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Bühnentänzerinnen und Bühnentänzer treten im klassischen Ballett, im zeitgenössischen Tanz sowie in Opern und Musicals auf. Sie gestalten und interpretieren Tanzrollen und drücken sich künstlerisch mit ihrem Körper aus. Über ein breites Spektrum an Tanzstilen und -techniken vermitteln sie dem Publikum unterschiedliche Themen – entlang einer vorgegebenen Choreografie, als Solist oder im Ensemble.
Voraussetzung für die Berufsausübung ist eine abgeschlossene schulische Ausbildung zum Bühnentänzer oder ein in der Wertigkeit vergleichbares Hochschulstudium.
Ablauf der Ausbildung
Die Ausbildung zum Bühnentänzer ist eine schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule (BFS). Neben allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch sowie Wirtschafts- und Sozialkunde liegt der Schwerpunkt auf tanzspezifischen Inhalten – dazu zählen verschiedene Tanztechniken ebenso wie theoretische Grundlagen, etwa Bewegungslehre, Tanztheorie und Improvisation.
Praktika sind fester Bestandteil der Ausbildung und dienen der praktischen Umsetzung des Gelernten.
Am Ende steht eine staatliche Abschlussprüfung mit einem fachtheoretischen und einem praktischen Teil. Im praktischen Teil werden die tänzerischen Kenntnisse und die Umsetzung einstudierter Tänze geprüft.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel zwei bis drei Jahre. Die konkrete Dauer hängt von der jeweiligen Berufsfachschule ab.
Voraussetzungen und Eignung
In der Regel wird ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss vorausgesetzt. Über die Aufnahme entscheidet die Schule; in einem Eignungstest – etwa im Fach Klassischer Tanz – wird die fachliche und persönliche Eignung festgestellt.
Hilfreich sind vor allem Körperbeherrschung, Beweglichkeit und Ausdauer, um einstudierte Tänze in flüssigen, harmonischen Bewegungen auszuführen. Ebenso zählen ein ausgeprägtes Rhythmus- und Musikgefühl, räumliche Orientierung sowie eine hohe Konzentrations- und Belastungsfähigkeit, um Ablenkungen aus dem Publikum auszublenden und Choreografien präzise umzusetzen.
Nach dem Abschluss: Arbeitsorte und Weiterbildung
Nach erfolgreichem Abschluss ist eine Beschäftigung an Theater-, Opern-, Operetten- und Musicalbühnen möglich. Bühnentänzer arbeiten außerdem für Film- und Fernsehproduktionen oder bei freien, professionellen Compagnien.
Für die weitere Qualifizierung stehen Fortbildungen in Bereichen wie Rhythmus, Theater oder Schauspiel offen. Auch ein anschließendes Studium ist möglich – etwa in den Bachelor-Studiengängen Tanz und Choreografie oder Musiktheater/Musical.
Die tarif- und berufspolitischen Interessen der Tänzerinnen und Tänzer an deutschen Bühnen vertritt unter anderem die Vereinigung deutscher Opern- und Tanzensembles e.V. (VdO).
Häufig gestellte Fragen zum Beruf Bühnentänzer
Wie lange dauert die Ausbildung zum Bühnentänzer?
Die schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule dauert in der Regel zwei bis drei Jahre und endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung.
Welche schulischen Voraussetzungen muss ich mitbringen?
Meist wird ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss vorausgesetzt. Über die Aufnahme entscheidet die Schule anhand eines Eignungstests, in dem die fachliche und persönliche Eignung – zum Beispiel im Klassischen Tanz – geprüft wird.
Kann die Ausbildung finanziell gefördert werden?
Erfolgt die Ausbildung als schulische Berufsausbildung, kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) bestehen.
Wo arbeiten Bühnentänzer nach der Ausbildung?
Typische Arbeitsorte sind Theater-, Opern-, Operetten- und Musicalbühnen. Daneben gibt es Anstellungen bei Film- und Fernsehproduktionen sowie bei freien, professionellen Compagnien.













