildung anbietet. An Fachschulen oder Volkshochschulen, bei diversen Kammern oder kommerziellen Bildungsinstitute finden sich entsprechende Angebote. Wer zeit- und ortsunabhängig bleiben möchte oder muss, kann sich bei Fernlehrinstituten erkundigen.

Die Topliste der Weiterbildungen für Kaufleute

Nachfolgend werden drei Möglichkeiten vorgestellt, die zu den meist ausgewählten gehören.

1. Der Fachwirt 
Der Fachwirt ist unter Kaufleuten das, was der Meister im Handwerk ist. Er qualifiziert zu höheren Positionen und Gehaltsstufen. Die Fortbildung dauert in Vollzeit sechs Monate, berufsbegleitend 24 Monate. Etwa 30 Wirtschaftszweige stehen zur Auswahl. Der Wirtschaftsfachwirt gilt als Allrounder.

2. Der Fachkaufmann 
Diese Weiterbildung qualifiziert für einen bestimmten Funktionsbereich wie Personalwesen oder Verwaltung. Der Fachkaufmann wird von daher auch Funktionsspezialist genannt und kann Fach- und Führungsaufgaben in seinem Bereich übernehmen.

3. Der staatlich geprüfte Betriebswirt 
Der Abschluss zum staatlich geprüften Betriebswirt gilt als höchste Form der Weiterbildung für Nicht-Akademiker im Kaufmannsberuf. Die Ausbildung dauert allein in Vollzeit zwei Jahre. Dementsprechend hoch sind die Kosten. Später kann der Abschluss als Hochschulzugang genutzt werden, der ein Studium ohne Abitur ermöglicht.
Diese Fortbildung ist für bestimmte betriebswirtschaftliche Disziplinen wie Absatzwirtschaft oder Marketing angelegt und qualifiziert für den Einsatz im mittleren Management.

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