Maskenbildner

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Als Maskenbildner kommt es vor allem auf Kreativität und ein Gespür für Ästhetik an. Wer in diesem Beruf arbeitet fertigt Skizzen von Masken für Models an, stellt Haarteile und Perücken her und kümmert sich um plastische Gesichts- und Körperteile. Maskenbildner arbeiten überwiegend im Theater, an Opernhäusern oder bei Film- und Fernsehanstalten. Die Ausbildung findet überwiegend an privaten Maskenbildnerschulen statt. Dabei sind die Einstellungsverfahren je nach Schule ein wenig anders. Eine vorher erfolgte Ausbildung wird dabei vorausgesetzt.

Regelungen zur Ausbildung

An manchen Schulen gibt es komplizierte Testverfahren mit verschiedenen Schritten. Andere Schulen hingegen setzen vor allem auf persönliche Gespräche, Pünktlichkeit, Kreativität und Interesse. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung bildet der Bereich Friseuren. Das liegt daran, dass insbesondere die Haare zu der größten Veränderung eines Schauspielers zählen. Daher drehen sich die Inhalte der Ausbildung vor allem rund um das Herstellen von Perücken, das Erlenen von Hochsteckfrisuren, die Auseinandersetzung mit historischen Frisuren und das Anfertigen von Bärten. Zudem lernen die Absolventen, welche Make-Up-Trends es in den einzelnen Epochen der Zeitgeschichte gab. So wird viel Wert auf das Auftragen von Schminke, aber auch den Umgang mit dreidimensionalen Elementen geachtet. Dazu zählen etwa der Einsatz und das Anbringen von realistischen Narben und Wunden. Eine vorgeschriebene Vorbildung gibt es nicht, jedoch werden Männer und Frauen mit einer vorherigen Ausbildung zum Kosmetiker, Visagisten oder Friseur oft bevorzugt angenommen. Weitere Informationen gibt es unter https://workshop.maskenbildnerschule.de/

Die erlernten Inhalte im Überblick

  • Herstellen von Perücken
  • Herstellen von Bärten und Haarteilen
  • Hintergrundwissen zu Techniken
  • Make-Up-Trend aller Epochen
  • Auftragen von realistischen Wunden und Narben
  • Der Umgang mit Zubehör und Equipment

Die Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und kann schulisch oder dual durchgeführt werden. Staatliche Maskenbildnerschulen bilden dabei die Ausnahme – es gibt sie allerdings in Berlin, Hamburg und Köln.

Abschluss und Ausblick

Nach dem Abschluss der Ausbildung wartet auf die Absolventen ein kreativer, aber auch fordernder Beruf. Meist wird dann mit Schauspielern, Regisseuren und Models zusammengearbeitet. Normale Arbeitszeiten sind dann meist nicht vorhanden, denn ein Dreh kann auch schon einmal bis in die tiefe Nacht hineingehen und auch Vorführungen im Theater findet meist am Abend statt. Die Nachfrage an guten Maskenbildern steigt schon seit einigen Jahren. Das liegt daran, dass auch die Werbung und Social-Media-Konzepte von Unternehmen einen immer größeren Bedarf an guten Maskenbildnern haben. Daher kann es durchaus sein, dass Maskenbildern später nicht beim Film oder Theater arbeiten, sondern sich selbstständig machen. Wer nach seiner Ausbildung sein Fachwissen noch im Rahmen eines Studiums vertiefen möchte, kann an einigen Hochschulen auch das Fach „Maskenbild“ studieren und seine Karrierechancen damit noch einmal erhöhen. Etwa an der Theaterakademie August Everding in München: https://www.theaterakademie.de/studium/maskenbild-theater-und-film/

Häufige Fragen

Was ist ein Maskenbildner?

Maskenbilder arbeiten überwiegend in Opernhäuser, beim Theater oder beim Film. Dort stellen sie zum Beispiel Haarteile und Perücken her und sorgen für einen verlangen Look der Models und Schauspieler. Maskenbildner kümmern sich außerdem um das Make-Up anderer Epochen und tragen realistische Wunden wie Narben oder Verletzungen auf.

Ist Maskenbildner ein Lehrberuf?

Ja, Maskenbildner ist ein anerkannter Lehrberuf, welcher meist drei Jahre dauert. Die Ausbildung findet an einer privaten oder staatlichen Berufsschule statt und kann auch dual erfolgen.

Wo arbeiten Maskenbildner?

Maskenbildern sind vor allem an Filmproduktionen beteiligt. Das können Spielfilme sein oder auch Werbedrehs sowie Serien- Außerdem arbeiten Maskenbildern am Theater oder in Opernhäusern. Auch für aufwendige Fotoshootings werden Maskenbildern oft benötigt.

Wo kann man Maskenbildner lernen?

Die Ausbildung zum Maskenbildern kann man an privaten oder staatlichen Berufsschulen erlernen. Diese gibt es in vielen großen Städten wie München, Hamburg, Köln und Berlin. Auch ein Studium, etwa in München, ist möglich.