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Maskenbildnerinnen und Maskenbildner gestalten das Aussehen von Schauspielern, Sängern und Models: Sie entwerfen Masken, fertigen Perücken, Haarteile und Bärte an, schminken und setzen plastische Effekte wie Narben oder Wunden. Gearbeitet wird vor allem an Theatern, Opern- und Musicalhäusern sowie bei Film-, Fernseh- und Fotoproduktionen. Maskenbildner ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf – die dreijährige Ausbildung ist seit 2002 bundesweit einheitlich geregelt.
Ausbildung zum Maskenbildner
Für den Beruf gibt es zwei Wege. Der staatlich anerkannte Weg ist die duale Ausbildung: Sie dauert drei Jahre, findet in einem Ausbildungsbetrieb – etwa an einem Theater, einer Oper oder bei einer Film- und Fernsehproduktion – statt und wird von Unterricht an der Berufsschule begleitet. Zuständige Stelle ist die Industrie- und Handelskammer (IHK). Daneben bieten private Maskenbildnerschulen kostenpflichtige, rein schulische Ausbildungen an; deren Aufnahmeverfahren unterscheiden sich von Schule zu Schule – mal mit mehrstufigen Eignungstests, mal mit persönlichen Gesprächen, bei denen Kreativität, Zuverlässigkeit und echtes Interesse zählen.
Ein großer Teil der Ausbildung dreht sich um die Haare, denn sie verändern das Erscheinungsbild einer Figur am stärksten. Entsprechend lernt man das Herstellen von Perücken, Hochsteckfrisuren, den Umgang mit historischen Frisuren und das Anfertigen von Bärten. Hinzu kommen Make-up-Techniken samt der typischen Looks verschiedener Epochen sowie die Arbeit mit dreidimensionalen Elementen – zum Beispiel das Anlegen realistischer Narben und Wunden.
Die erlernten Inhalte im Überblick
- Herstellen von Perücken
- Herstellen von Bärten und Haarteilen
- Hintergrundwissen zu Techniken und Materialien
- Make-up-Looks verschiedener Epochen
- Auftragen realistischer Wunden und Narben
- Umgang mit Zubehör und Equipment
Dauer und Voraussetzungen
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Eine bestimmte schulische Vorbildung schreibt die Ausbildungsordnung nicht vor. In der Praxis achten Betriebe und Schulen aber auf handwerkliches Geschick, Sorgfalt und gestalterisches Talent; Bewerberinnen und Bewerber mit Vorkenntnissen als Friseur, Kosmetiker oder Visagist werden häufig bevorzugt aufgenommen.
Abschluss und Ausblick
Nach dem Abschluss wartet ein kreativer, aber fordernder Beruf. Gearbeitet wird eng mit Schauspielern, Regisseuren und Models zusammen – und selten zu geregelten Zeiten: Ein Dreh kann bis tief in die Nacht dauern, Theatervorstellungen finden meist abends statt. Über die klassischen Bühnen und Filmsets hinaus fragen inzwischen auch Werbung, Foto- und Social-Media-Produktionen Maskenbild-Können nach, sodass sich manche Maskenbildner selbstständig machen.
Wer sein Fachwissen vertiefen möchte, kann Maskenbild auch studieren. Die Bayerische Theaterakademie August Everding in München bietet gemeinsam mit der Hochschule für Musik und Theater den sechssemestrigen Bachelorstudiengang „Maskenbild – Theater und Film“ an: theaterakademie.de.
Häufig gestellte Fragen
Ist Maskenbildner ein anerkannter Ausbildungsberuf?
Ja. Maskenbildner/in ist seit 2002 ein bundesweit staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre; zuständige Stelle ist die Industrie- und Handelskammer.
Welche Voraussetzungen braucht man für die Ausbildung?
Rechtlich ist keine bestimmte schulische Vorbildung vorgeschrieben. Gefragt sind vor allem handwerkliches Geschick, Sorgfalt und gestalterisches Talent. Vorkenntnisse als Friseur, Kosmetiker oder Visagist sind ein Vorteil, aber keine Pflicht.
Wo arbeiten Maskenbildner?
An Theatern, Opern-, Musical- und Fernsehhäusern sowie bei Film-, Streaming-, Event- und Fotoproduktionen. Auch in Werbung, Modeproduktionen und Perückenwerkstätten werden Maskenbildner gebraucht.
Wie lange dauert die Ausbildung und gibt es Alternativen?
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Daneben bieten private Maskenbildnerschulen eigene, kostenpflichtige schulische Ausbildungen an, deren Aufnahmeverfahren sich je nach Schule unterscheiden.
Kann man Maskenbild studieren?
Ja. Die Bayerische Theaterakademie August Everding in München bietet den sechssemestrigen Bachelorstudiengang „Maskenbild – Theater und Film“ an – eine Möglichkeit, das Fachwissen nach oder statt einer Ausbildung zu vertiefen.













