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Millionen Menschen in Deutschland laufen regelmäßig. Viele drehen ihre Joggingrunde zum Ausgleich, aus gesundheitlichen Gründen oder um abzunehmen. Spätestens wenn die erste Verletzung auftritt oder sich Wettkampfambitionen abzeichnen, suchen manche den Rat eines Lauftrainers. Ein festgelegtes Berufsbild gibt es dabei nicht, und die Ausbildungen sind nicht standardisiert – ein einheitliches Ausbildungsschema existiert daher nicht. Wer sein Hobby zum Beruf machen und einen Kurs zum Lauftrainer belegen möchte, sollte sich nach renommierten Instituten mit einem umfangreichen Ausbildungsangebot umsehen.
Ein Lauftrainer deckt viele Sparten ab
Der Beruf des Lauftrainers ist sehr vielfältig: Lauftrainer arbeiten bei Lauf- oder Leichtathletikvereinen, in Fitnessstudios und Volkshochschulen oder machen sich mit einem eigenen Institut selbständig. Wer freiberuflich tätig ist, muss einige Zeit investieren, um einen Kundenstamm aufzubauen und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Lauftrainer werden unter anderem auch als Übungsleiter Laufen, Laufcoach oder Laufinstruktor bezeichnet.
Ähnlich variantenreich sind die Inhalte der Kurse: Um Hobbysportler oder Profiathleten professionell betreuen zu können, ist ein Grundwissen in vielen Themenbereichen wichtig. Zunächst geht es darum, die menschliche Anatomie und die spezielle Biomechanik beim Laufen zu verstehen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die effiziente Trainingsplanung. Dabei gilt es zunächst herauszufinden, welche Ziele der Kunde verfolgt. Anfänger, die zum Abnehmen joggen, brauchen völlig andere Anweisungen als jemand, der auf einen Marathon mit einer Zielzeit unter drei Stunden hintrainiert. Während der Ausbildung lernen die Teilnehmer, Trainings sinnvoll aufzubauen, wobei sich Grundlagenläufe mit Intervallen und Regenerationsphasen abwechseln. Ein guter Lauftrainer schafft es außerdem, die Lauftechnik seiner Schüler zu analysieren und die Bewegungsabläufe zu optimieren. Dafür bietet sich das Läufer-ABC mit hilfreichen Koordinations- und Stabilisationsübungen an. Kompetente Lauftrainer sind zudem in der Lage, mit leistungsdiagnostischen Maßnahmen das Potenzial ihrer Kunden zu erkennen.
Nicht nur das Laufen steht im Vordergrund
Während der Ausbildung zum Lauftrainer liegt ein weiterer Fokus auf gezieltem Krafttraining: Nur mit gut gestärkter Bauch-, Rumpf- und Rückenmuskulatur sind hohe Leistungen möglich. Selbst das beste Training greift nicht, wenn Läufer mit leeren Tanks unterwegs sind. Aus diesem Grund steht auch die Sporternährung auf dem Stundenplan. Da sich auf langen Strecken viel im Kopf abspielt, enthalten viele Kurse zudem Module in Sportpsychologie und Motivation.
Häufig gestellte Fragen
Welche Voraussetzungen braucht man für eine Lauftrainer-Ausbildung?
Da es kein festgelegtes Berufsbild gibt, legen die privaten Anbieter die Zugangsvoraussetzungen selbst fest. Formale Vorbildungen sind meist nicht zwingend erforderlich; empfehlenswert sind jedoch eine solide Grundfitness, eigene Lauferfahrung und Freude an der Arbeit mit Menschen. Einzelne Lehrgänge setzen eine bereits vorhandene Basis- oder Trainerlizenz voraus.
Wie lange dauert eine Lauftrainer-Ausbildung?
Weil die Ausbildungen nicht standardisiert sind, unterscheidet sich die Dauer je nach Anbieter deutlich – von kompakten Wochenendseminaren bis zu mehrmonatigen Fernlehrgängen mit flexibler Lernzeit. Auch die Gebühren variieren entsprechend; ein Vergleich mehrerer Institute lohnt sich.
Ist der Beruf Lauftrainer staatlich anerkannt oder reguliert?
Nein. „Lauftrainer“ ist keine staatlich geregelte Ausbildung und keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung – es handelt sich um eine freie Tätigkeit. Die angebotenen Lizenzen und Zertifikate stammen von privaten Bildungsträgern. In der Fitness- und Gesundheitsbranche können anerkannte Trainerlizenzen bei Arbeitgebern dennoch als Qualitätsnachweis gelten.
Welche Inhalte umfasst eine Lauftrainer-Ausbildung?
Typische Themen sind Anatomie und Biomechanik des Laufens, Trainingsplanung, die Analyse und Optimierung der Lauftechnik, Krafttraining für Rumpf und Rücken, Sporternährung sowie Grundlagen der Sportpsychologie und Motivation.













